Die Google-Health-App, Nachfolgerin der alten Fitbit-Anwendung, synchronisiert Daten ab Version 5.05 erstmals auch in Richtung Apple Health – zuvor funktionierte der Abgleich nur umgekehrt. iPhone-Nutzer mit Fitbit-Trackern können damit Trainingsaufzeichnungen, Schlaf, Vitalwerte und Schritte direkt in Apples Gesundheits-App übernehmen, ohne wie bisher eine Drittanbieter-App zu benötigen. Aktivieren lässt sich die Funktion über die Einstellungen im Datenmanagement-Bereich der App.
Ausgenommen bleibt vorerst der HRV-Wert, der laut mehreren Berichten nicht übertragen wird. Zusätzlich bringt das Update Unterstützung für Smart Health Links, mit denen sich Gesundheitsdaten etwa mit Ärzten teilen lassen sollen – in Europa laut einem Bericht bislang aber kaum genutzt. Eingeordnet wird der Schritt als Fortsetzung der zuletzt engeren Datenportabilität zwischen Google und Apple.
Offen bleibt, wie lange die Übertragung historischer Daten tatsächlich dauert, ob der HRV-Wert nachgerüstet wird und welche Datenschutzfragen sich aus dem beidseitigen Austausch von Gesundheitsdaten ergeben – dazu liegt in den gesichteten Quellen keine unabhängige Bewertung vor.
Was passiert ist
Die Google-Health-App, die im Mai 2026 die alte Fitbit-Anwendung ersetzt hat, synchronisiert Nutzerdaten ab Version 5.05 erstmals auch in Richtung Apple Health. Bislang lief der Datenaustausch nur einseitig: Google Health konnte Informationen aus Apple Health lesen, aber keine eigenen Fitbit-Daten dorthin zurückschreiben. Wer Fitbit-Werte in Apples Gesundheits-App sehen wollte, war bislang auf Drittanbieter-Apps angewiesen. Mit dem seit Anfang August verfügbaren, kostenlosen Update entfällt dieser Umweg für iPhone-Nutzer mit Fitbit-Trackern.
Was die Quellen zeigen
Übereinstimmend berichten deutsche und internationale Fachmedien, dass sich mit Version 5.05 Trainingsaufzeichnungen, Schlaf, Vitalwerte und Schritte von Google Health nach Apple Health übertragen lassen. Aktivieren lässt sich die Funktion über die Einstellungen im Bereich Datenmanagement beziehungsweise Verbindungen; teilweise ist zusätzlich eine Freigabe im „Teilen“-Tab der Apple-Health-App nötig. Ausgenommen bleibt vorerst der HRV-Wert (Herzfrequenzvariabilität), der laut mehreren Berichten nicht übertragen wird. Ergänzend bringt das Update Unterstützung für sogenannte Smart Health Links, mit denen sich Gesundheitsdaten einfacher etwa mit Ärzten teilen lassen sollen – eine Funktion, die laut einem Bericht in Europa bislang kaum verbreitet ist.
Einordnung
Der Schritt reiht sich in eine allgemeine Annäherung zwischen Google und Apple bei der Datenportabilität ein, die zuletzt auch den Wechsel zwischen Android und iPhone erleichtert hat. Ein direkter beidseitiger Datenaustausch zwischen Fitbit und Apple Health war Nutzern nach Angaben eines Berichts schon vor über zehn Jahren ein Anliegen, wurde damals aber nicht umgesetzt. Dass die Funktion nun kommt, wird von den gesichteten Quellen als konsequente Fortsetzung dieser Entwicklung beschrieben, nicht als überraschender Kurswechsel.
Was unklar bleibt
Offen ist, wie lange die Übertragung historischer Fitbit-Daten in der Praxis tatsächlich dauert – hierzu liegen bislang nur einzelne Nutzerberichte vor, keine systematische Auswertung. Unklar bleibt auch, ob und wann der HRV-Wert nachgerüstet wird, und wie stark Smart Health Links in Europa künftig tatsächlich genutzt werden. Zu möglichen Datenschutzfragen rund um die neue, bidirektionale Übertragung von Gesundheitsdaten liegt in den gesichteten Quellen keine unabhängige Einschätzung vor.
