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Google hat drei neue Modelle seiner Gemini-Flash-Reihe vorgestellt: Gemini 3.6 Flash als Nachfolger des im Mai veröffentlichten 3.5 Flash, das schlankere Gemini 3.5 Flash-Lite sowie das auf IT-Sicherheit zugeschnittene Gemini 3.5 Flash Cyber. Laut Angaben, die sich auf den Benchmark-Anbieter Artificial Analysis stützen, verbraucht 3.6 Flash rund 17 Prozent weniger Output-Token als sein Vorgänger und kostet 1,50 US-Dollar pro Million Input- sowie 7,50 US-Dollar pro Million Output-Token. Flash-Lite ist auf hohen Durchsatz getrimmt (rund 350 Output-Token pro Sekunde) und günstiger, Flash Cyber soll Sicherheitslücken aufspüren und bleibt vorerst Regierungen und Partnern vorbehalten.

Auffällig ist, was fehlt: Das eigentlich erwartete Spitzenmodell Gemini 3.5 Pro wird laut einem Portal weiterhin nur mit Partnern getestet, während parallel das Pre-Training für Gemini 4 laufen soll. Der Standard formuliert vorsichtiger und spricht nur davon, eine Pro-Variante dürfte „in absehbarer Zeit“ folgen. Kritische Stimmen sehen Google dadurch gegenüber Konkurrenten wie OpenAI, Anthropic und Meta zurückfallen, was Google selbst zurückweist. Unabhängig bestätigte Benchmark-Werte oder ein konkretes Erscheinungsdatum für 3.5 Pro liegen bislang nicht vor.

Was passiert ist

Google hat drei neue Modelle seiner Gemini-Flash-Reihe vorgestellt: Gemini 3.6 Flash als Nachfolger des im Mai veröffentlichten 3.5 Flash, das schlankere Gemini 3.5 Flash-Lite sowie das auf IT-Sicherheitsaufgaben zugeschnittene Gemini 3.5 Flash Cyber. Die Ankündigung wird von zahlreichen internationalen und deutschsprachigen Medien übereinstimmend wiedergegeben, ein entsprechender Eintrag im offiziellen Google-Blog wurde über die Suche identifiziert. Das eigentlich mit Spannung erwartete Flaggschiff-Modell Gemini 3.5 Pro ist in der Ankündigung dagegen nicht enthalten.

Die drei neuen Modelle im Detail

Gemini 3.6 Flash wird als „Arbeitspferd“ positioniert: Laut Angaben, die sich auf den Benchmark-Anbieter Artificial Analysis stützen, verbraucht es rund 17 Prozent weniger Output-Token als der Vorgänger, in einzelnen Benchmarks wie DeepSWE soll die Einsparung sogar bis zu 65 Prozent betragen. Der Preis liegt bei 1,50 US-Dollar pro Million Input-Token und 7,50 US-Dollar pro Million Output-Token. Bei mehreren Benchmarks vermeldet Google gegenüber 3.5 Flash Zuwächse, etwa bei DeepSWE, MLE Bench und OSWorld-Verified.

Gemini 3.5 Flash-Lite ist auf niedrige Latenz und hohen Durchsatz getrimmt und soll laut Artificial Analysis rund 350 Output-Token pro Sekunde liefern, bei einem Preis von 0,30 US-Dollar pro Million Input-Token und 2,50 US-Dollar pro Million Output-Token. Gemini 3.5 Flash Cyber wiederum soll die Fähigkeiten der Flash-Reihe gezielt für das Auffinden und Beheben von IT-Sicherheitslücken nutzen. Wegen möglicher Missbrauchsrisiken soll der Zugang vorerst auf Regierungen und ausgewählte Partner beschränkt bleiben – dieses Detail stammt bislang aus einer einzelnen Quelle.

Das fehlende Flaggschiff

Auffällig ist, was in der Ankündigung fehlt: Gemini 3.5 Pro, das eigentlich erwartete Spitzenmodell, wird nach Angaben eines Portals weiterhin nur mit Partnern getestet und soll erscheinen, „sobald es bereit sei“. Parallel dazu soll bereits das Pre-Training für Gemini 4 laufen, das Google intern als bislang „ehrgeizigsten Trainingslauf“ des Unternehmens bezeichnet. Der Standard formuliert an dieser Stelle vorsichtiger und spricht davon, dass eine Pro-Variante „in absehbarer Zeit“ folgen dürfte – ohne den Begriff Verzögerung zu verwenden. Diese unterschiedliche Einordnung derselben Sachlage bleibt in der aktuellen Quellenlage ungeklärt.

Einordnung

In der Berichterstattung dominiert erkennbar Googles eigene Darstellung der drei neuen Modelle als Effizienz- und Preis-Leistungs-Optimierung. Eine kritischere Einordnung liefert bislang vor allem ein Portal, das argumentiert, Google verliere durch das Fehlen eines neuen Spitzenmodells den Anschluss an Konkurrenten wie OpenAI, Anthropic und Meta. Ein Mitarbeiter von Google wird dort mit der Gegenposition zitiert, das Ziel sei explizit gewesen, das Modell effizienter und günstiger statt leistungsstärker zu machen. Der Vorstoß reiht sich in eine Phase aggressiver Preisgestaltung bei KI-Modellen ein: Erst kürzlich hatte, wie berichtet, auch Meta mit seiner Muse-Spark-API auf einen ähnlichen Kostenwettbewerb gesetzt. Eine unabhängige, von Google losgelöste Bestätigung der genannten Benchmark-Werte liegt derzeit nicht vor.

Was unklar bleibt

Offen ist vor allem, wann Gemini 3.5 Pro tatsächlich erscheint und was genau die Verzögerung verursacht. Auch die konkreten Zugangsregeln für das Cyber-Modell – etwa welche Regierungen oder Partner bereits eingebunden sind – sind aus der vorliegenden Quellenlage nicht im Detail ersichtlich. Wie weit das Pre-Training von Gemini 4 tatsächlich fortgeschritten ist und wann mit einer Veröffentlichung zu rechnen wäre, lässt sich anhand der bisherigen Berichte ebenfalls nicht beurteilen. Schließlich bleibt unklar, wie belastbar die von Google selbst vermittelten Benchmark-Zahlen im Vergleich zu unabhängigen Tests sind.