Textlänge

Google führt in Gemini und dem KI-Videotool Flow eine neue Einstellung namens „Media Watermark“ ein, mit der sich das sichtbare „Sparkle“-Wasserzeichen auf Bildern, Videos und Musikstücken ausschalten lässt, die mit den Modellen Nano Banana, Omni und Lyria erzeugt wurden. Der Rollout beginnt laut dem offiziellen Gemini-Account in den kommenden Tagen; die Option findet sich unter Einstellungen > Media Watermark und soll später auch in der Google-Suche verfügbar sein – nicht jedoch in Ländern mit gesetzlicher Kennzeichnungspflicht, die Google nicht näher benennt.

Unabhängig von dieser Einstellung bleiben unsichtbare SynthID-Wasserzeichen und C2PA-Metadaten erhalten, wie Google-Manager Josh Woodward gegenüber The Verge und TechCrunch betonte. Parallel hat Google die quelloffene Bibliothek Credentio veröffentlicht, mit der sich C2PA-Kennzeichnungen lokal prüfen lassen.

Die Ankündigung fällt in dieselbe Woche, in der Google vermeldet, Gemini habe die Marke von einer Milliarde monatlich aktiven Nutzern überschritten. Offen bleiben die betroffenen Länder, der genaue Rollout-Zeitplan sowie unabhängige Einschätzungen zu möglichen Desinformationsrisiken.

Was passiert ist

Google erweitert Gemini und das KI-Videotool Flow um eine neue Einstellung namens „Media Watermark“. Nutzer können damit das sichtbare, meist rechts unten platzierte „Sparkle“-Symbol auf Bildern, Videos und Musikstücken abschalten, die mit den hauseigenen Modellen Nano Banana, Omni und Lyria erzeugt wurden. Die Ankündigung über den offiziellen Account @GeminiApp beschreibt den Rollout als schrittweise Einführung in den kommenden Tagen; die Option findet sich künftig unter Einstellungen > Media Watermark. Auch für die Google-Suche ist die Funktion laut Unternehmen geplant – allerdings nicht in Ländern, in denen sichtbare Kennzeichnungen gesetzlich vorgeschrieben sind. Welche Länder das konkret betrifft, benennt Google bislang nicht.

Was die Quellen zeigen

The Verge und TechCrunch berichteten unabhängig voneinander am 14. August 2026 über die Ankündigung und zitieren übereinstimmend Josh Woodward, Vice President für Google Labs, Gemini und AI Studio: Man wolle einen Ausgleich zwischen kreativer Kontrolle und Sicherheit schaffen. Auch wenn das sichtbare Wasserzeichen optional werde, blieben die unsichtbaren SynthID-Marker und die C2PA-Metadaten im Hintergrund erhalten – Nutzer könnten über Gemini oder die Google-Suche weiterhin abfragen, ob ein Inhalt KI-generiert wurde. Der offizielle Gemini-Account bestätigte diese Kernaussagen in einem eigenen Beitrag auf X. Parallel zur Ankündigung hat Google laut TechCrunch und dem eigenen Entwicklerblog die quelloffene C++-Bibliothek Credentio veröffentlicht, mit der sich C2PA-Content-Credentials lokal und ohne Cloud-Abgleich prüfen lassen – nach Unternehmensangaben bereits in rund 40 eigenen Produkten im Einsatz.

Einordnung

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Anbieter von KI-Bild- und Videogeneratoren die Wasserzeichen-Frage unterschiedlich handhaben: Laut den Berichten verzichten OpenAI und Meta bereits auf sichtbare Marker und setzen stattdessen auf unsichtbare Kennzeichnungen beziehungsweise Metas „Content Seal“-Standard, während Anthropic erst kürzlich unsichtbare Wasserzeichen für Text- und Bildausgaben von Claude eingeführt hat. Die Änderung fällt zudem in dieselbe Woche, in der Google vermeldet, dass Gemini die Marke von einer Milliarde monatlich aktiven Nutzern überschritten hat – ein nach mehreren Medienberichten bislang beispiellos schnelles Wachstum für ein Google-Produkt. Ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen beiden Ankündigungen lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht belegen, beide unterstreichen aber, welches Gewicht Google der KI-Mediengenerierung derzeit beimisst.

Was unklar bleibt

Offen bleibt, welche Länder konkret von der Deaktivierungsoption ausgenommen sind, weil dort sichtbare Kennzeichnungen gesetzlich vorgeschrieben sind – ein Hinweis, der auf regulatorische Rahmen für KI-generierte Inhalte hindeuten könnte, ohne dass Google das in den vorliegenden Quellen näher ausführt. Ebenso unklar ist der genaue Zeitplan für den vollständigen Rollout in Gemini, Flow und der Google-Suche. Unabhängige Einschätzungen von Regulierungsbehörden oder Fachleuten zu möglichen Risiken der Änderung – etwa für die Erkennung von Deepfakes, worauf The Verge in einem verlinkten Hintergrundbeitrag hinweist – liegen bislang nicht vor.