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Österreich ist im aktuellen Klimaticket-Ranking der Umweltorganisation Greenpeace von Platz drei im Jahr 2023 auf Platz vier zurückgefallen. Das Ranking vergleicht die Erschwinglichkeit öffentlicher Verkehrsmittel in rund 30 europäischen Ländern und Hauptstädten. Laut einer Aussendung der Organisation liegt der Rückfall vor allem an den stark gestiegenen Fahrpreisen: Klimaticket und Tickets der Wiener Linien haben sich seit der letzten Erhebung um mehr als 25 Prozent verteuert.

Bewertet wurden Verfügbarkeit, Preis, Mehrwertsteuer und Ermäßigungen. Nach diesen Kriterien liegen nun Luxemburg, Malta und Slowenien vor Österreich. Greenpeace-Experte Marc Dengler kritisiert, die Bundesregierung habe zwar mit einer Spritpreisbremse auf die Energiekrise reagiert, eine vergleichbare Bremse für Öffi-Preise fehle aber. Mehrere österreichische Medien berichteten übereinstimmend über das Ranking.

Offen bleibt, wie die vollständige Rangliste aller Länder aussieht und mit welcher genauen Methodik gewichtet wurde. Eine Stellungnahme von Verkehrsministerium, ÖBB oder Wiener Linien zur kritisierten Preisentwicklung liegt bislang nicht vor.

Was passiert ist

Österreich ist im aktuellen Klimaticket-Ranking der Umweltorganisation Greenpeace von Platz drei im Jahr 2023 auf den vierten Rang zurückgefallen. Das Ranking vergleicht die Erschwinglichkeit öffentlicher Verkehrsmittel in rund 30 europäischen Ländern und deren Hauptstädten. Laut einer Aussendung der Organisation sind vor allem die stark gestiegenen Fahrpreise für Bus und Bahn für den Rückfall verantwortlich: Klimaticket und Tickets der Wiener Linien haben sich seit der letzten Erhebung um mehr als 25 Prozent verteuert.

Was die Quellen zeigen

Für das Ranking bewertete Greenpeace nach eigenen Angaben Kriterien wie die Verfügbarkeit von Tickets, deren Preis, die Mehrwertsteuer sowie vorhandene Ermäßigungen für einkommensschwache Gruppen. Nach dieser Bewertung liegen nun Luxemburg, Malta und Slowenien vor Österreich. Marc Dengler, Klima- und Energieexperte von Greenpeace Österreich, wird mit der Kritik zitiert, in kaum einem anderen europäischen Land seien die Ticketpreise für Bus und Bahn so stark gestiegen wie in Österreich. Er verweist darauf, dass die Bundesregierung auf die Energiekrise bereits mit einer Spritpreisbremse reagiert habe, eine vergleichbare „Bremse für Öffi-Preise“ aber fehle. Mehrere österreichische Medien – ORF, DER STANDARD, Die Presse, Kurier und Kleine Zeitung – berichteten am 16. September 2026 übereinstimmend über das Ranking und die Rückstufung.

Was unklar bleibt

Aus den vorliegenden Berichten geht nicht hervor, wie die vollständige Rangliste aller verglichenen Länder aussieht und mit welchem genauen Punktesystem die einzelnen Kriterien gewichtet wurden. Auch eine direkt zugängliche Fassung der Greenpeace-Pressemitteilung oder des zugrunde liegenden Berichts liegt nicht vor. Eine Stellungnahme des Verkehrsministeriums, der ÖBB oder der Wiener Linien zur kritisierten Preisentwicklung fehlt in der bisherigen Berichterstattung ebenfalls.

Einordnung

Das Klimaticket war 2021 eingeführt worden und hatte Österreich 2023 noch einen Platz unter den Top drei des Greenpeace-Rankings eingebracht. Der jetzige Rückfall auf Platz vier trotz weiterhin bestehendem Klimaticket zeigt laut den vorliegenden Quellen vor allem eines: Die relative Erschwinglichkeit hat sich verschlechtert, weil die Preise schneller gestiegen sind als in den meisten anderen verglichenen Ländern. Die von Greenpeace gezogene Parallele zur Spritpreisbremse zielt auf eine politische Debatte über gleiche Entlastung für Autofahrer und Öffi-Nutzerinnen und -Nutzer – wie die Bundesregierung darauf reagiert, ist derzeit nicht bekannt.