Die Salzburgerin Valentina Höll hat sich bei der Mountainbike-Weltmeisterschaft in Val di Sole zum fünften Mal in Serie den WM-Titel im Downhill gesichert und ist damit seit 2022 bei Weltmeisterschaften ungeschlagen. Sie gewann mit 1,728 Sekunden Vorsprung vor der Schweizerin Lisa Baumann, Bronze ging an die Britin Harriet Harnden mit 2,046 Sekunden Rückstand. Die zweimalige Weltmeisterin Myriam Nicole aus Frankreich fehlte krankheitsbedingt. Mit dem fünften Titel zieht Höll mit Rekordhalterin Rachel Atherton gleich, den Rekord hält weiterhin die Französin Anne-Caroline Chausson mit neun Titeln – eine Marke, die Höll nach eigener Einschätzung frühestens 2030 erreichen könnte. Bereits in der Vorwoche hatte sich Höll vorzeitig den Downhill-Gesamtweltcup gesichert.
Bei einem Medientermin in Salzburg präsentierte Höll ihre Trophäen und sprach laut ORF-Bericht über ihre Motivation, unter anderem den starken Nachwuchs in ihrem Sport. Einzig der Titel „Sportlerin des Jahres“ fehlt ihr nach eigener Aussage noch in ihrer Sammlung – diese Angaben stammen bislang aus nur einer Quelle. Österreich holte bei der WM insgesamt drei Medaillen: Neben Höll gewann Laura Stigger Gold im Short-Track-Cross-Country, Michael Hettegger Silber im Cross-Country der Junioren, nachdem er zuvor bereits bei der Junioren-EM Silber geholt hatte. Zwei der drei Medaillen gingen an Salzburger Athletinnen und Athleten.
Die zentralen Fakten zum Rennen sind durch mehrere unabhängige Medien in zwei Sprachräumen übereinstimmend belegt, die Zusatzmedaillen zusätzlich durch ORF Salzburg und die Salzburger Nachrichten unabhängig voneinander bestätigt. Die offizielle UCI-Ergebnisseite wurde für diesen Artikel jedoch nicht direkt eingesehen, ebenso ist offen, wie es um Nicoles Gesundheit und Hölls konkrete weitere Saisonpläne steht.
Was passiert ist
Die Salzburgerin Valentina Höll hat sich bei der Mountainbike-Weltmeisterschaft im italienischen Val di Sole zum fünften Mal in Serie den WM-Titel im Downhill gesichert. Die 24-jährige Saalbacherin setzte sich am Samstag auf der als „Black Snake“ bekannten Strecke durch und blieb damit seit 2022 bei Weltmeisterschaften in ihrer Disziplin ungeschlagen. Am Montag nach dem Rennen präsentierte sie ihre Trophäen bei einem Medientermin in Salzburg und äußerte sich dort erstmals ausführlicher zu ihrer Motivation für die kommenden Jahre.
Das Rennen im Detail
Höll gewann mit 1,728 Sekunden Vorsprung vor der Schweizerin Lisa Baumann, Bronze sicherte sich die Britin Harriet Harnden mit 2,046 Sekunden Rückstand. Die zweimalige Weltmeisterin und zuletzt zweimalige Silbermedaillengewinnerin Myriam Nicole aus Frankreich fehlte krankheitsbedingt bei den Titelkämpfen. Eine englischsprachige Ergebnisübersicht nennt zusätzlich weitere Fahrerinnen auf den folgenden Rängen; diese Angabe stammt nicht aus den österreichischen Quellen und wird hier nur als zusätzlicher Hinweis eingeordnet.
Einordnung: Rekordjagd und perfekte Saison
Mit ihrem fünften WM-Gold zieht Höll mit der Britin Rachel Atherton gleich. Rekordweltmeisterin bleibt weiterhin die Französin Anne-Caroline Chausson mit neun Titeln – eine Marke, die Höll nach eigener, unbestätigter Einschätzung frühestens 2030 erreichen könnte. Sie begründete das beim Medientermin unter anderem mit dem starken Nachwuchs in ihrem Sport, der sie zusätzlich anspornen soll. Für Höll rundet der WM-Titel eine nach Medienberichten nahezu perfekte Saison ab: Bereits in der Vorwoche hatte sie sich nach fünf Siegen in bisher sieben Rennen vorzeitig erneut den Downhill-Gesamtweltcup gesichert.
Medientermin in Salzburg: Blick nach vorn
Beim Pressetermin sprach Höll laut ORF-Bericht über die Freude an ihrem Sport und den „extrem coolen“ Lifestyle mit Reisen und internationalen Athletenkontakten als Motivation, weiterzumachen. Einzig der Titel „Sportlerin des Jahres“ fehlt ihr bislang – sie sagte, sie wisse nicht, wieso ihre Sportart bei größeren Sport-Galas „immer ein bisschen untergeht“, und dass sie bislang zwar zur Leonidas-Gala eingeladen werde, nicht aber zur größeren Auszeichnung. Diese Aussagen liegen bislang nur aus einer einzelnen Quelle vor und sind entsprechend als Einzelbericht einzuordnen.
Doppelerfolg für Salzburg: Medaillen für Stigger und Hettegger
Neben Hölls Gold gab es bei der WM in Val di Sole zwei weitere Medaillen für Österreich, die insgesamt auf drei Medaillen kam. Die Tirolerin Laura Stigger gewann Gold im Short-Track-Cross-Country über zehn Kilometer. Der Salzburger Michael Hettegger holte Silber im Cross-Country der Junioren, nachdem er zuvor bereits bei der Junioren-Europameisterschaft Silber gewonnen hatte. Zwei der drei österreichischen Medaillen gingen damit an Salzburger Athletinnen und Athleten. Diese Angaben werden sowohl von ORF Salzburg als auch unabhängig von den Salzburger Nachrichten bestätigt.
Was unklar bleibt
Die vollständigen offiziellen Ergebnislisten und Zeitpläne der UCI wurden für diesen Artikel weiterhin nicht direkt eingesehen, sondern nur über Medienberichte und eine über die Suche gesichtete Ergebnisübersicht rekonstruiert. Offen bleibt zudem, wie es um den Gesundheitszustand der erkrankten Myriam Nicole steht und welche konkreten weiteren Saisonpläne Höll nach dem Titelgewinn verfolgt – ihre Aussagen beim Medientermin blieben in diesem Punkt allgemein.

