In Hainburg an der Donau (Bezirk Bruck an der Leitha) ist das Trinkwasser verunreinigt. Bei Untersuchungen wurden Coliforme Bakterien und intestinale Enterokokken nachgewiesen, teilte die Stadtgemeinde am Montag mit. Das Wasser entspricht damit derzeit nicht den mikrobiologischen Anforderungen an Trinkwasser. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, es vor dem Trinken und vor der Verwendung im Haushalt mindestens drei Minuten lang sprudelnd abzukochen.
Als Sofortmaßnahme ließ die Gemeinde eine Schutzchlorung des Leitungsnetzes durchführen. An einer dauerhaften Behebung werde laut Mitteilung mit Hochdruck gearbeitet. ORF Niederösterreich, DER STANDARD und der Kurier berichten übereinstimmend darüber, DER STANDARD unter Bezug auf eine APA-Meldung. Laut AGES dürfen Enterokokken in Trinkwasser gar nicht nachweisbar sein; ihr Auftreten deutet auf eine mögliche fäkale Verunreinigung hin und macht eine Desinfektion erforderlich.
Zur Ursache der Verunreinigung, zur Dauer der Maßnahmen und zum zuständigen Wasserversorger liegen bislang keine Angaben vor. Auch eine direkte Stellungnahme des Bürgermeisters wurde nicht separat wiedergegeben.
Was passiert ist
In Hainburg an der Donau im Bezirk Bruck an der Leitha ist das Trinkwasser verunreinigt. Bei Untersuchungen wurden Coliforme Bakterien und intestinale Enterokokken in den Wasserproben nachgewiesen, wie die Stadtgemeinde am Montag mitteilte. Das Leitungswasser entspricht damit derzeit nicht den mikrobiologischen Anforderungen an Trinkwasser. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, das Wasser vor dem Trinken und vor der Verwendung im Haushalt mindestens drei Minuten lang sprudelnd abzukochen, bis ein hygienisch einwandfreies Gutachten vorliegt.
Als Sofortmaßnahme ließ die Gemeinde eine Schutzchlorung des Leitungsnetzes durchführen. An einer dauerhaften Behebung des Problems werde laut Mitteilung “mit Hochdruck” gearbeitet.
Was die Quellen zeigen
ORF Niederösterreich, DER STANDARD und der Kurier berichten übereinstimmend über die Mitteilung der Stadtgemeinde; DER STANDARD kennzeichnet seinen Bericht zusätzlich als APA-Meldung vom 14. September 2026. Für Trinkwasser gilt laut der Agentur für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (AGES) ein Grenzwert von null Enterokokken je 100 Milliliter Wasser – sie dürfen also nicht nachweisbar sein. Werden sie dennoch festgestellt, ist laut AGES eine Desinfektion des Wassers mit zugelassenen Mitteln wie Chlor, Chlordioxid oder Hypochloritlauge durch den Wasserversorger erforderlich. Genau das hat die Gemeinde mit der Schutzchlorung nun eingeleitet.
Was unklar bleibt
Zur Ursache der Verunreinigung äußern sich die vorliegenden Quellen nicht. Ebenso offen ist, wie lange Chlorung und Abkochgebot voraussichtlich andauern werden, wann genau die Verunreinigung entdeckt wurde und wer als Wasserversorger für die betroffenen Leitungen zuständig ist. Eine direkte, namentliche Stellungnahme des Bürgermeisters liegt nicht vor, seine Angaben werden nur indirekt über die Mitteilung der Stadtgemeinde wiedergegeben. Auch zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen bei Betroffenen gibt es bislang keine Berichte.
Einordnung
Enterokokken und coliforme Bakterien werden bei Trinkwasser, Badebeckenwasser und Badegewässern routinemäßig als Hygieneindikatoren untersucht. Ihr Nachweis zeigt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine fäkale Verunreinigung an, was theoretisch auch das Vorhandensein krankheitserregender Bakterien, Viren oder Parasiten möglich macht. Das bedeutet nicht automatisch, dass im konkreten Fall in Hainburg solche Erreger tatsächlich nachgewiesen wurden – die Quellen berichten dazu nichts. Das Abkochgebot gilt als Standardmaßnahme, um genau dieses Risiko vorsorglich auszuschließen, bis ein neuerliches Gutachten die Trinkwasserqualität bestätigt.

