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Norwegens König Harald V. ist am Freitag, den 28. August 2026, im Alter von 89 Jahren gestorben; noch am selben Wochenende ist sein Sohn, Kronprinz Haakon, nach norwegischer Tradition automatisch als Haakon VIII. neuer König geworden – ein Name, der durch eine Pressemitteilung des norwegischen Königshauses selbst bestätigt ist. In seiner ersten Fernseh- und Radioansprache am Abend des 29. August erinnerte sich der 53-Jährige mit bewegten Worten an seinen Vater, dankte ihm als „Papa“ und gratulierte seiner Mutter, Königin Sonja, zum 58. Hochzeitstag seiner Eltern. Den vorgeschriebenen Amtseid auf die Verfassung hat er am Dienstag, den 1. September 2026, um 13 Uhr vor dem Storting abgelegt – bestätigt durch eine nach der Zeremonie veröffentlichte Pressemitteilung des Storting selbst. Über einen roten Teppich zog er, begleitet von Königin Sonja, Kronprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus, ins Parlament ein und sprach den Eid: „Ich gelobe und schwöre, das Königreich Norwegen gemäß seiner Verfassung und seinen Gesetzen zu regieren, so wahr mir der allmächtige und allwissende Gott helfe!“, gefolgt vom Wahlspruch „Alles für Norwegen“. Seine Frau, Königin Mette-Marit, fehlte laut einer Mitteilung des Königshauses wegen wiederholter Komplikationen nach ihrer im Juni durchgeführten Lungentransplantation.

Der Sarg König Haralds wurde unter großer Anteilnahme – rund 13.000 Menschen trotz Regens – vom Krankenhaus ins Königsschloss überführt und war seither in der Schlosskapelle aufgebahrt; ab dem 1. September konnte die Bevölkerung dort persönlich Abschied nehmen. Am Mittwoch, den 9. September 2026, wurde Harald in Oslo beigesetzt: Nach einer Feier im engsten Familienkreis in der Schlosskapelle wurde der Sarg in einem großen Trauerzug zum Osloer Dom überführt, wo die Trauerfeier stattfand; anschließend folgte ein kleinerer Trauerzug zur Schlosskirche von Akershus, wo Harald seine letzte Ruhestätte fand. Das dänische Königspaar, König Frederik X. und Königin Mary, nahm daran teil und verschob dafür einen Staatsbesuch in Belgien.

Nur zwei Tage nach diesem Staatsbegräbnis, an dem sie noch selbst teilgenommen hatte, ist am Freitag, den 11. September 2026, auch Haralds Schwester, Prinzessin Astrid, im Alter von 94 Jahren gestorben – nur zwei Wochen nach ihrem Bruder. Das norwegische Königshaus bestätigte ihren Tod in einer eigenen Pressemitteilung; König Haakon VIII. würdigte sie als „eine wichtige Stütze für König Harald und uns andere in der Familie“, die „keine Angst hatte, ihre Meinung zu sagen“. Astrid hatte mit 22 Jahren die Rolle der First Lady übernommen, als ihre Mutter, Kronprinzessin Märtha, starb, und sich laut Haakon besonders um die Schwächsten in der Gesellschaft gekümmert. Gesundheitlich war sie schon länger angeschlagen und hatte im Mai 2026 einen temporären Herzschrittmacher bekommen, übernahm aber bis zuletzt royale Pflichten. Nach ihrem Tod wurde die Flagge am Königsschloss erneut auf halbmast gesetzt.

Was passiert ist

Norwegens König Harald V. ist am Freitag, den 28. August 2026, im Alter von 89 Jahren gestorben. Das teilte das norwegische Königshaus laut übereinstimmenden Berichten von ORF, Der Standard, Kurier und Kleine Zeitung mit. Wie berichtet, hatte sich sein Gesundheitszustand am Vortag laut einer Mitteilung des Königshauses erneut und deutlich verschlechtert; Königin Sonja und das Kronprinzenpaar hatten daraufhin bereits ihre Termine abgesagt. Eine offizielle, genauere Todesursache wurde in den ausgewerteten Berichten weiterhin nicht genannt. Harald war zuletzt seit Mitte August im Rikshospitalet in Oslo wegen einer bakteriellen Infektion des Blutkreislaufs behandelt worden, einer Komplikation der Kortisonbehandlung seiner hämolytischen Anämie.

Nachfolge: Kronprinz Haakon wird König

Nach norwegischer Tradition ist mit dem Tod des Königs automatisch sein ältester Sohn, Kronprinz Haakon, neuer Monarch geworden – eine Übergangsphase ist dabei nicht vorgesehen. Dass der neue, 53-jährige König dabei den Namen Haakon VIII. trägt, war zunächst nur durch eine breit über US-Medien verbreitete Agenturmeldung sowie unabhängig davon durch die Kleine Zeitung und einen deutschen Medienbericht (t-online.de) belegt. Inzwischen bestätigt eine eigene Pressemitteilung des norwegischen Königshauses unter dem Titel „Kong Haakon VIII holder tale“ diesen Namen; der Volltext dieser Mitteilung wurde allerdings nicht eingesehen. Haakon hatte seinen Vater in dessen letzten Lebensjahren bei Krankheit bereits wiederholt als Regent vertreten.

Erste Rede als neuer König

In seiner ersten Fernseh- und Radioansprache am Abend des 29. August 2026 erinnerte sich Haakon laut einem ausführlichen ORF-Bericht mit einem Redetranskript persönlich an seinen verstorbenen Vater. „Danke, dass du so ein guter Papa für Märtha und mich warst“, sagte er über Harald und beschrieb ihn als warmherzigen, humorvollen Großvater und fürsorglichen Ehemann, den er insbesondere für sein Lachen und seine Fähigkeit vermissen werde, Menschen zum Entspannen zu bringen. Für seine Mutter, Königin Sonja, habe Harald eine große Stütze gehabt; an sie gerichtet gratulierte Haakon „zum Hochzeitstag“ – die Eltern hatten genau an diesem Tag vor 58 Jahren geheiratet. Er sei nun, wie schon sein Vater nach dessen Vater Olav, an der Reihe: Gemeinsam mit seiner Frau, Königin Mette-Marit, wolle er „präsent sein, zuhören“ und versuchen, die Lebenssituation unterschiedlicher Menschen zu verstehen – man glaube „an ein Norwegen, in dem es Platz für alle gibt“. Diese Zitate stammen aus einem einzelnen, wenn auch ausführlichen Medienbericht und wurden nicht im Volltext einer zweiten unabhängigen Quelle gegengeprüft; dass die Rede stattgefunden hat, wird jedoch zusätzlich durch eine eigene Pressemitteilung des Königshauses bestätigt.

Amtseid abgelegt: Ablauf der Zeremonie am 1. September

Haakon hat den vorgeschriebenen Amtseid auf die Verfassung am Dienstag, den 1. September 2026, um 13 Uhr vor dem Storting tatsächlich abgelegt – das bestätigt inzwischen nicht nur die vorab veröffentlichte Terminankündigung des Parlaments, sondern eine weitere, nach der Zeremonie selbst veröffentlichte Pressemitteilung des Storting. Laut übereinstimmenden Berichten von Kurier und ORF fuhr Haakon dafür mittags in einer offenen Limousine vom Schloss zum Parlament; am Straßenrand hatten sich zahlreiche Menschen versammelt, um einen Blick auf den neuen Monarchen zu erhaschen. Über einen roten Teppich zog Haakon anschließend ins Parlament ein, begleitet von Haralds Witwe Königin Sonja sowie den Kindern des neuen Königspaars, Kronprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus. Im Storting sprach Haakon den Eid: „Ich gelobe und schwöre, das Königreich Norwegen gemäß seiner Verfassung und seinen Gesetzen zu regieren, so wahr mir der allmächtige und allwissende Gott helfe!“ – ein Wortlaut, der sich mit der vom Storting selbst verwendeten Formulierung zur Verfassungsvereidigung deckt. Anschließend wiederholte er seinen von seinem Vater übernommenen Wahlspruch „Alles für Norwegen“. Kronprinzessin Ingrid Alexandra stand während des Eids neben ihrem Vater und sollte im Laufe des Tages zusätzlich schriftlich denselben Eid ablegen und die Urkunde an das Parlament übermitteln – ob dies noch am selben Tag geschah, ist in den ausgewerteten Quellen nicht gesondert bestätigt. Auf die Begleitung ihres Mannes musste Königin Mette-Marit verzichten: Laut einer vom Königshaus verbreiteten und von Kurier sowie ORF wörtlich zitierten Aussage des Arztes Are Holm vom Rikshospitalet hatte sie seit ihrer im Juni durchgeführten Lungentransplantation wiederholt Komplikationen, auch am Tag der Vereidigung, und musste deshalb den ganzen Tag über ärztlich beobachtet werden. Eine unabhängige medizinische Zweitquelle zur genauen Art dieser Komplikationen liegt nicht vor.

Aufbahrung: Abschiednehmen ab 1. September

Der Sarg König Haralds wurde am Abend seines Todes unter großer Anteilnahme der Bevölkerung vom Rikshospitalet zum Königsschloss überführt; laut Berichten säumten trotz Regens rund 13.000 Menschen die Straßen beziehungsweise versammelten sich am Schlossplatz. Seither lag der Sarg in der Schlosskapelle auf einem violett drapierten Katafalk aufgebahrt, bewacht von je zwei Kadetten der Militärakademien an beiden Seiten. Laut Angaben des Hofs, wiedergegeben von Die Presse und Kurier, konnte die Bevölkerung ab Dienstag, dem 1. September 2026, bis zum Tag vor der Beisetzung in einem Trauerzug am Sarg vorbeiziehen, um persönlich Abschied zu nehmen.

Beisetzung am 9. September in Oslo

König Harald V. wurde, wie vom norwegischen Königshaus offiziell angekündigt, am Mittwoch, den 9. September 2026, in Oslo beigesetzt. Der Tag begann im Kreis der engsten Familie in der Schlosskapelle; von dort wurde der Sarg in einem großen Trauerzug zum Osloer Dom überführt, wo die eigentliche Trauerfeier stattfand – wie schon beim Begräbnis von Haralds Vater, König Olav, im Jänner 1991. An der Prozession nahmen laut Angaben des Königshauses die Königsfamilie, Repräsentanten des öffentlichen Lebens sowie Gäste aus dem In- und Ausland teil. Im Anschluss an die Trauerfeier folgte ein weiterer, deutlich kleinerer Trauerzug zur Schlosskirche von Akershus, wo Harald der Tradition entsprechend in der Krypta seine letzte Ruhestätte fand. Das dänische Königspaar, König Frederik X. und Königin Mary, nahm daran teil und verschob dafür einen für dieselben Tage geplanten Staatsbesuch in Belgien. Zur Teilnahme weiterer ausländischer Royals oder Staatsgäste liegen in den ausgewerteten Quellen bislang keine Angaben vor. Dass die Beisetzung tatsächlich wie geplant stattfand, bestätigt sich inzwischen zusätzlich indirekt: Im Zusammenhang mit dem Tod von Prinzessin Astrid, Haralds Schwester, berichten ORF und Die Presse übereinstimmend, sie habe noch selbst am Staatsbegräbnis teilgenommen – zwei Tage bevor sie starb (siehe unten). Wie in einem eigenen Artikel berichtet, hat die zuständige norwegische Anklagebehörde zudem Marius Borg Høiby trotz laufender Untersuchungshaft befristete Ausgangserlaubnisse erteilt, unter anderem für die Beisetzung.

Prinzessin Astrid gestorben, zwei Tage nach der Beisetzung Haralds

Nur zwei Wochen nach ihrem Bruder ist auch Prinzessin Astrid gestorben: Die 94-Jährige starb am Freitag, den 11. September 2026. Das teilte das norwegische Königshaus in einer eigenen Pressemitteilung mit, laut der es übereinstimmende Berichte von ORF, Die Presse, Kurier und Kleine Zeitung gibt. Besonders bemerkenswert: Astrid starb nur zwei Tage nach dem Staatsbegräbnis ihres Bruders am 9. September, an dem sie selbst noch teilgenommen hatte – ein Umstand, der zugleich bestätigt, dass die Beisetzung Haralds wie angekündigt tatsächlich stattfand. Nach ihrem Tod wurde die Flagge auf dem Balkon des Königsschlosses in Oslo erneut auf halbmast gesetzt.

König Haakon VIII. würdigte seine Tante in einer vom Hof verbreiteten Mitteilung als „eine wichtige Stütze für König Harald und uns andere in der Familie“. „Wir haben viel von ihr gelernt, und sie hatte keine Angst, ihre Meinung zu sagen. Ihr Tod ist ein großer Verlust für uns. Wir werden sie vermissen“, zitierte der Hof den König weiter. Astrid habe das Königshaus auf eine warmherzige und pflichtbewusste Art repräsentiert: Schon mit 22 Jahren musste sie die Rolle der First Lady übernehmen, als ihre Mutter, Kronprinzessin Märtha, starb. Besonders die Fürsorge für die Schwächsten in der Gesellschaft habe ihr laut Haakon immer am Herzen gelegen; sie habe ihre Aufgaben „stets mit Engagement, Präsenz und einer ansteckend guten Laune“ erfüllt. Laut einem Bericht von Die Presse dankten auch die Kinder der Prinzessin ihr öffentlich über den Hof: Sie sei „unser ganzes Leben lang für uns da“ gewesen, „mit Liebe und Weisheit, Wärme und viel Humor“ – dieses Zitat liegt bislang nur in einer der beiden ausgewerteten Quellen vor.

Gesundheitlich war Astrid schon länger angeschlagen: Bereits im Mai 2026 hatte sie laut einer eigenen, früheren Pressemitteilung des Königshauses wegen Herzproblemen einen temporären Herzschrittmacher eingesetzt bekommen. Bis zuletzt übernahm sie trotzdem weiterhin royale Pflichten. Eine genauere Todesursache sowie Ort und nähere Umstände ihres Todes wurden in den ausgewerteten Quellen nicht mitgeteilt.

Regentschaft und Werdegang Haralds

Harald bestieg 1991 nach dem Tod seines beliebten Vaters Olav V. den Thron und regierte rund 35 Jahre lang unter dem Motto „Alt for Norge“ (Alles für Norwegen) – zuletzt als ältester amtierender Monarch Europas. Laut einem ausführlichen ORF-Nachruf wurde er am 21. Februar 1937 in der Gemeinde Asker bei Oslo geboren, als erster in Norwegen geborener Prinz seit 567 Jahren. Nach dem deutschen Einmarsch 1940 floh die Königsfamilie zunächst nach Schweden und dann in die USA; nach rund fünf Jahren Besatzung kehrte sie unter Jubel nach Norwegen zurück. Harald begeisterte sich früh für den Segelsport und trat bei drei Olympischen Spielen an, 1964 war er bei der Eröffnungsfeier in Tokio Fahnenträger. Als prägenden Moment seiner Regentschaft nennt der Bericht seine Reaktion auf die Anschläge von Anders Behring Breivik 2011 in Oslo und auf Utøya, als er der Bevölkerung unter Tränen Trost spendete und zum Festhalten an einer offenen Demokratie aufrief; auch durch die Coronavirus-Pandemie führte er sein Land mit ruhigen Appellen. Diese biografischen Details stammen bislang aus nur einer einzelnen, wenn auch ausführlichen Quelle und sind nicht durch weitere Berichte querbestätigt.

Werdegang und Rückhalt für Haakon

Haakon absolvierte laut Kurier die norwegische Marineakademie und studierte anschließend Politikwissenschaft an der University of California in Berkeley sowie Entwicklungswissenschaften an der London School of Economics. Bereits seit dem Tod seines Großvaters Olav V. 1991 trägt er als Kronprinz Verantwortung; als sein Vater in dessen letzten Lebensjahren wiederholt schwer erkrankte, übernahm er zeitweise die Amtsgeschäfte als Regent. Bekannt ist zudem sein Engagement für Gleichberechtigung, klimafreundliche Technologien und Armutsbekämpfung. 2001 heiratete er, gegen gesellschaftliche Widerstände, die damals bürgerliche, alleinerziehende Mette-Marit Tjessem Høiby; 2004 und 2005 kamen die gemeinsamen Kinder Erbprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus zur Welt – eine Patchwork-Familie, die vielfach als Ausdruck einer moderneren Monarchie wahrgenommen wurde. Einer im März 2026 durchgeführten Umfrage zufolge hielten rund vier von fünf befragten Norwegerinnen und Norwegern Haakon für einen „sehr guten“ oder „ziemlich guten“ künftigen König; Institut und Methodik dieser Erhebung sind bislang nicht näher bekannt. Nach der Vereidigung berichtete die Kleine Zeitung – bislang nur im Titel bekannt, ohne eingesehenen Volltext – von wieder wachsendem Rückhalt für die Monarchie in Norwegen.

Zuletzt: Krankheit und familiäre Belastungen

In den vergangenen Jahren musste sich Harald laut ORF mehreren Operationen unterziehen, unter anderem am Herzen und am Bein; vor zwei Jahren hatte er bereits nach einer Infektion eine rund zweimonatige Auszeit nehmen müssen. Zuletzt war die Königsfamilie zusätzlich durch mehrere Belastungen geprägt, die auch vom Kurier bestätigt werden: die öffentliche Kontroverse um Kronprinzessin Mette-Marits frühere Kontakte zum 2019 verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, ihre Erkrankung an der unheilbaren Lungenfibrose, wegen der sie im Sommer 2026 eine neue Lunge erhielt und seither wiederholt mit Komplikationen zu kämpfen hat – zuletzt am Tag von Haakons Amtseid –, sowie die Verurteilung ihres Sohnes aus früherer Beziehung, Marius Borg Høiby, zu vier Jahren Haft in erster Instanz wegen Vergewaltigungsvorwürfen. Gegen dieses Urteil ist Berufung eingelegt, Høiby befindet sich mit einer Fußfessel im Hausarrest. Eine für den Sommer geplante Feier zur Silberhochzeit von Haakon und Mette-Marit wurde wegen ihrer Genesung verschoben. Viele Norwegerinnen und Norweger beschrieben Harald in seinen letzten Wochen dennoch als bodenständigen, nahbaren „Fels in der Brandung“; mehrere österreichische Medien greifen diese Charakterisierung als „Volkskönig“ auf. Auch gesundheitlich war die Familie zuletzt doppelt betroffen: Wenige Tage nach Haralds Beisetzung starb, wie oben berichtet, auch dessen Schwester Prinzessin Astrid.

Was unklar bleibt

Offen ist weiterhin, ob das Königshaus eine genauere offizielle Todesursache Haralds über die allgemeine Angabe „von Krankheit geprägte letzte Jahre“ hinaus mitteilt. Zur Beisetzung am 9. September ist bislang nur die Teilnahme des dänischen Königspaars offiziell bestätigt; ob und welche weiteren europäischen Königshäuser oder Staats- und Regierungschefs teilnahmen, sowie erwartete Besucherzahlen bei Aufbahrung und Beisetzung, sind in den ausgewerteten Quellen nicht genannt. Auch die genaue Art von Mette-Marits Komplikationen nach ihrer Lungentransplantation, ob Ingrid Alexandra ihren schriftlichen Eid noch am 1. September ablegte, Institut und Methodik der zitierten März-Umfrage zu Haakons Beliebtheit sowie die zuvor von der Kleinen Zeitung berichtete Anwesenheit von Marius Borg Høiby am Krankenbett sind weiterhin nicht durch weitere Quellen bestätigt. Neu hinzugekommen sind offene Fragen zu Prinzessin Astrid: Eine genauere Todesursache sowie Ort und Umstände ihres Todes wurden bislang nicht mitgeteilt, ebenso ist unklar, wann und in welcher Form ihre eigene Beisetzung stattfindet und ob es über die norwegische Königsfamilie hinaus internationale Reaktionen gibt.

Einordnung

Der Kern der Meldung – Tod des Königs, Nachfolge durch Haakon VIII., Amtseid am 1. September, Beisetzung am 9. September – gilt inzwischen durchgehend als bestätigt: Für den Amtseid liegt eine nach der Zeremonie veröffentlichte Bestätigung des Storting selbst vor, für die Beisetzung eine offizielle Terminbestätigung des Königshauses im Vorfeld sowie, neu, eine indirekte Bestätigung ihrer tatsächlichen Durchführung über die Berichterstattung zum Tod von Prinzessin Astrid, die den Trauerzug noch miterlebt hatte. Astrids Tod selbst ist ungewöhnlich dicht belegt: eine eigene Pressemitteilung des Königshauses, zwei mit vollem Artikeltext ausgewertete Medien (ORF, Die Presse) sowie zwei weitere mit übereinstimmenden Kernangaben (Kurier, Kleine Zeitung). Einzelne Details bleiben dennoch einquellig, etwa das Dankeszitat ihrer Kinder, das nur bei Die Presse vorliegt. Mette-Marits gesundheitsbedingte Abwesenheit vom Amtseid stützt sich weiterhin auf ein vom Königshaus verbreitetes Arztzitat, das zwei Medien übereinstimmend wiedergeben – eine unabhängige medizinische Einordnung fehlt, weshalb dieser Punkt bewusst zurückhaltend formuliert bleibt. Haakons erste Rede beruht weiterhin auf einem einzelnen, ausführlichen Medienbericht mit Redetranskript, dessen wörtliche Zitate nicht unabhängig gegengeprüft wurden. Die familiären Belastungen der Königsfamilie (Høiby-Verurteilung, Mette-Marits Erkrankung, Epstein-Kontakte) gelten als unabhängig durch zwei Quellen bestätigt, werden angesichts der strafrechtlichen und gesundheitlichen Dimension aber weiterhin zurückhaltend und ohne eigene Wertung wiedergegeben.