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Im Iran ist ein Mann hingerichtet worden, dem die Justiz Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad vorwarf. Der Informationsdienst der iranischen Justiz, Misan, teilte dies am Samstag mit; der Oberste Gerichtshof habe das Todesurteil zuvor bestätigt. Über die Meldung berichteten mehrere österreichische Medien, unabhängig davon auch internationale Portale wie Iran International und Al Arabiya English.

Dem Mann wurde vorgeworfen, während des zwölftägigen Kriegs zwischen Iran und Israel im Juni 2025 Informationen über Raketenstellungen, unter anderem in der Provinz Isfahan, weitergegeben zu haben - aus finanziellen Motiven. Ob sich diese Vorwürfe unabhängig überprüfen lassen, ist offen; ebenso Name, Identität und genaues Hinrichtungsdatum des Mannes.

Die Hinrichtung reiht sich laut Menschenrechtsorganisationen in einen starken Anstieg der Todesstrafe im Iran ein: Amnesty International zählte für 2025 mindestens 2.159 Hinrichtungen, den höchsten Wert seit 1981; für 2026 soll die Zahl laut dem Boroumand Center bereits über 1.000 liegen, unabhängig geprüft ist das nicht. Kritiker werfen Teheran vor, vage Vorwürfe wie Spionage auch zur Einschüchterung zu nutzen.

Was passiert ist

Im Iran ist ein Mann hingerichtet worden, dem die Justiz vorwarf, für den israelischen Geheimdienst Mossad spioniert zu haben. Das teilte der Informationsdienst der iranischen Justiz, Misan, nach eigenen Angaben am Samstag mit. Der Oberste Gerichtshof des Landes habe zuvor das Todesurteil wegen Spionage und Zusammenarbeit mit dem Mossad bestätigt. Die Meldung wurde über eine Agentur verbreitet und in Österreich unter anderem von Die Presse, Kurier und Kleine Zeitung übernommen; unabhängig davon berichteten auch internationale Portale wie Iran International und Al Arabiya English über die Hinrichtung.

Die Vorwürfe der iranischen Justiz

Dem Mann wurde laut der Justizmitteilung vorgeworfen, während des zwölftägigen Kriegs zwischen Iran und Israel im Juni 2025 Informationen über Raketenstellungen an Israel weitergegeben zu haben - darunter Erkenntnisse zu sensiblen Militärstandorten in der zentraliranischen Provinz Isfahan. Als Motiv nannte die Justiz finanzielle Gründe. Ob und wie diese Vorwürfe unabhängig überprüft wurden, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor; ein unabhängiger Zugang zu dem Verfahren ist nicht dokumentiert.

Einordnung: Hinrichtungen im Iran nehmen zu

Menschenrechtsorganisationen zufolge hat der Iran seine Anwendung der Todesstrafe zuletzt massiv ausgeweitet. Amnesty International bezifferte die Zahl der Hinrichtungen im Land für 2025 auf mindestens 2.159 - den höchsten seit 1981 registrierten Wert; das bestätigten auch internationale Medien, die unabhängig von der österreichischen Berichterstattung über den Amnesty-Bericht schrieben. Das in Washington ansässige, regierungskritische Abdorrahman Boroumand Center geht davon aus, dass im laufenden Jahr 2026 bereits mehr als 1.000 Menschen im Iran hingerichtet wurden; diese Zählung lässt sich den vorliegenden Quellen zufolge nicht unabhängig überprüfen. Berichtet wird zudem, dass die Zahl der Hinrichtungen seit Beginn des jüngsten Kriegs zwischen Iran, den USA und Israel Ende Februar 2026 weiter zugenommen habe.

Kritik von Menschenrechtsgruppen

Menschenrechtsgruppen werfen den iranischen Behörden seit Jahren vor, die Todesstrafe auch zur Einschüchterung einzusetzen. Sie verweisen darauf, dass die Justiz dabei häufig vage formulierte Vorwürfe wie Spionage, Gefährdung der nationalen Sicherheit oder Gotteslästerung heranziehe. Eine Stellungnahme iranischer Stellen zu dieser Kritik liegt in den vorliegenden Quellen nicht vor.

Was unklar bleibt

Name und Identität des Hingerichteten werden in den vorliegenden Quellen nicht genannt, ebenso wenig ein genaues Hinrichtungsdatum - berichtet wird lediglich von einem Samstag. Ob der Mann Zugang zu einer unabhängigen Verteidigung hatte und wie das Gerichtsverfahren im Detail ablief, ist offen. Auch die genannten Hinrichtungszahlen für 2025 und 2026 stammen von Menschenrechtsorganisationen und lassen sich nicht amtlich oder unabhängig verifizieren.