In der Wiener Innenstadt ist am Sonntagabend, dem 20. September 2026, ein Haus in der Färbergasse teilweise eingestürzt. Gegen 22.30 Uhr brachen in drei Geschoßen die Decken ein, eine 57-jährige Frau stürzte aus dem dritten Stock ab und wurde schwer verletzt. Sie landete im Trümmerkegel, wurde teilweise verschüttet und musste nach einem mehrstündigen Einsatz aus dem Schutt befreit werden. Laut ORF erlitten außerdem ein 60-jähriger Mann und eine 88-jährige Frau leichte Verletzungen; aus vorsorglich evakuierten Nachbarhäusern wurden 14 weitere Personen ins Freie gebracht.
Eine 85-jährige Bewohnerin des Hauses galt zunächst als vermisst, weil sie sich weder unter den Evakuierten befand noch an ihrem Nebenwohnsitz angetroffen wurde. In der Nacht auf Mittwoch barg die Berufsfeuerwehr die Frau nach stundenlangen Sucharbeiten tot aus den Trümmern; laut ORF hatten zuvor Polizeidiensthunde die ungefähre Fundstelle angezeigt. Der Tod der Frau wird von mehreren unabhängigen Medien übereinstimmend berichtet, eine Obduktion wurde laut Die Presse angeordnet, ihr Ergebnis liegt noch nicht vor.
Die Baupolizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung. Im Haus liefen seit 31. August Bauarbeiten für einen zuvor bewilligten Dachgeschoßausbau. Polizeisprecher Markus Dittrich bestätigte am 24. September, die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Der Hauseigentümer, eine Immobilienfirma, erklärte gegenüber Die Presse, die Bauarbeiten seien planmäßig bewilligt und die Pläne durch einen Ziviltechniker freigegeben worden – eine bislang nicht unabhängig überprüfte Eigendarstellung. Offen bleiben die genaue Unglücksursache, das Obduktionsergebnis und der aktuelle Gesundheitszustand der schwer verletzten Frau.
Was passiert ist
In der Wiener Innenstadt ist am Sonntagabend, dem 20. September 2026, ein Haus in der Färbergasse teilweise eingestürzt. Gegen 22.30 Uhr brachen in drei Geschoßen die Decken ein. Eine 57-jährige Frau wurde dabei schwer verletzt, als sie aus dem dritten Stock in die Tiefe stürzte. Sie landete im Trümmerkegel des einstürzenden Gebäudeteils, wurde teilweise verschüttet und war für die Einsatzkräfte zunächst nicht erreichbar. Laut ORF erlitten außerdem ein 60-jähriger Mann und eine 88-jährige Frau leichte Verletzungen. Feuerwehr, Rettung und Polizei standen die gesamte Nacht im Großeinsatz.
Die Rettung aus dem Trümmerkegel
Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Martin Hofbauer mussten sich Einsatzkräfte aus dem dritten Stock abseilen, um zur eingeschlossenen Frau zu gelangen. Der Schutt wurde unter schwierigen Bedingungen vorsichtig weggeräumt und angehoben; laut Hofbauer dauerte es mehrere Stunden, die Frau zu befreien. Auch Daniel Melcher, Sprecher der Wiener Berufsrettung, bestätigte den langwierigen Bergungseinsatz. Laut Der Standard war der Einsatz im einsturzgefährdeten Gebäude für die Kräfte selbst fordernd, teilweise habe eine Gefährdung der Einsatzkräfte bestanden. Zwei weitere Personen wurden laut ORF-Bericht aus dem Haus geborgen: Ein Mann stürzte mit dem einbrechenden Boden ebenfalls in die Tiefe, konnte sich aber an einem Fenster festhalten, bis er von der Feuerwehr gerettet wurde. Eine dritte Person befand sich in einem vom Einsturz nicht direkt betroffenen Gebäudeteil. Ob der später gemeldete 60-jährige Mann und die 88-jährige Frau mit leichten Verletzungen mit diesen zuerst genannten Personen identisch sind, geht aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig hervor. Parallel zur Rettungsaktion wurden aus Vorsicht die Nachbarhäuser evakuiert, weil zunächst unklar war, ob dort ebenfalls Einsturzgefahr bestand – laut ORF wurden 14 weitere Personen ins Freie gebracht.
Vermisstensuche und Bergung der Toten
Nach dem Einsturz galt zusätzlich eine 85-jährige Bewohnerin des Hauses als vermisst. Sie befand sich weder unter den evakuierten Personen noch wurde sie an ihrem Nebenwohnsitz angetroffen, wie mehrere Medien berichteten. Die Einsatzkräfte suchten daraufhin gezielt in den Trümmern nach ihr. In der Nacht auf Mittwoch barg die Berufsfeuerwehr die Frau nach stundenlangen Sucharbeiten tot aus dem Schutt; die Polizei gab dies laut Kurier Mittwochfrüh bekannt. Laut ORF hatten zuvor Diensthunde der Polizei die ungefähre Fundstelle angezeigt, bevor die Feuerwehr die Bergung durchführte. Der Tod der Frau wird von ORF, Kurier, Der Standard und Die Presse übereinstimmend berichtet. Zur Klärung der genauen Todesursache wurde laut Die Presse eine Obduktion angeordnet, deren Ergebnis nach den vorliegenden Quellen noch nicht vorliegt. Nach Abschluss der Bergung übergab die Berufsfeuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei.
Ermittlungen und Vorgeschichte
Die Baupolizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung. Fest steht nach den vorliegenden Berichten, dass im Haus in der Färbergasse seit 31. August 2026 Bauarbeiten stattfanden: Der Ausbau des Dachgeschoßes war zuvor bewilligt worden. Ob und inwiefern diese Arbeiten mit dem Einsturz in Zusammenhang stehen, ist nach den vorliegenden Quellen nicht abschließend verifiziert. Polizeisprecher Markus Dittrich erklärte am Donnerstag, dem 24. September, die Ermittlungen liefen auf Hochtouren; die Baupolizei sei bereits am Unfallort gewesen, zudem habe bereits ein Treffen aller Beteiligten stattgefunden, um die weitere Vorgehensweise abzuklären. Der Hauseigentümer – laut Die Presse eine Immobilienfirma – betonte gegenüber dem Medium, die Bauarbeiten seien planmäßig bewilligt und die Pläne durch einen Ziviltechniker freigegeben worden. Diese Darstellung stammt von einer im Ermittlungsverfahren potenziell betroffenen Partei und ist bislang nicht unabhängig überprüft.
Was unklar bleibt
Offen ist weiterhin, was den Einsturz technisch ausgelöst hat und ob ein Zusammenhang mit den seit 31. August laufenden Bauarbeiten für den bewilligten Dachgeschoßausbau besteht. Das Ergebnis der angeordneten Obduktion zur genauen Todesursache der 85-Jährigen liegt nach den vorliegenden Quellen noch nicht vor. Auch der aktuelle Gesundheitszustand der schwer verletzten 57-jährigen Frau ist nicht abschließend verifiziert. Unklar bleibt zudem, ob die Darstellung des Hauseigentümers zur ordnungsgemäßen Genehmigung und Planprüfung durch die Ermittlungen der Baupolizei bestätigt wird, und zu welchem Ergebnis das Verfahren wegen fahrlässiger Gemeingefährdung letztlich kommt.


