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Die Wiener Straßenbahnlinie 18 bekommt ab 5. September 2026 eine neue Endstation: das Ernst-Happel-Stadion an der U2. Möglich macht das eine 3,1 Kilometer lange Neubaustrecke mit sieben neuen Haltestellen, die von der Schlachthausgasse durch den Prater führt und die Station Burggasse-Stadthalle direkt mit der Stadion-Station verbindet. Eine zentrale Vorbedingung ist inzwischen erfüllt: Die dafür seit Februar 2025 sanierte Stadionbrücke zwischen Leopoldstadt und Landstraße wurde am 28. August 2026 für den Verkehr freigegeben – eine Woche früher als geplant. Die 82 mal 26 Meter große Brücke bietet nun zentral geführte Straßenbahngleise, einen rund vier Meter breiten, baulich getrennten Zwei-Richtungs-Radweg sowie einen Fahrstreifen Richtung Leopoldstadt und zwei Richtung Landstraße; verstärkte Träger, ein neues Entwässerungssystem und Schutzbalken im A4-Bereich gehörten ebenfalls zu den Arbeiten. Begleitend entstanden entlang der Gesamtstrecke rund 2.150 Meter neue Radwege, etwa 200 neue Bäume und ein 70 Meter langes Grüngleis beim Stadion.

Mit dem Ausbau ändern sich auch Buslinien: Die Linie 18 übernimmt die bisherige Strecke des 77A bis zur Station Stadion, der 77A wird über Schlachthausgasse nach Neu Marx umgeleitet. Laut einem neueren Bericht sollen zusätzlich eine neue Linie 78A zwischen Lusthaus und Stadion sowie ein dichterer Takt der Linie 80A zwischen Praterstern und Schlachthausgasse kommen – bislang aber nur einquellig belegt. Zwischen Lusthausstraße und Stadionbad wird der allgemeine Kfz-Verkehr an allen Wochentagen gesperrt, Zufahrten zu Siedlungen, Sportanlagen und Parkplätzen bleiben erhalten. Die Wiener Linien rechnen mit rund sechs Millionen Fahrgästen pro Jahr auf der gesamten Linie und sehen den 18er auch als teilweise Alternative für Fahrgäste, die von der gesperrten S-Bahn-Stammstrecke betroffen sind.

Die Kernfakten sind durch eine städtische Presseaussendung, unabhängige Berichte von Kurier, ORF, Der Standard und Die Presse sowie die offizielle Wiener-Linien-Projektseite belegt; auch die vorzeitige Brückenfreigabe wird von vier unabhängigen Medien übereinstimmend berichtet. Offen bleiben Gesamtkosten, Reaktionen von Anrainerinnen und Gewerbetreibenden auf die Verkehrssperre im Prater sowie die Bestätigung der zusätzlichen Buslinien-Details durch weitere Quellen.

Was passiert ist

Die Straßenbahnlinie 18 in Wien bekommt ab 5. September 2026 eine neue, direkte Endstation: das Ernst-Happel-Stadion an der U2. Möglich macht das eine 3,1 Kilometer lange Neubaustrecke, die von der Schlachthausgasse im dritten Bezirk über den Ludwig-Koeßler-Platz und den Donaukanal in den Prater führt. Insgesamt sieben neue Haltestellen kommen dazu, die neue Linie 18 verbindet damit künftig die U6-Station Burggasse-Stadthalle direkt mit der U2-Station Stadion. Eine zentrale Vorbedingung dafür ist inzwischen erfüllt: Die dafür seit Februar 2025 sanierte Stadionbrücke zwischen Leopoldstadt und Landstraße wurde am 28. August 2026 für den allgemeinen Verkehr freigegeben – laut übereinstimmenden Medienberichten eine Woche früher als ursprünglich geplant.

Stadionbrücke vorzeitig fertig

Die 82 Meter lange und 26 Meter breite Brücke über den Donaukanal wurde umfassend für den künftigen Straßenbahnbetrieb umgebaut. Die Straßenbahngleise verlaufen nun zentral über die Brücke, zusätzlich ist Platz für Linienbusse vorgesehen. Neu hinzugekommen ist ein fast vier Meter breiter, baulich getrennt geführter Zwei-Richtungs-Radweg. Für den motorisierten Individualverkehr steht ein Fahrstreifen Richtung Leopoldstadt und stehen zwei Fahrstreifen Richtung Landstraße zur Verfügung. Um die Brücke für den Straßenbahnbetrieb zu rüsten, wurden unter anderem Haupt- und Querträger verstärkt, ein neues Entwässerungssystem installiert und im Bereich der A4 zusätzliche Schutzbalken angebracht; die Arbeiten liefen bei laufendem Verkehr. Bis Herbst sollen laut den Berichten noch letzte Restarbeiten folgen, die den Verkehr nicht mehr beeinträchtigen sollen. Wiens Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) wurde in einer städtischen Aussendung mit den Worten zitiert, mit der Modernisierung sei eine zukunftsfitte Verbindung zwischen dem zweiten und dritten Bezirk für Öffis, Rad- und Individualverkehr geschaffen worden.

Radwege, Bäume und neue Aufenthaltsqualität

Die Streckenverlängerung ist nach Angaben der Stadt und der Wiener Linien in eine umfassendere Umgestaltung des öffentlichen Raums eingebettet. Entlang der neuen Trasse entstanden rund 2.150 Meter neue Radwege, darunter der neue Zwei-Richtungs-Radweg auf der Stadionbrücke und ein baulich getrennter Radweg in der Meiereistraße. Die Wiener Linien sprechen zudem von einer nun rund vier Kilometer durchgehenden Radverbindung vom Landstraßer Gürtel über St. Marx und den Donaukanal bis zur Donau am Handelskai. Ergänzt wird das Ganze durch rund 200 neu gepflanzte Bäume sowie ein 70 Meter langes Grüngleis im Bereich des Ernst-Happel-Stadions, das zur Kühlung und Begrünung des Areals beitragen soll.

Netzeffekte und Linienänderungen

Mit der Verlängerung entstehen laut Wiener Linien Umsteigemöglichkeiten zu fünf U-Bahn- und acht S-Bahn-Linien sowie zum Nah-, Fern- und künftigen Fernbusverkehr. Die Linie 18 übernimmt ab 5. September die bisherige Streckenführung der Buslinie 77A bis zur U2-Station Stadion; der 77A verkehrt künftig vom Rennweg über die Schlachthausgasse bis nach Neu Marx und übernimmt dort seinerseits die bisherige Strecke der Linie 80A. Laut einem Bericht der Presse soll zusätzlich zwischen Lusthaus und Stadion eine neue Buslinie 78A eingerichtet werden, während die Linie 80A zwischen Praterstern und Schlachthausgasse künftig dichter takten soll – diese beiden Details sind bislang nur einquellig belegt. Begleitend wird die Verbindung über Stadionallee und Meiereistraße zwischen Lusthausstraße und Stadionbad an allen Wochentagen für den allgemeinen Kfz-Verkehr gesperrt; Zufahrten zu Siedlungen, Sportanlagen, Parkplätzen und für Einsatzfahrzeuge bleiben davon unberührt. Nach Einordnung der Presse soll die neue Verbindung außerdem – über den Hauptbahnhof, St. Marx/Schlachthausgasse und das Quartier Belvedere – für manche Fahrgäste eine teilweise Alternative zur derzeit gesperrten S-Bahn-Stammstrecke darstellen; wie berichtet ist deren Notfahrplan wegen eines Kabelbrands im Stellwerk Praterstern mittlerweile bis zum Beginn der für 7. September geplanten Hauptsperre in Kraft, von der auch die Flughafen-S-Bahn S7 betroffen ist. Auch dieser Zusammenhang stammt bislang aus nur einer Quelle.

Was unklar bleibt

Zu den Gesamtkosten des Projekts – inklusive der Brückensanierung – und zur genauen Finanzierungsstruktur liegen in den vorliegenden Quellen weiterhin keine Angaben vor. Die von den Wiener Linien genannte Prognose von rund sechs Millionen Fahrgästen pro Jahr auf der gesamten Linie 18 ist eine Schätzung vor Betriebsstart und noch nicht durch reale Fahrgastzahlen belegt. Offen ist außerdem, wie Anrainerinnen, Anrainer und Gewerbetreibende im Pratergebiet auf die dauerhafte Sperre für den allgemeinen Kfz-Verkehr reagieren – entsprechende Stimmen tauchen in der bisherigen Berichterstattung nicht auf. Bei der Stadionbrücke bleibt abzuwarten, ob die für Herbst angekündigten Restarbeiten tatsächlich ohne weiteren Einfluss auf den Verkehr verlaufen. Auch die zusätzlichen Details zur neuen Buslinie 78A, zur Intervallverdichtung der Linie 80A sowie zur Rolle der Linie 18 als S-Bahn-Alternative stammen bislang nur aus einem einzelnen Medienbericht und sind noch nicht durch eine zweite Quelle oder offizielle Fahrplanunterlagen gegengeprüft.

Einordnung

Die Verlängerung der Linie 18 reiht sich in eine Serie größerer Netzausbauten der Wiener Linien der vergangenen Jahre ein und wird sowohl von der Stadt als auch von Wiener-Linien-Vertreterinnen als Beitrag zu Öffi- und Radverkehr sowie zur Begrünung des Pratergebiets dargestellt. Dass die vorgelagerte Sanierung der Stadionbrücke nun sogar eine Woche früher als geplant abgeschlossen wurde, deutet – anders als bei vielen städtischen Bauprojekten – auf einen bislang eingehaltenen Zeitplan hin; Angaben zu Kosten fehlen aber weiterhin. Da die zentralen Fakten zu Streckenverlauf, Datum und Begleitmaßnahmen von einer städtischen Presseaussendung, mehreren unabhängigen Medien und der offiziellen Projektseite der Wiener Linien übereinstimmend getragen werden, gilt die Grundinformation als gut abgesichert; auch die Brückenfreigabe wird von vier unabhängigen Medien übereinstimmend berichtet. Die zusätzliche Einordnung der Linie 18 als teilweise Alternative zur gesperrten S-Bahn-Stammstrecke sowie einzelne Buslinien-Details stammen bislang nur aus einer Quelle und werden entsprechend vorsichtiger behandelt. Eine kritische Gegenperspektive – etwa zu Kosten, Zeitplan oder den Auswirkungen der Verkehrssperre auf Anrainer – ist in den vorliegenden Quellen weiterhin nicht enthalten.