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In Wien-Penzing ist es am Freitag nach einer bewaffneten Drohung zu einer Fluchtfahrt und einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Laut Polizei bedrohte ein Mann aus einem Auto zwei Jugendliche (17 und 15 Jahre) mit einer Waffe, nachdem er sie zunächst nach dem Weg und um einen Geldwechsel gefragt hatte. Die drei Insassen des Wagens flüchteten daraufhin. Als die Polizei das Fahrzeug später stoppen wollte, setzte der Lenker die Fahrt mit überhöhter Geschwindigkeit fort, verlor die Kontrolle und krachte frontal in ein entgegenkommendes Auto mit einem Vater und seinen zwei Söhnen.

Die drei Insassen des Fluchtautos wurden schwer verletzt, der 19-jährige Beifahrer befand sich bei der Einlieferung in kritischem Zustand. Im entgegenkommenden Wagen wurde das achtjährige Kind schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Spital gebracht werden; Vater und der zehnjährige Sohn blieben unverletzt. Gegen den 19-jährigen Beifahrer und den 20-jährigen Lenker besteht eine Festnahmeanordnung, die 23-jährige Mitfahrerin wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Offen bleibt, ob die verwendete Waffe echt war – die Polizei spricht bislang nur von einer vermeintlichen Waffe –, ebenso das Motiv der ursprünglichen Drohung und der aktuelle Gesundheitszustand der Verletzten. Bislang liegt ausschließlich die Polizeiperspektive vor.

Was passiert ist

In Wien-Penzing ist es am Freitag nach einer bewaffneten Drohung zu einer Fluchtfahrt und einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Nach Angaben der Polizei hielt ein Auto mit drei Insassen in der Seckendorfstraße neben zwei Jugendlichen im Alter von 17 und 15 Jahren an. Der Beifahrer soll den 17-Jährigen zunächst nach dem Weg gefragt, ihn dann um einen Geldwechsel gebeten und schließlich mit einer Waffe bedroht haben. Die drei Insassen – ein 20-jähriger Lenker, ein 19-jähriger Beifahrer und eine 23-jährige Frau auf der Rückbank – flüchteten daraufhin mit dem Fahrzeug.

Weitere Polizeikräfte entdeckten den Wagen anhand der Beschreibung im Bereich der Mauerbachstraße und forderten den Lenker mit deutlich sichtbaren und hörbaren Signalen zum Anhalten auf. Der Lenker kam dem nicht nach, sondern setzte die Fahrt mit überhöhter Geschwindigkeit fort. Dabei verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug und krachte frontal in einen entgegenkommenden Wagen, in dem ein Vater mit seinen beiden Söhnen im Alter von zehn und acht Jahren saß.

Die Verletzten und die Festnahmen

Bei dem Zusammenstoß wurden die drei Insassen des Fluchtautos schwer verletzt und nach Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht. Der 19-jährige Beifahrer befand sich laut Polizei bei der Einlieferung in kritischem Zustand. Im entgegenkommenden Fahrzeug wurde das achtjährige Kind schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Der Vater und der zehnjährige Sohn blieben unverletzt.

Zwei der Beschuldigten, der 19-jährige Beifahrer und der 20-jährige Lenker, befanden sich am Samstag noch im Krankenhaus. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien besteht gegen beide eine Festnahmeanordnung. Die 23-jährige Frau wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Was unklar bleibt

Offen ist, ob es sich bei der von den Verdächtigen verwendeten Waffe um eine echte Schusswaffe handelte – die Polizei selbst spricht laut den vorliegenden Berichten von einer ‘vermeintlichen’ Waffe, eine endgültige Klärung oder Sicherstellung ist bislang nicht bekannt. Ebenfalls offen ist das Motiv für die ursprüngliche Drohung gegen die beiden Jugendlichen sowie die Frage, warum die 23-jährige Mitfahrerin anders behandelt wurde als die beiden männlichen Verdächtigen. Zum aktuellen Gesundheitszustand der Verletzten, insbesondere des kritisch eingelieferten 19-Jährigen und des achtjährigen Kindes, liegen keine neueren Angaben vor.

Einordnung

Der Vorfall reiht sich in eine Serie zuletzt gemeldeter Wiener Verkehrsunfälle mit minderjährigen Betroffenen ein – etwa jener Unfall in Wien-Donaustadt, bei dem ein zwölfjähriger Beifahrer nach einem E-Scooter-Sturz lebensgefährlich verletzt wurde, wie berichtet. Ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen den Fällen besteht nach derzeitigem Kenntnisstand nicht, beide Ereignisse zeigen aber ähnliche offene Fragen zu Unfallhergang und gesundheitlichem Ausgang. Da bislang ausschließlich die Polizeidarstellung vorliegt und weder die Verdächtigen noch unabhängige Stellen Angaben gemacht haben, ist die Darstellung des Ablaufs als vorläufig zu betrachten.