Italienische NATO-Eurofighter haben in der Nacht auf 15. September 2026 erstmals eine Drohne über litauischem Staatsgebiet abgeschossen, nahe dem Dorf Pratkūnai südöstlich von Kaunas. Litauische Stellen vermuten einen Einflug aus Belarus und eine rund 30-minütige Flugzeit über litauischem Gebiet, betonen aber, mit endgültigen Schlüssen zur Herkunft noch nicht vorpreschen zu wollen. Ein Kommandeur der litauischen Luftwaffe brachte das geborgene Wrack mit einem möglichen Sprengstoff-Fund in Verbindung – bislang aber nur einfach belegt und ohne forensische Bestätigung. Der Vorfall folgt auf einen ähnlichen Abschuss über der lettischen Region Balvi im August 2026 durch dieselbe italienische Einheit, wie im bisherigen Bericht dazu dargestellt, ist aber ein eigenständiges Ereignis mit eigenem Ablauf.
Präsident Gitanas Nauseda dankte den NATO-Kräften und kündigte eine fortgesetzte gemeinsame Luftraumverteidigung an. NATO-Generalsekretär Mark Rutte wurde laut Berichten im Zusammenhang mit dem Vorfall zu einem aus seiner Sicht zunehmend rücksichtslosen russischen Vorgehen zitiert, wobei der genaue Wortlaut nicht unabhängig vorliegt. Nahezu zeitgleich meldeten dänische Stellen, eine russische Fregatte habe in internationalen Gewässern Leuchtkugeln auf einen dänischen Militärhubschrauber abgefeuert – Russland sprach demnach von einem ‘gefährlichen Manöver’ des Hubschraubers. Eine offizielle Reaktion Russlands oder Belarus’ auf den Vorfall über Litauen selbst liegt bislang nicht vor, ebenso wenig eine forensische Bestätigung zu Herkunft und Sprengstoffverdacht der Drohne.
Erster Drohnenabschuss über litauischem Staatsgebiet
Italienische Eurofighter-Kampfjets, die im Rahmen der NATO-Luftraumüberwachung am Fliegerhorst Šiauliai stationiert sind, haben in der Nacht auf 15. September 2026 kurz nach Mitternacht eine Drohne über Litauen abgeschossen. Das Objekt ging nahe dem Dorf Pratkūnai im Bezirk Kaišiadorys herunter, rund 50 Kilometer südöstlich von Kaunas. Litauische Stellen bezeichneten den Vorfall als ersten Fall überhaupt, bei dem über dem Land eine Drohne abgeschossen wurde – ein neuer Höhepunkt in einer Serie von Luftraumverletzungen an der NATO-Ostflanke.
Herkunft vermutet, aber noch nicht bestätigt
Das litauische Krisenmanagementzentrum geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass die Drohne aus dem benachbarten Belarus einflog und rund 30 Minuten im litauischen Luftraum unterwegs war, dabei auch Gebiete nahe der Hauptstadt Vilnius überflog, bevor sie abgefangen wurde. Die litauische Armee selbst betonte jedoch, mit endgültigen Schlussfolgerungen zur Herkunft nicht vorschnell sein zu wollen – die Untersuchung des Vorfalls läuft damit erkennbar noch. Genauere Angaben zu Typ und Hersteller des unbemannten Flugobjekts wurden aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.
Hinweis auf Sprengstoff – unbestätigt
Ein Kommandeur der litauischen Luftwaffe wurde mit der Einschätzung zitiert, das geborgene Wrack lasse vermuten, dass die Drohne wahrscheinlich Sprengstoff an Bord hatte. Diese Angabe stammt bislang aus einer einzelnen Berichtslinie internationaler Agenturmedien; eine forensische Bestätigung oder eine ausführlichere offizielle Stellungnahme dazu liegt nicht vor.
Vorgeschichte: wiederkehrendes Muster im Baltikum
Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Zwischenfälle an der NATO-Ostflanke ein: Bereits im August 2026 hatten italienische Eurofighter – dieselbe Einheit, die auch jetzt in Litauen im Einsatz war – eine aus Belarus eingeflogene Drohne über der lettischen Region Balvi abgeschossen, wie im bisherigen Bericht zu diesem Ereignis dargestellt. Der neue Vorfall über Litauen ist ein eigenständiges Ereignis mit eigenem Ablauf und eigenen offenen Fragen, bestätigt aber das Muster wiederkehrender Drohneneinflüge über Belarus in baltisches NATO-Gebiet.
Reaktionen und parallele Spannungen
Präsident Gitanas Nauseda dankte den eingesetzten NATO-Kräften öffentlich für ihre schnelle Reaktion und erklärte, Litauen werde seinen Luftraum angesichts der aus seiner Sicht zunehmenden russischen Aggression gegen die Ukraine weiterhin gemeinsam mit seinen Bündnispartnern verteidigen. Auch NATO-Generalsekretär Mark Rutte wurde im Zusammenhang mit dem Vorfall laut Berichten mit Aussagen zu einem aus seiner Sicht zunehmend rücksichtslosen Verhalten Russlands zitiert, ohne dass der genaue Wortlaut unabhängig vorliegt. Nahezu zeitgleich meldeten dänische Stellen einen weiteren Zwischenfall: Eine russische Fregatte habe in internationalen Gewässern vor der dänischen Küste zwei Leuchtkugeln auf einen dänischen Militärhubschrauber abgefeuert, von denen eine die Maschine knapp verfehlt habe. Russland stellte dies laut Bericht als ‘gefährliches Manöver’ des Hubschraubers dar. Ob und wie Moskau sich zu beiden Vorfällen offiziell äußert, ist bislang offen.


