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Bei einem russischen Drohnenangriff in der Nacht auf 16. September 2026 ist in Kiew ein Lager der Produktionsfirma Kwartal 95 zerstört worden, die von Präsident Wolodymyr Selenskyj mitgegründet wurde. Nach eigenen Angaben verlor das Unternehmen dabei Kulissen, Kostüme und Gegenstände, die rund 20 Jahre lang Teil seiner Konzerte, Fernsehsendungen, Filme und Serien waren. Verletzte gab es laut Unternehmensangaben keine.

Kurier, ORF und Kleine Zeitung berichteten übereinstimmend, wobei sich Kurier und ORF erkennbar auf dieselbe Facebook-Mitteilung des Unternehmens stützen. Zitiert wird darin auch die Ankündigung, die Auftritte der Komödiantentruppe würden „mit oder ohne Requisiten“ fortgesetzt. Eine eigenständig eingesehene Primärquelle liegt nicht vor.

Offen bleibt, ob der Angriff gezielt dem Lager galt oder Teil eines breiteren nächtlichen Angriffs auf Kiew war. Eine russische Stellungnahme oder eine offizielle Bestätigung durch ukrainische Behörden zu Umfang und Ziel fehlt bislang ebenso wie eine unabhängige Einschätzung des Schadens.

Was passiert ist

Bei einem russischen Drohnenangriff ist in der Nacht auf Mittwoch, den 16. September 2026, ein Lager in Kiew zerstört worden, in dem die Produktionsfirma Kwartal 95 ihren Fundus aufbewahrte. Kwartal 95 wurde von Wolodymyr Selenskyj mitgegründet, der seit 2019 Präsident der Ukraine ist und vor seinem Amtsantritt als Schauspieler und Komiker Bekanntheit erlangte – auch über die Ukraine hinaus. Das Unternehmen produziert seit rund zwei Jahrzehnten Konzerte, Fernsehsendungen, Filme und Serien.

Das Unternehmen teilte auf Facebook mit, mit dem Lager sei eine große Menge an Kulissen, Kostümen und Gegenständen verloren gegangen, die zwei Jahrzehnte lang Teil der Produktionen gewesen seien. Es handle sich dabei nicht nur um Sachwerte, sondern um die Geschichte des Unternehmens selbst. Verletzte gab es bei dem Angriff auf die ukrainische Hauptstadt nach bisherigem Kenntnisstand keine.

Was die Quellen zeigen

Kurier, ORF und Kleine Zeitung berichteten übereinstimmend über den Vorfall, wobei Kurier und ORF sich erkennbar auf dieselbe Facebook-Mitteilung von Kwartal 95 stützen und beide auf Agenturmaterial verweisen. Beide Medien zitieren die Ankündigung des Unternehmens, die Shows der Komödiantentruppe würden trotz des Verlusts „mit oder ohne Requisiten“ fortgesetzt – „denn Lachen ist heute auch ein Teil des Lebens“, wie es in der Mitteilung hieß. Eine eigenständig eingesehene Primärquelle, etwa der Facebook-Post selbst oder eine Stellungnahme der Kiewer Stadt- oder Militärverwaltung, liegt nicht vor; die Darstellung beruht ausschließlich auf der von den Medien wiedergegebenen Unternehmensmitteilung.

Was unklar bleibt

Offen ist, ob der Angriff gezielt auf das Kwartal-95-Lager gerichtet war oder Teil eines breiteren nächtlichen Drohnenangriffs auf Kiew, wie er in den vergangenen Monaten wiederholt vorkam. Weder eine russische Stellungnahme noch eine offizielle Angabe ukrainischer Behörden zu Umfang und Ziel des Angriffs liegt derzeit vor. Auch eine unabhängige Einschätzung des materiellen oder kulturellen Werts des zerstörten Fundus fehlt bislang.

Einordnung

Der Vorfall reiht sich in eine seit Monaten anhaltende Serie russischer Drohnen- und Raketenangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte ein, über die auch im Zusammenhang mit Zielen wie Energieinfrastruktur, Wohngebieten und zivilen Einrichtungen wiederholt berichtet wurde. Ungewöhnlich an diesem Fall ist der symbolische Bezug: Das getroffene Lager gehörte einem Unternehmen, das eng mit der Person des amtierenden Präsidenten verknüpft ist. Eine belastbare Einordnung, ob darin eine gezielte Botschaft zu sehen ist, lässt die vorliegende Quellenlage nicht zu.