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Der französische Regisseur Jean-Paul Rappeneau ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Das berichteten am 2. September 2026 übereinstimmend französische Medien unter Berufung auf seine Familie, aufgegriffen unter anderem von Kurier, ORF und Der Standard. Rappeneau drehte in fünf Jahrzehnten nur acht Spielfilme, gilt aber als eine der prägenden Figuren des französischen Kinos.

Geboren 1932 in Auxerre, arbeitete er ab 1955 zunächst als Drehbuchautor und Regieassistent, etwa für Louis Malle und Philippe de Broca. Sein Regiedebüt gab er 1966 mit „Leben im Schloß“ mit Catherine Deneuve und Philippe Noiret. Es folgten Filme mit Jean-Paul Belmondo, Yves Montand und Isabelle Adjani. Seinen größten Erfolg hatte er 1990 mit „Cyrano de Bergerac“ mit Gérard Depardieu, ausgezeichnet mit zehn Césars, darunter für besten Film und beste Regie. 1995 folgte mit „Der Husar auf dem Dach“ mit Juliette Binoche ein zweiter großer Erfolg.

Genaues Sterbedatum, Todesursache sowie offizielle Reaktionen von Institutionen oder Weggefährten sind aus den vorliegenden Quellen bislang nicht bekannt.

Was passiert ist

Der französische Regisseur Jean-Paul Rappeneau ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Das berichteten am 2. September 2026 übereinstimmend französische Medien unter Berufung auf seine Familie, und diese Meldung wurde noch am selben Tag von Kurier, ORF und Der Standard aufgegriffen. Rappeneau gilt als eine der prägenden Figuren des französischen Kinos der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, obwohl sein Gesamtwerk als Regisseur überschaubar blieb: In fünf Jahrzehnten entstanden nur acht Spielfilme.

Werdegang: Vom Drehbuchautor zum Regisseur

Rappeneau wurde am 8. April 1932 im burgundischen Auxerre geboren. Seine Kindheit während des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung Frankreichs prägte ihn nach übereinstimmenden Berichten nachhaltig. Cineastisch orientierte er sich zunächst am amerikanischen Kino und nannte unter anderem Orson Welles und Cecil B. DeMille als Vorbilder, ebenso die temporeichen Komödien Hollywoods. Ab 1955 arbeitete er als Regieassistent und Drehbuchautor, unter anderem für Filme von Louis Malle und Philippe de Broca, und war am Drehbuch zu „Abenteuer in Rio“ beteiligt. Sein eigenes Regiedebüt gab er 1966 mit der Komödie „Leben im Schloß“ mit Catherine Deneuve und Philippe Noiret, die die deutsche Besatzung und den französischen Widerstand behandelte. Es folgten „Musketier mit Hieb und Stich“ mit Jean-Paul Belmondo und Marlène Jobert, „Die schönen Wilden“ mit Yves Montand und Deneuve sowie 1982 „Feuer und Flamme“ mit Montand und Isabelle Adjani.

„Cyrano de Bergerac“ und der zweite große Erfolg

Seinen größten internationalen Erfolg hatte Rappeneau 1990 mit „Cyrano de Bergerac“, der Verfilmung von Edmond Rostands Versdrama mit Gérard Depardieu in der Titelrolle. Der Film wurde mit zehn Césars ausgezeichnet, dem wichtigsten französischen Filmpreis, unter anderem als bester Film und für die beste Regie, und gilt bis heute als Klassiker. Fünf Jahre später gelang Rappeneau mit „Der Husar auf dem Dach“ nach dem Roman von Jean Giono ein zweiter großer Erfolg, mit Juliette Binoche und Olivier Martinez in den Hauptrollen des aufwendigen Historienfilms.

Was unklar bleibt

Aus den vorliegenden Berichten geht weder das exakte Sterbedatum noch die Todesursache hervor; bekannt ist lediglich, dass die Nachricht am 2. September 2026 über französische Medien unter Berufung auf die Familie öffentlich wurde. Ebenso fehlen bislang eigenständig eingesehene offizielle Reaktionen etwa der französischen Filmakademie, von Festivals oder Weggefährten, sowie Informationen zu einer möglichen Trauerfeier oder Beisetzung.