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Am Frankfurter Flughafen sind zwei Beschäftigte nach einer Malaria-Infektion gestorben: einer Anfang Juli, der zweite im August 2026. Das teilten das Frankfurter Gesundheitsamt und Flughafenbetreiber Fraport mit. Insgesamt waren sechs Mitarbeiter betroffen, die sich mit Malaria tropica – der gefährlichsten Verlaufsform – ansteckten; die übrigen vier gelten inzwischen als behandelt und genesen.

Als Ursache gilt die sogenannte Flughafenmalaria: Eine per Flugzeug eingeschleppte, infizierte Anophelesmücke aus einem Malaria-Gebiet soll die Beschäftigten im Flughafenbereich infiziert haben. Das Robert Koch-Institut bestätigte in seinem Epidemiologischen Bulletin, dass die ersten vier Betroffenen zwischen 4. und 6. Juli 2026 erkrankten. Fraport hat Mückenfallen aufgestellt und gefangene Insekten zur Untersuchung in ein Labor gebracht; Ergebnisse stehen noch aus.

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts bezeichnete das Risiko für die Bevölkerung als vernachlässigbar, eine Übertragung von Mensch zu Mensch sei nicht zu erwarten. Offen bleiben unter anderem die Arbeitsbereiche der Verstorbenen, das Laborergebnis zu den gefangenen Mücken und ob es weitere Fälle geben könnte; ein möglicher Vergleichsfall aus 2023 am selben Flughafen ließ sich bislang nicht anhand einer direkt eingesehenen RKI-Quelle bestätigen.

Was passiert ist

Am Frankfurter Flughafen sind zwei Beschäftigte nach einer Malaria-Infektion gestorben. Der erste Todesfall ereignete sich bereits Anfang Juli, wie das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt mitteilte – die Ursache habe sich allerdings erst nach dem Tod des Patienten geklärt. Der zweite Todesfall ereignete sich im August und wurde von Flughafenbetreiber Fraport bekanntgegeben. Damit ist die zuvor bekannte Zahl von einem Todesfall auf zwei gestiegen.

Insgesamt waren laut Gesundheitsamt sechs Beschäftigte betroffen, die sich im Rahmen ihrer Arbeit mit Malaria tropica ansteckten – der gefährlichsten Verlaufsform der Krankheit. Den anderen vier Infizierten gehe es laut Behörde mittlerweile wieder gut, alle seien behandelt worden.

Wie es zu den Infektionen kam

Als Ursache gilt die sogenannte Flughafenmalaria: Eine infektiöse Mücke wurde unbeabsichtigt per Flugzeug oder im Gepäck aus einem Malaria-Gebiet eingeschleppt und infizierte Beschäftigte im Flughafenbereich. Das Robert Koch-Institut bestätigte bereits Mitte Juli in seinem Epidemiologischen Bulletin einen Ausbruch von zunächst vier Fällen und schrieb, die betroffenen Personen seien zwischen 4. und 6. Juli 2026 erkrankt; man gehe davon aus, dass die Infektion durch eine mit dem Flugzeug importierte, infizierte Anophelesmücke übertragen wurde.

Fraport hat nach eigenen Angaben als Reaktion Mückenfallen am Flughafengelände aufgestellt und Insekten eingefangen. Diese werden nun in einem Labor untersucht, um Herkunft und Art der Mücke näher zu bestimmen; ein Ergebnis lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vor.

Risikoeinschätzung der Behörden

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, Peter Tinnemann, äußerte sich zur Gefahr für die Allgemeinbevölkerung: Die eingeschleppte Mücke sei wahrscheinlich bereits tot, eine Ausbreitung von Mensch zu Mensch sei nicht gegeben. Das Risiko für die Frankfurter Bevölkerung bezeichnete er als vernachlässigbar. Auch eine Ärztin des Gesundheitsamts betonte laut Kurier die Seltenheit der Flughafenmalaria. Diese Einschätzungen stammen direkt von der zuständigen Behörde, sind aber – wie der gesamte Bericht – ausschließlich über Medienzitate und nicht über eine selbst eingesehene amtliche Mitteilung dokumentiert.

Was unklar bleibt

Offen ist weiterhin, in welchen Arbeitsbereichen des Flughafens die beiden verstorbenen Beschäftigten tätig waren und zu welchen genauen Zeitpunkten sich die einzelnen Infektionen ereigneten. Auch das Ergebnis der Laboruntersuchung der gefangenen Mücken steht noch aus. Unklar bleibt zudem, ob es über die bekannten sechs Fälle hinaus weitere Verdachtsfälle geben könnte. Ein Bericht verweist unter Berufung auf das RKI auf einen vergleichbaren früheren Fall aus dem Jahr 2023 am selben Flughafen – dies ließ sich anhand der vorliegenden Quellen jedoch nicht anhand einer direkt eingesehenen RKI-Quelle nachvollziehen. Namen der Betroffenen werden aus Persönlichkeitsschutzgründen nicht recherchiert und sind nicht Gegenstand dieses Artikels.

Einordnung

Frankfurt ist einer der größten Flughäfen Europas mit dichtem interkontinentalem Flugverkehr, was das Risiko einer zufälligen Einschleppung tropischer Insekten grundsätzlich erhöht. Dass daraus mehrere Infektionen mit zwei Todesfällen entstanden sind, bleibt laut Gesundheitsamt und RKI dennoch ein sehr seltenes Ereignis. Für Reisende oder Fluggäste ergibt sich aus den vorliegenden Informationen weiterhin kein unmittelbar erhöhtes Risiko, da alle bekannten Fälle bislang Beschäftigte im Arbeitsumfeld des Flughafens betreffen. Eine von den beteiligten Institutionen unabhängige Einschätzung durch externe Tropenmediziner oder Epidemiologen liegt weiterhin nicht vor.