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Ein achtjähriger Bub hat am Freitag in Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan beim Schwammerlsuchen eine Munitionskiste ausgegraben und zu seinem 41-jährigen Vater gebracht, der mit ihm unterwegs war. Der Vater nahm die Kiste mit nach Hause und rief erst von dort die Polizei, die darin sechs Granaten vorfand.

Der Entminungsdienst des österreichischen Bundesheeres stufte die Granaten als in sehr schlechtem und gefährlichem Zustand ein. Wegen der hohen Gefahr wurde das umliegende Gebiet evakuiert, die Kiste anschließend auf ein nahe gelegenes Feld gebracht und dort in der Nacht gegen 1:45 Uhr kontrolliert gesprengt. Die Polizei appellierte erneut, gefundenes Kriegsmaterial nicht selbst anzugreifen oder zu transportieren.

Der Vorfall wird von mehreren unabhängigen österreichischen Medien übereinstimmend berichtet, basierend auf einer Polizeimitteilung. Offen bleiben Herkunft und Alter der Granaten sowie genauer Umfang und Dauer der Evakuierung.

Was passiert ist

Ein achtjähriger Bub hat am Freitag in Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan beim Schwammerlsuchen eine Munitionskiste ausgegraben. Er trug den Fund zu seinem 41-jährigen Vater, der ihn auf dem Ausflug begleitete. Der Vater nahm die Kiste zunächst mit nach Hause und rief erst von dort die Polizei. Die eintreffenden Beamten fanden darin sechs Granaten.

Reaktion von Polizei und Bundesheer

Der daraufhin verständigte Entminungsdienst des österreichischen Bundesheeres stellte fest, dass sich die Granaten in einem sehr schlechten und gefährlichen Zustand befanden. Wegen der hohen Gefahr wurde das umliegende Gebiet evakuiert. Die Kiste wurde anschließend auf ein nahe gelegenes Feld gebracht und dort in der Nacht gegen 1:45 Uhr kontrolliert gesprengt. Die Polizei nutzte den Fall zugleich für einen Sicherheitsappell: Wer Kriegsmaterial entdeckt, solle es nicht selbst anfassen oder an einen anderen Ort bringen, sondern die Behörden verständigen.

Was die Quellen zeigen

Der Vorfall wurde von mehreren voneinander unabhängigen österreichischen Medien berichtet, darunter ORF Kärnten, Der Standard, Die Presse und die Kleine Zeitung. Alle Darstellungen stimmen in den zentralen Punkten – Ort, Alter des Buben, Zahl der Granaten, Evakuierung, Sprengung – überein und gehen erkennbar auf dieselbe Polizeimitteilung zurück. Eine eigenständige, im Volltext eingesehene Original-Mitteilung der Polizei oder des Bundesheeres liegt der Berichterstattung von „Neue Nachrichten“ nicht vor.

Was unklar bleibt

Aus den vorliegenden Quellen geht nicht hervor, woher die Granaten stammen und aus welcher Zeit sie datieren, auch wenn ein Zusammenhang mit Kriegsmaterial aus vergangenen Konflikten naheliegt. Ebenso wenig ist bekannt, wie groß das evakuierte Gebiet war und wie lange die Evakuierung dauerte, oder ob es sich um einen in der Region häufiger vorkommenden Munitionsfund handelt.

Einordnung

Funde von Munition und Sprengkörpern aus früheren Kriegen kommen in Österreich immer wieder vor und werden von den Entminungsdiensten des Bundesheeres routinemäßig entschärft oder gesprengt. Der wiederholte Appell der Polizei, solche Funde nicht selbst zu berühren oder zu bewegen, unterstreicht, dass von altem Kriegsmaterial auch Jahrzehnte nach seiner Herstellung eine ernstzunehmende Gefahr ausgehen kann.