Katseye hat sich innerhalb von rund zwei Jahren von einer YouTube-Castingshow zu einer der erfolgreichsten Girlgroups der Gegenwart entwickelt. Die sechs Mitglieder aus vier Ländern erreichten im Sommer 2026 mit der EP „Wild“ erstmals Platz eins der Billboard-200-Charts und erhielten zwei Nominierungen für die Grammy-Verleihung 2026, darunter „Best New Artist“. Die Europa-Etappe der „Wildworld Tour“ und die anschließende US-Tour sind ausverkauft – Belege dafür liefern Billboard, die Recording Academy und mehrere unabhängige Medien.
Parallel zum Erfolg berichten Medien von Spannungen: Mitglied Manon Bannerman befindet sich seit Februar 2026 in einer offiziell als „temporär“ bezeichneten Auszeit, weitere Mitglieder fielen zeitweise bei Terminen aus. Laut ORF spricht die Band offen über Hassnachrichten; eine zweite Quelle mit dieser genauen Angabe fehlt bislang. Ein Teil der Berichterstattung bringt die Auszeiten zudem mit einer Debatte über den Umgang mit Schwarzen Frauen im K-Pop-Betrieb in Verbindung.
Offen bleibt, wie viele Mitglieder aktuell tatsächlich pausieren, welche genauen Gründe dahinterstehen und ob und wann eine Rückkehr erfolgt. Weder Band noch Label haben dazu bislang eine ausführliche eigene Erklärung vorgelegt.
Was passiert ist
Katseye hat sich innerhalb von rund zwei Jahren von einer YouTube-Castingshow zu einer der kommerziell erfolgreichsten Girlgroups der Gegenwart entwickelt. Die sechs Mitglieder Manon Bannerman, Daniela Avanzini, Yoonchae Jeung, Sophia Laforteza, Lara Raj und Megan Skiendiel wurden 2024 aus rund 120.000 Bewerberinnen zusammengestellt – ein gemeinsames Projekt des südkoreanischen Unterhaltungskonzerns Hybe und des US-Labels Geffen Records. Im Sommer 2026 erreichte die Gruppe mit ihrer EP „Wild“ erstmals Platz eins der Billboard-200-Album-Charts. Parallel dazu erhielt Katseye zwei Nominierungen für die Grammy-Verleihung 2026, unter anderem in der Kategorie „Best New Artist“. Die Europa-Etappe der „Wildworld Tour“ ist ebenso ausverkauft wie die anschließende Tour durch die USA und Mexiko.
Was die Quellen zeigen
Der Chart-Erfolg lässt sich direkt bei Billboard nachvollziehen: „Wild“ kam laut eigenen Angaben des Branchenmagazins auf rund 170.000 Einheiten in der ersten Woche und markierte damit die größte Chartwoche eines reinen Frauen-Ensembles, seit Billboard die Charts 2014 nach Einheiten berechnet. Die Grammy-Nominierungen für „Best New Artist“ und „Best Pop Duo/Group Performance“ für den Song „Gabriela“ sind auf der offiziellen Seite der Recording Academy gelistet und wurden unter anderem vom Hollywood Reporter bestätigt. Auch der Ausverkauf der Tour ist durch mehrere voneinander unabhängige Medien belegt: Die Europa-Shows in Städten wie Dublin, London, Paris, Köln oder Kopenhagen waren laut übereinstimmenden Berichten teils innerhalb einer Stunde ausverkauft, die US-Tour zog mit zusätzlichen Terminen nach.
Schattenseiten: Auszeiten und Kritik
Neben dem kommerziellen Erfolg berichten mehrere Medien von Spannungen innerhalb der Gruppe. Mitglied Manon Bannerman befindet sich seit Februar 2026 in einer von HYBE x Geffen als „temporär“ bezeichneten Auszeit, offiziell zur Erholung. In den Monaten danach fielen laut Medienberichten zeitweise auch weitere Mitglieder bei Auftritten und Terminen aus, was unter Fans zu Spekulationen über die tatsächlichen Gründe führte. Ein Teil der Berichterstattung verknüpft die Debatte mit Fragen zum Umgang mit Schwarzen Frauen im K-Pop-Betrieb – dies bleibt allerdings Gegenstand von Medienanalysen und Fan-Diskussionen, nicht von offiziellen Stellungnahmen. Laut ORF spricht die Band zudem offen über an sie gerichtete Hassnachrichten; eine zweite, unabhängige Quelle mit dieser konkreten Formulierung liegt derzeit nicht vor.
Was unklar bleibt
Offen ist, wie viele Mitglieder aktuell tatsächlich gleichzeitig pausieren und ob sich daraus Folgen für laufende Live-Termine ergeben. Ebenso ungeklärt sind die genauen Hintergründe der Auszeiten – gesundheitliche, persönliche oder mit dem Label verbundene Gründe werden in verschiedenen Berichten unterschiedlich gewichtet, ohne dass Band oder Management dazu eine ausführliche eigene Erklärung vorgelegt hätten. Auch der genaue Umfang und Inhalt der von der Band erwähnten Hassnachrichten ist aus den vorliegenden Quellen nicht näher bekannt.
Einordnung
Katseye gilt in der Musikbranche als Testfall dafür, ob sich die durchgetaktete K-Pop-Produktionslogik mit US-amerikanischem Mainstream-Pop verbinden lässt. Der wirtschaftliche Erfolg – Nummer-eins-Album, Grammy-Nominierungen, ausverkaufte Arenen – bestätigt diesen Ansatz vorerst. Gleichzeitig zeigen die Berichte über Mitgliederpausen und Online-Anfeindungen, dass der internationale, aus vier Kontinenten zusammengesetzte Ansatz der Gruppe auch neue Reibungspunkte erzeugt, etwa bei Fragen zu Belastung, Diversität und öffentlichem Druck auf einzelne Mitglieder.

