Zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung sehen ihr Land mit Blick auf die Politik als gespalten, wie eine Umfrage des Linzer Instituts IMAS zeigt, über die ORF Oberösterreich, Die Presse und die Kleine Zeitung berichteten. Nur fünf Prozent erkennen keine gesellschaftliche Spaltung, 16 Prozent sehen sie eher nicht.
Als größte Bruchlinien nennen die Befragten Zuwanderung, Sozialsysteme und den Umgang mit Religionen (44 Prozent), gefolgt von Politik und Regierung (35 Prozent). Zusätzlich gaben 69 Prozent an, unsicher zu sein, was in Politik und Wirtschaft derzeit richtig oder falsch ist, und vermissen Orientierung in Lebensfragen.
Für die Erhebung befragte IMAS zwischen 10. und 30. Juni 2026 insgesamt 1.028 Personen ab 16 Jahren, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung. Der vollständige Studienbericht selbst lag für diesen Artikel nicht vor; Details zu Methodik und Vergleichswerten aus früheren Jahren bleiben offen.
Was die Umfrage zeigt
Zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung sehen ihr Land mit Blick auf die Politik als gespalten. Das ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS, über die ORF Oberösterreich, Die Presse und die Kleine Zeitung am 12. August 2026 berichteten. Nur fünf Prozent der Befragten erkennen überhaupt keine gesellschaftliche Spaltung, 16 Prozent sehen sie „eher nicht“, zwölf Prozent machten dazu keine Angabe. Die übrige Mehrheit registriert damit zunehmend gesellschaftliche Gegensätze im politischen Diskurs des Landes.
Bruchlinien und Unsicherheit
Als größte Bruchlinien nennen die Befragten die Bereiche Zuwanderung, Sozialsysteme und den Umgang mit Religionen — das gaben 44 Prozent an. An zweiter Stelle folgen mit 35 Prozent Politik und Regierung als wahrgenommene Konfliktfelder. Die Umfrage legt zudem eine tiefere Verunsicherung offen: 69 Prozent der Befragten gaben an, derzeit unsicher zu sein, was in Politik und Wirtschaft noch richtig und was falsch ist. Dieselbe Gruppe berichtete zugleich, ihr fehle Orientierung in Lebensfragen. 22 Prozent sahen das eher nicht bis gar nicht so, neun Prozent äußerten sich nicht dazu.
Wie belastbar sind die Zahlen
Für die Erhebung befragte IMAS zwischen 10. und 30. Juni 2026 insgesamt 1.028 Personen ab 16 Jahren in direkten Interviews, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung. Die Kernzahlen — die Zwei-Drittel-Mehrheit für die Spaltungswahrnehmung, die Nennung von Zuwanderung, Sozialsystemen und Religion als Hauptbruchlinien sowie der hohe Unsicherheitswert von 69 Prozent — werden von mehreren voneinander unabhängigen Medien übereinstimmend wiedergegeben, darunter eine auf eine Agenturmeldung gestützte Fassung. Der vollständige IMAS-Studienbericht selbst, etwa mit Angaben zur genauen Fragestellung oder zur Gewichtung der Stichprobe, lag für diesen Artikel nicht vor.
Was unklar bleibt
Offen bleibt, wie sich die wahrgenommene Spaltung im Zeitverlauf gegenüber früheren IMAS-Erhebungen entwickelt hat — die eingesehenen Berichte nennen dazu keine Vergleichswerte. Auch fehlen Einordnungen von Meinungsforschern zu möglichen Ursachen der Verunsicherung sowie Reaktionen von Parteien oder Sozialpartnern auf die Ergebnisse. Diese Aspekte sind in der aktuellen Berichterstattung nicht dokumentiert.
