In der südfranzösischen Stadt Orange sind in der Wohnung eines Paares die Leichen von fünf Säuglingen gefunden worden, nachdem die Frau am 26. Juli 2026 zu Hause ein gesundes Kind zur Welt gebracht hatte. Ihr Lebensgefährte hatte bei eigenen Nachforschungen Überreste in Kartons entdeckt und die Behörden informiert. Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen Mordverdachts; laut Rechtsmedizinern handelt es sich um die Knochen von vier Neugeborenen sowie den Leichnam eines fünften Babys.
Am 31. Juli 2026 wurde die 32-jährige Mutter einem Untersuchungsrichter vorgeführt, wegen Mordes an den fünf Babys beschuldigt und in Untersuchungshaft genommen. Ihr Lebensgefährte, der zeitweise ebenfalls in Untersuchungshaft gesessen war, wurde freigelassen; laut seiner Anwältin habe er nichts von den toten Babys gewusst – diese Einschätzung stammt bislang aus einer einzelnen Quelle. Eine angeordnete Obduktion und anthropologische Untersuchung der Knochen sollen weiter Aufschluss über Todeszeitpunkt und -ursache geben, Ergebnisse liegen noch nicht vor.
Offen bleiben der weitere Verlauf des Verfahrens gegen die Mutter, eine mögliche eigene Stellungnahme von ihr sowie Details zur Unterbringung der überlebenden Kinder des Paares, zu der bislang nur einzelne Angaben vorliegen. Eine offizielle Justizmitteilung wurde nicht direkt eingesehen; die Darstellung stützt sich auf übereinstimmende französische, österreichische und belgische Medienberichte.
Was passiert ist
In der südfranzösischen Stadt Orange im Département Vaucluse sind in der Wohnung eines Paares die Leichen von fünf Säuglingen gefunden worden. Der Fund wurde bekannt, nachdem die Frau am Sonntag, den 26. Juli 2026, zu Hause ein Kind zur Welt gebracht hatte und anschließend in das Krankenhaus von Orange gebracht wurde. Ihr Lebensgefährte stellte danach eigene Nachforschungen an, stieß dabei in der Wohnung auf Überreste in Kartons beziehungsweise Schachteln und informierte das Krankenhaus, das wiederum die Staatsanwaltschaft einschaltete.
Was die Ermittlungen zeigen
Die Staatsanwaltschaft am Gericht von Carpentras hatte zunächst ein Ermittlungsverfahren wegen Mordverdachts an einem minderjährigen Opfer unter 15 Jahren eröffnet; die 32-jährige Mutter wurde am 29. Juli in Polizeigewahrsam genommen. Laut dem am Fundort eingesetzten Rechtsmediziner handelt es sich bei den Überresten um die Knochen von vier Neugeborenen sowie den Leichnam eines fünften, noch nicht vollständig verwesten Babys.
Am Freitag, den 31. Juli 2026, wurde die Mutter einem Untersuchungsrichter vorgeführt und wegen Mordes an den fünf Babys beschuldigt (auf Französisch „mise en examen“) sowie in Untersuchungshaft genommen. Ihr Lebensgefährte, der die Überreste entdeckt und sich zuvor bei der Polizei gemeldet hatte und ebenfalls zeitweise in Untersuchungshaft gesessen war, wurde am selben Tag freigelassen. Laut der Anwältin des Mannes habe dieser nichts von den toten Babys in der gemeinsamen Wohnung gewusst und sei „zutiefst erschüttert“ – diese Einschätzung stammt bislang aus einer einzelnen Quelle. Für einen der Körper wurde außerdem eine Obduktion angeordnet, die Knochen sollen zusätzlich anthropologisch untersucht werden; Ergebnisse dazu liegen weiterhin nicht vor.
Was mit den weiteren Kindern geschieht
Laut ORF unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft soll der gesunde, am Sonntag geborene Säugling vorläufig außerhalb der Familie untergebracht werden, bis ein Jugendrichter über das weitere Vorgehen entscheidet. Zwei weitere Kinder des Paares im Alter von acht und neun Jahren befinden sich demnach in Obhut des Jugendamts. Diese Angaben stammen bislang aus einer einzelnen Quelle und wurden durch die übrigen recherchierten Berichte nicht gesondert bestätigt.
Was unklar bleibt
Offen ist, wann und unter welchen Umständen die fünf Babys starben; die angeordnete Obduktion und die anthropologische Analyse der Knochen sollen dazu Aufschluss geben. Unklar ist auch, wie das Verfahren nach der Beschuldigung der Mutter weitergeht, ob und wann es zu einem Prozess kommt und welche Rolle eine mögliche verheimlichte beziehungsweise verdrängte Schwangerschaft, von der französische Medien berichten, dabei spielt. Eine eigene Stellungnahme der Mutter oder ihrer Verteidigung liegt bislang nicht vor; auch die genaue weitere Rolle des freigelassenen Lebensgefährten im Verfahren ist offen.
Einordnung
Der Fall wurde zunächst in Österreich unter anderem von ORF, Der Standard, Die Presse, Kurier und Kleine Zeitung aufgegriffen, in Frankreich berichteten France Info und Euronews unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft von Carpentras. Zur formellen Beschuldigung der Mutter und Freilassung des Lebensgefährten Ende Juli/Anfang August 2026 liegen weitere übereinstimmende Berichte vor, unter anderem von France Info, dem Regionalmedium ici.fr (France 3/France Bleu Vaucluse), der belgischen La Libre sowie erneut Der Standard und Kleine Zeitung. Eine offizielle Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft wurde dabei nicht direkt eingesehen, sodass sich die Darstellung weiterhin auf Medienberichte stützt, die aus Justizkreisen zitieren. Weil zentrale Fragen zu Tathergang, Motiv und weiterem Verfahrensverlauf offen sind, ist mit zusätzlicher Berichterstattung zu rechnen.

