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Ein Video sorgt für Aufregung, das eine Auseinandersetzung zwischen einem Bergführer und einem polnischen Alpinisten am Mürztalersteig beim Großglockner zeigt. Bei einem Überholmanöver auf rund 3.000 Metern Höhe reagierte der Bergführer laut mehreren Berichten unwirsch und beleidigend auf die Bitte des Alpinisten zu warten, ehe die Situation kurz körperlich wurde. Der mit einer Helmkamera gefilmte Clip verbreitete sich zunächst auf Instagram und wurde danach von mehreren Medien aufgegriffen.

Der Kalser Bergführerverein, der dem aus Salzburg stammenden Bergführer die Tour vermittelt hatte, beendete die Zusammenarbeit mit ihm und sprach von „inakzeptablem Verhalten“. Der Österreichische Berg- und Skiführerverband distanzierte sich laut Präsident Walter Zörer von dem gezeigten Auftreten, prüft den Fall und schließt disziplinarrechtliche Schritte nicht aus. Die Polizei Matrei in Osttirol nahm nach einer Anzeige Ermittlungen wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit auf.

Offen bleibt vor allem, wie der betroffene Bergführer selbst den Vorfall schildert – eine eigene Stellungnahme von ihm liegt bislang nicht vor. Auch der genaue Zeitpunkt des Vorfalls sowie einzelne Detailangaben wie die Reichweite des Videos sind nur einfach belegt.

Was passiert ist

Ein Video sorgt für Aufregung, das eine Auseinandersetzung zwischen einem Bergführer und einem polnischen Alpinisten am Mürztalersteig beim Großglockner in Osttirol zeigt. Aufgenommen mit einer Helmkamera, hielt der Alpinist eine Situation beim Abstieg fest: Ein Bergführer wollte mit seiner Seilschaft ihn und seine Frau an einer schmalen Stelle auf rund 3.000 Metern Höhe überholen. Als der Alpinist bat, kurz zu warten, reagierte der Bergführer laut mehreren Berichten unwirsch und beleidigend, ehe die Situation kurz körperlich wurde. Der Bergführer setzte danach zügig seinen Abstieg fort. Das Video ging zunächst auf Instagram viral, ehe es laut Kurier zuerst von der Kronen Zeitung aufgegriffen wurde und in der Folge auch von DER STANDARD, Kurier, Kleine Zeitung und ORF Tirol berichtet wurde.

Reaktionen von Verein und Verband

Der Kalser Bergführerverein, der dem aus Salzburg stammenden Bergführer den Auftrag für die Tour vermittelt hatte, beendete nach Bekanntwerden des Videos die Zusammenarbeit mit dem Mann. Der Verein sprach von „inakzeptablem Verhalten“ und stellte laut ORF Tirol klar, dass der Bergführer selbst kein Mitglied des Vereins war, die Tour aber über dessen Büro organisiert worden war. Auch der Österreichische Berg- und Skiführerverband positionierte sich: Verbandspräsident Walter Zörer erklärte laut ORF Tirol, die im Video gezeigten Szenen entsprächen nicht dem Verhalten, das man von Mitgliedern erwarte, und distanzierte sich ausdrücklich von Auftreten und Kommunikation des Bergführers. Der Verband kündigte eine genaue Prüfung des Falls an; disziplinarrechtliche Maßnahmen seien möglich. Zugleich wies der Verband darauf hin, dass das Überholen langsamerer Seilschaften durch schnellere Gruppen grundsätzlich übliche Praxis sei – es müsse aber in gegenseitiger Abstimmung und unter Einhaltung der Sicherheitsstandards erfolgen.

Ermittlungen der Polizei

Die Polizeiinspektion Matrei in Osttirol nahm nach einer Anzeige Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit auf. Der stellvertretende Postenkommandant bestätigte dies laut Kurier gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Zum aktuellen Stand oder möglichen weiteren Schritten der Ermittlungen liegen aus den vorliegenden Quellen keine näheren Angaben vor.

Was unklar bleibt

Eine eigene Stellungnahme oder Version des betroffenen Bergführers liegt in keiner der gesichteten Quellen vor, ebenso wenig Angaben zu seiner Identität. Auch der genaue Auslöser der Situation unmittelbar vor der Kameraaufnahme ist offen. Bei der zeitlichen Einordnung gibt es kleinere Widersprüche zwischen den Berichten: Während von einem Vorfall „am vergangenen Wochenende“ beziehungsweise „vergangene Woche“ die Rede ist, deuten andere Recherchen auf ein Datum rund um den 22. August 2026 hin. Ein übereinstimmend bestätigtes genaues Datum lässt sich daraus nicht ableiten. Auch die vom Kurier genannte Likezahl von über 31.000 innerhalb von 24 Stunden ist bislang nur einfach belegt.