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Google testet laut einem Bericht von TechCrunch in Indien eine neue Funktion, mit der ausgewählte Nutzerinnen und Nutzer Produkte des Walmart-Handelspartners Flipkart direkt aus Gemini und Googles KI-Suchmodus AI Mode heraus kaufen können. Ein „Kaufen“-Button führt dabei ohne App-Wechsel in einen Flipkart-eigenen Checkout. Der Test ist bislang eng begrenzt auf wenige Nutzer:innen und Produktkategorien wie Smartphones, Elektronik und Mobilzubehör; andere Händler wie Amazon zeigen in Gemini weiterhin keine direkte Kaufoption.

Einer mit der Sache vertrauten Person zufolge plant Google einen breiteren Rollout noch im Oktober 2026, rechtzeitig vor Indiens umsatzstarker Festival-Shopping-Saison. Ein Google-Sprecher bestätigte den konkreten Test gegenüber TechCrunch nicht, sondern verwies allgemein auf laufende Produkttests. Der Vorstoß passt zu Googles bereits vorgestelltem Universal Commerce Protocol für KI-gestützte Käufe und zur 2024 erfolgten 350-Millionen-Dollar-Beteiligung des Konzerns an Flipkart.

Offen bleibt, ob Google den Test offiziell bestätigt, welche Technik dem Flipkart-Checkout zugrunde liegt und wie eine breitere Nutzung ausfallen könnte. Der Bericht stützt sich bislang auf eine einzelne Quelle ohne unabhängige Zweitbestätigung.

Was passiert ist

Google erprobt laut einem Bericht von TechCrunch in Indien eine neue Funktion, mit der ausgewählte Nutzerinnen und Nutzer Produkte des Online-Händlers Flipkart direkt aus der KI-Anwendung Gemini und aus Googles KI-Suchmodus „AI Mode“ heraus kaufen können. Bei manchen Produktlistungen erscheint demnach ein „Kaufen“-Button, der ohne Wechsel der App direkt in einen Flipkart-Checkout führt. TechCrunch berichtet, die Funktion selbst gesehen zu haben, und beruft sich ergänzend auf mit der Sache vertraute Personen. Flipkart gehört mehrheitlich dem US-Handelskonzern Walmart.

Was die Quellen zeigen

Laut dem Bericht ist der Test bislang eng begrenzt: Nur ein Teil der Nutzer:innen sieht den Kaufbutton, und das auch nur bei einer kleinen Auswahl an Produkten – darunter Smartphones, Elektronikartikel und Mobilzubehör. Andere Nutzer:innen sowie andere Händler wie Amazon erscheinen in Gemini und AI Mode weiterhin nur als reguläre Produktlistung ohne direkte Kaufoption. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte TechCrunch, Google plane einen breiteren Rollout noch im Oktober 2026 – rechtzeitig vor Indiens umsatzstarker Festival-Shopping-Saison, in der Flipkart und Amazon traditionell besonders intensiv um Kundschaft konkurrieren. Ein Google-Sprecher bestätigte auf Anfrage von TechCrunch weder den Test noch die genannten Details, sondern verwies allgemein darauf, dass das Unternehmen laufend neue Funktionen teste, um Menschen beim Entdecken von und Verbinden mit Unternehmen zu helfen.

Einordnung

Der Test reiht sich in eine breitere Strategie ein, mit der Google seine KI-Werkzeuge von der reinen Produktsuche zu tatsächlichen Kaufabschlüssen ausbaut. Bereits zuvor hatte Google mit dem Universal Commerce Protocol (UCP) einen offenen Standard vorgestellt, der KI-Agenten die Interaktion mit Händlern bis zum Checkout ermöglichen soll – inklusive einer von Google selbst gehosteten Kaufabwicklung. Der bei Flipkart beobachtete Ablauf mit einem Flipkart-eigenen Checkout wirkt laut TechCrunch jedoch anders als diese Google-gehostete Variante; welche Technik dem Test konkret zugrunde liegt, ist unklar. Google hatte Anfang September nach eigener Aussage bereits mitgeteilt, dass Flipkart zu den Handelspartnern für „agentische“ Einkaufserlebnisse in Indien zählt, ohne den jetzt bekannt gewordenen Test damals im Detail zu nennen. Auch finanziell ist Google mit Flipkart verbunden: 2024 beteiligte sich der Konzern mit rund 350 Millionen US-Dollar an einer von Walmart angeführten Finanzierungsrunde und hält seither eine Minderheitsbeteiligung. Der Vorstoß fällt zudem in eine Phase, in der Google parallel weitere KI-Agentenfunktionen testet: Mit „Call for Me“ lässt das Unternehmen Gemini in einem separaten, ebenfalls stark eingegrenzten Test bereits im Auftrag von Nutzer:innen bei Unternehmen anrufen – vorerst nur für Besitzer:innen eines Pixel 11 mit bezahltem Gemini-Abo in den USA. Konkurrenten wie OpenAI arbeiten Berichten zufolge an vergleichbaren Kauffunktionen für ihre KI-Produkte.

Was unklar bleibt

Offen ist, ob Google den Flipkart-Test und den genannten Rollout-Termin offiziell bestätigt, welche Technik dem Flipkart-Checkout konkret zugrunde liegt und wie viele Nutzer:innen aktuell Zugang haben. Auch zu ersten Nutzungszahlen oder einer möglichen Reaktion von Flipkart und Konkurrenten wie Amazon liegen keine Angaben vor. Der vorliegende Bericht stützt sich maßgeblich auf nicht namentlich genannte, mit der Sache vertraute Personen sowie auf die eigene Beobachtung der Autoren; eine zweite unabhängige Quelle oder eine Bestätigung durch Google oder Flipkart selbst fehlt bislang.