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Die FIFA hat laut übereinstimmenden Berichten von ORF Sport und Die Presse seit Beginn der Fußball-WM 2026 mehr als sieben Millionen potenziell schädliche Beiträge in sozialen Netzwerken entfernen lassen. Laut einem der beiden Berichte wurden zudem mehr als 1.000 als schwerwiegend eingestufte Drohungen an Behörden gemeldet.

Die zentrale Zahl zu den gelöschten Beiträgen wird von zwei unabhängigen Medien genannt und gilt damit als vergleichsweise gut abgesichert, während die Angabe zu den gemeldeten Drohungen nur in einer Quelle auftaucht. Eine direkt eingesehene Stellungnahme der FIFA selbst liegt nicht vor, ebenso wenig Angaben zur Methodik der Einstufung oder zur Verteilung auf einzelne Plattformen.

Offen bleiben unter anderem Reaktionen der betroffenen Plattformbetreiber sowie von Nationalmannschaften oder Spielerverbänden. Angesichts der Themen Hassrede und Drohungen wird die Darstellung hier bewusst vorsichtig eingeordnet.

Was passiert ist

Der Weltfußballverband FIFA hat laut übereinstimmenden Berichten österreichischer Medien seit Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 mehr als sieben Millionen potenziell schädliche Beiträge in sozialen Netzwerken entfernen lassen. Sowohl ORF Sport als auch Die Presse berichten über diese Zahl, die offenbar aus einer Mitteilung der FIFA zu ihren Moderationsmaßnahmen während des Turniers stammt. Zusätzlich soll es laut einem der beiden Berichte mehr als 1.000 als schwerwiegend eingestufte Drohungen gegeben haben, die an zuständige Behörden weitergemeldet wurden.

Was die Quellen zeigen

Die zentrale Zahl von über sieben Millionen gelöschten Beiträgen wird von zwei voneinander unabhängigen Medien genannt, was ihr eine vergleichsweise solide Grundlage verleiht. Die Angabe zu den mehr als 1.000 gemeldeten schweren Drohungen findet sich hingegen nur in einer der beiden herangezogenen Kurzmeldungen und ist damit weniger breit abgesichert. Keine der vorliegenden Quellen ist eine direkt eingesehene Original-Stellungnahme der FIFA; es handelt sich um Medienberichte, die offenbar auf FIFA-Angaben zurückgehen, ohne dass diese hier selbst geprüft werden konnten.

Was unklar bleibt

Unklar bleibt, nach welcher Methodik die FIFA Beiträge als „potenziell schädlich“ einstuft und welcher Anteil der Löschungen automatisiert beziehungsweise durch menschliche Prüfung erfolgte. Auch eine Aufschlüsselung nach einzelnen Plattformen wie X, Instagram, TikTok oder Facebook liegt nicht vor. Ebenso fehlen bislang Stellungnahmen der betroffenen Plattformbetreiber sowie Reaktionen von Nationalmannschaften, Spielerverbänden oder unmittelbar betroffenen Personen zu den genannten Zahlen und den gemeldeten Drohungen.

Einordnung

Die berichteten Zahlen fügen sich in eine längere Debatte über Hassrede im Zusammenhang mit Großereignissen des Profisports ein, bei denen Verbände zunehmend eigene Moderationsmaßnahmen kommunizieren. Ohne eine direkt eingesehene Primärquelle und ohne Einordnung durch Plattformbetreiber oder unabhängige Beobachter lässt sich die Aussagekraft der Zahlen derzeit nur begrenzt einschätzen. Angesichts der Sensibilität des Themas — es geht um gemeldete Drohungen und mutmaßliche Hassrede — sollten die Angaben vorerst als von der FIFA selbst kommunizierte, aber nicht unabhängig verifizierte Darstellung behandelt werden.