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Die irische Datenschutzkommission DPC hat gegen Google Geldbußen von insgesamt 403 Millionen Euro verhängt. Grundlage ist eine Untersuchung zur Verarbeitung von Standortdaten über die Funktionen „Web & App Activity“, „Location History“ und „Location Accuracy“ im Zeitraum von Mai 2018 bis Februar 2020. Die Behörde wirft Google Verstöße gegen Rechtmäßigkeit, Transparenz, Rechenschaftspflicht und Speicherbegrenzung vor und ordnete an, dass der Konzern seine Datenverarbeitung binnen sechs Monaten anpassen muss.

Mehrere Medien berichteten am 21. September 2026 übereinstimmend über die Entscheidung, wobei einzelne Portale den Betrag auf „400 Millionen Euro“ rundeten, während die genaue, von der Behörde selbst genannte Summe 403 Millionen Euro beträgt. Ein Google-Sprecher wird mit dem knappen Hinweis zitiert, frühere Praktiken seien inzwischen aktualisiert worden.

Offen bleibt, ob und wie Google gegen die Entscheidung vorgeht und welche konkreten Änderungen der Konzern innerhalb der gesetzten Frist umsetzen muss. Die DPC ist eine der zentralen EU-Aufsichtsbehörden für große US-Techkonzerne und hat in den vergangenen Jahren wiederholt hohe Bußgelder verhängt.

Was passiert ist

Die irische Datenschutzkommission DPC hat gegen Google Geldbußen von insgesamt 403 Millionen Euro verhängt. Grundlage ist eine mehrjährige Untersuchung zur Verarbeitung von Standortdaten über die Google-Funktionen „Web & App Activity“, „Location History“ und „Location Accuracy“. Der von der Behörde geprüfte Zeitraum reicht vom 25. Mai 2018, dem Tag des Wirksamwerdens der DSGVO, bis zum 4. Februar 2020. Die DPC ordnete zugleich an, dass Google die betroffene Datenverarbeitung innerhalb von sechs Monaten an die Vorgaben der Verordnung anpassen muss.

Was die Quellen zeigen

Kleine Zeitung, Golem, Der Standard und heise online berichteten am 21. September 2026 nahezu gleichzeitig über die Entscheidung. Während Kleine Zeitung und Golem den Betrag auf „400 Millionen Euro“ rundeten, nennen Der Standard und heise online die von der DPC selbst kommunizierte genaue Summe von 403 Millionen Euro. Diese Zahl deckt sich mit der offiziellen Mitteilung der Behörde. Ein Google-Sprecher wird mit dem Hinweis zitiert, frühere Praktiken seien inzwischen aktualisiert worden – eine ausführlichere Stellungnahme des Konzerns liegt bislang nicht vor.

Was unklar bleibt

Offen ist, ob Google gegen die Entscheidung rechtlich vorgeht, wie eine solche Anfechtung aussehen könnte und welche konkreten technischen oder organisatorischen Schritte der Konzern innerhalb der gesetzten sechs Monate umsetzen muss. Auch die genaue Rolle der ursprünglichen Beschwerden europäischer Verbraucherschutzorganisationen, die das Verfahren mitangestoßen hatten, ist aus den vorliegenden Quellen nicht im Detail nachvollziehbar.

Einordnung

Die DPC ist als Sitzbehörde für Googles europäischen Hauptsitz die zuständige Aufsichtsbehörde für einen Großteil der Datenschutzverfahren gegen US-Techkonzerne in der EU und hat in den vergangenen Jahren wiederholt hohe Bußgelder gegen Meta, Google und andere Anbieter verhängt. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Datenschutzfragen rund um große Plattformen ohnehin im Fokus stehen: Am selben Tag wurde laut eigener Berichterstattung von Neue Nachrichten auch über einen EU-Entwurf diskutiert, der Unternehmen im KI-Bereich unter bestimmten Bedingungen die Nutzung bereits gesammelter personenbezogener Daten ohne Einwilligung erlauben könnte. Ein direkter rechtlicher Zusammenhang zwischen beiden Vorgängen besteht nach vorliegenden Quellen nicht, beide zeigen aber die aktuelle Reibung zwischen Datenschutzrecht und der Datenverarbeitung großer Digitalkonzerne.