Laut mehreren unabhängigen japanischen und deutschsprachigen Medienberichten hat die japanische Raumfahrtagentur Jaxa mit dem Prototyp „RV-X“ einen Testflug einer teilweise wiederverwendbaren Rakete auf dem Testgelände Noshiro in der Präfektur Akita durchgeführt. Das Fahrzeug erreichte demnach rund 11 Meter Höhe, bewegte sich seitlich um etwa 16 Meter und landete nach rund 40 Sekunden Flugzeit senkrecht. Das Projekt wird Berichten zufolge gemeinsam von Jaxa und Mitsubishi Heavy Industries entwickelt.
Anders als in der ursprünglichen Fassung dieses Artikels stützen den Kernsachverhalt inzwischen mehrere voneinander unabhängige Quellen, darunter japanische Medien wie Nikkei sowie Heise, Kurier und Die Presse im deutschsprachigen Raum. Eine offizielle Jaxa-Mitteilung wurde dennoch nicht eingesehen. Offizielle Projektseiten von DLR und CNES bestätigen zudem eine deutsch-französische Beteiligung an einem Jaxa-Kooperationsprojekt – allerdings am separaten Vorhaben Callisto, dessen Erstflug laut einer CNES-Ausschreibung erst 2027 stattfinden soll, und nicht am aktuell gemeldeten RV-X-Test.
Offen bleiben die weiteren Testschritte der Jaxa, der genaue Zusammenhang zwischen RV-X und Callisto sowie die Belastbarkeit von Vergleichen zu SpaceX oder zu einem früheren Test einer Honda-Tochter, der rund 271 Meter Höhe erreicht haben soll. Diese Vergleichszahlen stammen aus älteren Medienberichten und wurden nicht anhand einer Primärquelle geprüft. Der langfristige Stellenwert des aktuellen Tests bleibt daher trotz breiterer Quellenlage nicht abschließend bewertbar.
Was passiert ist
Laut mehreren unabhängigen japanischen und deutschsprachigen Medienberichten hat die japanische Raumfahrtagentur Jaxa mit dem Prototyp „RV-X“ einen Testflug einer teilweise wiederverwendbaren Rakete auf dem Testgelände Noshiro in der Präfektur Akita durchgeführt. Das Fahrzeug soll rund 11 Meter aufgestiegen sein, sich seitlich um etwa 16 Meter bewegt und danach senkrecht wieder gelandet haben – bei einer Gesamtflugdauer von rund 40 Sekunden. Berichten zufolge wird der etwa 7,3 Meter hohe Prototyp gemeinsam von Jaxa und dem Industriekonzern Mitsubishi Heavy Industries entwickelt und diente vor allem der Erprobung von Landetechnologie sowie von Abläufen nach der Landung.
Was die Quellen zeigen
Anders als bei der ursprünglichen Artikelversion, in der lediglich zwei österreichische Portale mit nahezu identischem Wortlaut vorlagen, wird der Kernsachverhalt inzwischen von mehreren voneinander unabhängigen Quellen gestützt: japanischen Wirtschafts- und Nachrichtenmedien wie Nikkei sowie zusätzlich von Heise, Kurier und Die Presse im deutschsprachigen Raum. Das deutet auf eine breitere, nicht nur auf eine einzelne Ursprungsmeldung zurückgehende Berichterstattung hin. Eine offizielle Jaxa-Pressemitteilung oder technische Dokumentation wurde für diesen Artikel dennoch nicht direkt eingesehen, weshalb die genannten Zahlen als von der Agentur stammend, aber nicht selbst geprüft gelten. Zusätzlich zeigen offizielle Projektseiten der deutschen Raumfahrtagentur DLR und der französischen CNES, dass Deutschland und Frankreich tatsächlich an einem Jaxa-Kooperationsprojekt beteiligt sind – allerdings an einem separaten Vorhaben namens Callisto, dessen Erstflug laut einer CNES-Ausschreibung erst 2027 stattfinden soll. Dieses Projekt ist nicht identisch mit dem nun gemeldeten RV-X-Test, auch wenn manche Kurzmeldungen beide Vorhaben in einem Atemzug nennen.
Was unklar bleibt
Offen bleibt, welche konkreten nächsten Testschritte die Jaxa mit RV-X plant und in welchem Zeitraum diese erfolgen sollen. Auch der genaue Zusammenhang zwischen dem aktuellen RV-X-Test und dem separaten Callisto-Programm mit deutscher und französischer Beteiligung lässt sich aus den vorliegenden Kurzmeldungen nicht abschließend klären, da eine offizielle Jaxa-Einordnung fehlt. Ebenso bleibt unklar, wie belastbar die häufig genannte Einordnung ist, Japan liege mehrere Jahre hinter der Entwicklung von SpaceX zurück – eine konkrete Jahresangabe dazu wurde nicht unabhängig verifiziert. Zum Vergleich wird in einzelnen Berichten ein früherer, eigenständiger Test einer Honda-Tochter angeführt, bei dem ein Prototyp rund 271 Meter Höhe erreicht und mit etwa 37 Zentimetern Abweichung gelandet sein soll; auch diese Angabe stammt aus einem älteren Medienbericht und wurde nicht anhand einer Primärquelle geprüft.
Einordnung
Die Entwicklung wiederverwendbarer Raketen gilt international als Weg, Startkosten zu senken, wie es Anbieter wie SpaceX seit einigen Jahren vormachen. Dass sowohl staatliche Programme wie das der Jaxa als auch private japanische Akteure wie eine Honda-Tochter in diesem Bereich aktiv sind, fügt sich in eine breitere Konkurrenz zwischen Raumfahrtnationen und -unternehmen ein. Die inzwischen breitere, unabhängige Medienberichterstattung stützt die grundlegenden Eckdaten des RV-X-Tests deutlich stärker als noch in der Vorversion dieses Artikels. Der Stellenwert des Tests für das langfristige japanische Programm – insbesondere im Verhältnis zum internationalen Kooperationsprojekt Callisto und zu etablierten Anbietern – lässt sich mangels offizieller Jaxa-Einordnung aber weiterhin nicht abschließend bewerten.

