Der Lieferant Fude + Serrahn Milchprodukte GmbH & Co. KG hat das Produkt „Milbona High Protein Pudding Schoko, 200g“ zurückgerufen, das bei Lidl Österreich verkauft wurde. Grund ist der Nachweis des Bakteriums Bacillus cereus, das Magen-Darm-Erkrankungen auslösen kann. In Österreich betrifft der Rückruf ausschließlich Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 12.09.2026; andere Produkte des Lieferanten sowie weitere Milbona-Produkte sind nicht betroffen.
Laut Aussendung können vor allem Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem schwere Krankheitsverläufe entwickeln. Das Produkt kann in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet. Nach einer im Ausland verbreiteten Fassung derselben Lieferanten-Mitteilung sind offenbar auch Lidl-Filialen in Deutschland und der Schweiz betroffen, dort mit dem abweichenden Datum 14.09.2026.
Berichte verweisen zudem auf einen früheren, nicht identischen Fall: Anfang 2026 waren laut der EU-Gesundheitsbehörde ECDC Milchpulverprodukte für Babys wegen des von Bacillus cereus gebildeten Toxins Cereulid zurückgerufen worden. Wie viele Packungen des Puddings betroffen sind und ob bereits Erkrankungen aufgetreten sind, ist aus den vorliegenden Quellen nicht ersichtlich.
Was passiert ist
Der Lieferant Fude + Serrahn Milchprodukte GmbH & Co. KG hat das Produkt „Milbona High Protein Pudding Schoko, 200g“ zurückgerufen, das bei Lidl Österreich verkauft wurde. Grund ist der Nachweis des Bakteriums Bacillus cereus, das Magen-Darm-Erkrankungen auslösen kann. Das teilte der Lieferant Mittwochabend in einer Aussendung mit. In Österreich betrifft der Rückruf ausschließlich Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 12.09.2026. Andere bei Lidl Österreich verkaufte Produkte desselben Lieferanten sowie weitere Produkte der Marke Milbona sind laut Aussendung nicht betroffen.
Risiko und Handlungsempfehlung
Laut der Aussendung können vor allem Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem bei einer Infektion mit Bacillus cereus schwere Krankheitsverläufe entwickeln. Kundinnen und Kunden sollen das Produkt nicht verzehren. Es kann in allen Lidl-Filialen in Österreich zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. Der Lidl-Kundenservice ist unter der gebührenfreien Nummer 0800/500 810 werktags von 7.30 bis 18.00 Uhr erreichbar.
Internationale Dimension
Eine im Ausland über einen Presseverteiler verbreitete Fassung derselben Lieferanten-Aussendung deutet darauf hin, dass der Rückruf nicht auf Österreich beschränkt ist: Auch bei Lidl in Deutschland und der Schweiz soll das betroffene Produkt betroffen sein, dort allerdings mit dem abweichenden Mindesthaltbarkeitsdatum 14.09.2026. Der Unterschied zum österreichischen Datum deutet auf unterschiedliche Produktionslose hin, eine genaue Abgrenzung lässt sich aus den vorliegenden Quellen aber nicht ziehen. Diese internationale Komponente ist daher vorsichtiger einzuordnen als die österreichbezogenen Kernangaben.
Einordnung: Bezug zur Babynahrung
Berichte verweisen darauf, dass Bacillus cereus zuletzt bei Babynahrung für Aufregung gesorgt habe. Tatsächlich hatte die EU-Gesundheitsbehörde ECDC Anfang 2026 einen weltweiten Vorsichtsrückruf von Säuglingsmilchpulver bestätigt, nachdem das von Bacillus cereus gebildete Toxin Cereulid nachgewiesen worden war; in Österreich waren unter anderem Chargen von Aptamil und Milumil betroffen. Die beiden Fälle sind allerdings nicht gleichzusetzen: Beim Babynahrungs-Rückruf ging es um ein hitzestabiles Toxin, beim aktuellen Pudding-Rückruf laut vorliegender Aussendung um den direkten Nachweis des Bakteriums selbst. Ein Zusammenhang zwischen den Produktionsketten beider Fälle lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht herstellen.
Was unklar bleibt
Offen ist, wie viele Packungen von dem Rückruf betroffen sind, wie die Kontamination festgestellt wurde und ob im Zusammenhang mit dem Produkt bereits Erkrankungsfälle bekannt sind. Auch die genaue Reichweite des Rückrufs außerhalb Österreichs sowie ein etwaiger Zusammenhang mit früheren Lieferketten-Problemen sind aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend zu klären.

