Ein Flusskreuzfahrtschiff mit rund 200 Personen an Bord ist Freitagfrüh bei der Schleuse Freudenau in Wien gegen die Kaimauer und ein Schleusentor geprallt. Betroffen war die „MS Anna Katharina“, die gegen 4.00 Uhr stromaufwärts zur Schleuse kam und dabei laut Einsatzkräften heftig aufprallte. 14 Personen wurden leicht verletzt, sechs von ihnen kamen ins Krankenhaus; Schwerverletzte gab es keine.
Die Angaben stammen von Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf und Rettungssprecher Daniel Melcher gegenüber der APA und werden von mehreren österreichischen Medien übereinstimmend berichtet. Die Berufsfeuerwehr Wien rief Alarmstufe zwei aus und rückte mit rund 60 Personen und 18 Fahrzeugen aus. Niemand ging über Bord, das Schiff schlug trotz der Kollision nicht leck. Fünf Personen wurden per Drehleiter, zwei per Feuerwehrboot geborgen, der Rest konnte auf ein anderes Schiff umsteigen; der Einsatz war gegen 6.30 Uhr beendet.
Wodurch der Zusammenstoß verursacht wurde, ist bislang nicht bekannt. Auch zu Verantwortlichkeiten, zum Sachschaden und zu möglichen Auswirkungen auf die Donauschifffahrt liegen keine Angaben vor.
Was passiert ist
Ein Flusskreuzfahrtschiff mit rund 200 Personen an Bord ist Freitagfrüh bei der Schleuse Freudenau in Wien gegen die Kaimauer und ein Schleusentor geprallt. Betroffen war die „MS Anna Katharina“, die gegen 4.00 Uhr stromaufwärts zur Schleuse kam. Der Aufprall dürfte heftig gewesen sein, wie erhebliche Schäden am Bug des Schiffes zeigen. Bei dem Zusammenstoß wurden 14 Personen leicht verletzt, sechs von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Betroffenen klagten laut Einsatzkräften über Schmerzen im Rücken-, Brust- und Nackenbereich, Schwerverletzte gab es keine.
Was die Quellen zeigen
Die Kernfakten stützen sich auf Angaben von Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf und Rettungssprecher Daniel Melcher gegenüber der APA, die von sechs österreichischen Medien – ORF, Der Standard, Die Presse, Kurier und Kleine Zeitung – übereinstimmend wiedergegeben werden. Die Einsatzkräfte, darunter die Berufsfeuerwehr Wien und die Berufsrettung Wien, wurden gegen 4.00 Uhr alarmiert. Die Feuerwehr rief Alarmstufe zwei aus und rückte mit rund 60 Personen und 18 Fahrzeugen an. Sie überprüfte zunächst, ob Menschen ins Wasser gestürzt waren – das war nicht der Fall. Auch wurde sichergestellt, dass das Schiff durch die Kollision kein Leck erlitten hatte. Da sich das Schiff mehrere Meter unterhalb der Hafenmauer befand, wurden fünf Personen mittels Drehleiter geborgen, zwei weitere per Feuerwehrboot ans Ufer gebracht; die übrigen Passagiere konnten auf ein anderes Schiff umsteigen. Der Feuerwehreinsatz war gegen 6.30 Uhr beendet. Die Passagiere waren vor allem Österreicher und Deutsche, die durch die Erschütterung des Aufpralls gestürzt sein dürften.
Was unklar bleibt
Zur Ursache des Zusammenstoßes liegen keine Angaben vor – weder zu einem möglichen Navigationsfehler noch zu technischen oder witterungsbedingten Faktoren. Auch zur Schiffsführung, einer möglichen Verantwortung der Reederei oder zum Ausmaß des Sachschadens an Schiff und Schleusenanlage äußern sich die vorliegenden Berichte nicht. Offen ist zudem, ob und wie stark der Vorfall den weiteren Schleusen- und Donauschiffsverkehr in Wien beeinträchtigt hat.
Einordnung
Die Quellenlage ist für ein aktuelles Unfallgeschehen ungewöhnlich breit und in den zentralen Punkten – Ort, Schiffsname, Zahl der Verletzten, Hospitalisierungen, kein Leck, niemand über Bord – deckungsgleich, da mehrere Medien erkennbar auf dieselben Aussagen der Einsatzkräfte gegenüber der APA zurückgreifen. Zur Unfallursache und zu etwaigen Konsequenzen gibt es bislang keine belastbaren Informationen; entsprechende Angaben dürften erst im Zuge weiterer Ermittlungen folgen.


