Eine 50-jährige Frau aus dem Bezirk Murtal in der Steiermark ist nach übereinstimmenden Medienberichten Opfer eines Love-Scam geworden und um rund 77.000 Euro gebracht worden. Ein bislang unbekannter Täter hatte sich als Pilot ausgegeben und ihr seit März wiederholt Gefühle vorgetäuscht, während sie ihm über mehrere Monate Geld überwies. Erst als ein zugesagter Besuch in Österreich nicht zustande kam, wurde sie misstrauisch und erstattete Anzeige.
Ein einzelner zusätzlicher Bericht schildert, der Täter habe die Frau auch mit einer gefälschten Behördennachricht unter Druck gesetzt, um weitere Zahlungen zu erwirken. Dieses Detail ist bislang nicht durch mehrere unabhängige Quellen bestätigt und daher vorsichtig einzuordnen.
Offen bleibt, wer hinter dem falschen Profil steckt und ob die Ermittlungen zu einer Identifizierung führen oder die Frau einen Teil des Geldes zurückerhalten kann. Ähnliche Betrugsmaschen mit erfundenen Autoritätspersonen sind aus Österreich bereits bekannt, etwa ein Fall in Wien-Meidling mit einem falschen Polizisten.
Was passiert ist
Eine 50-jährige Frau aus dem Bezirk Murtal in der Steiermark ist nach übereinstimmenden Medienberichten Opfer eines sogenannten Love-Scam geworden und um rund 77.000 Euro gebracht worden. Ein bislang unbekannter Täter hatte sich als Pilot ausgegeben und ihr seit März wiederholt Gefühle vorgetäuscht. Über mehrere Monate hinweg überwies die Frau dem vermeintlichen Partner Geld. Erst als ein zugesagter persönlicher Besuch in Österreich nicht zustande kam, wurde sie misstrauisch und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Wie der Betrug abgelaufen sein soll
Der Kontakt zu dem angeblichen Piloten bestand laut den vorliegenden Berichten seit März. Über diesen Zeitraum baute der Täter offenbar gezielt Vertrauen auf, bevor er die Frau um Geld bat – ein typisches Muster bei dieser Betrugsform, bei der emotionale Nähe vorgetäuscht wird, um finanzielle Forderungen zu rechtfertigen. Ein einzelner zusätzlicher Bericht schildert darüber hinaus, der Täter habe die Frau unter anderem mit einer gefälschten Behördennachricht unter Druck gesetzt, um weitere Zahlungen zu erhalten. Dieses Detail ist bislang nur durch eine einzelne Quelle belegt und daher nicht abschließend eingeordnet.
Was unklar bleibt
Offen ist, wer sich hinter dem falschen Piloten-Profil verbirgt und ob die Ermittlungen zu einer Identifizierung führen. Ebenso unklar ist, ob die Frau zumindest einen Teil der verlorenen Summe zurückerhalten kann. Bei internationalen Love-Scam-Fällen gelingt eine Täterermittlung erfahrungsgemäß nur selten, konkrete Angaben zum Ermittlungsstand liegen für diesen Fall bislang nicht vor.
Einordnung
Love-Scam-Betrug, bei dem Täter über soziale Netzwerke oder Dating-Plattformen Liebesbeziehungen vortäuschen, um Geld zu erschleichen, ist in Österreich immer wieder Thema von Polizeiwarnungen. Ähnliche Betrugsmuster mit erfundenen Autoritätspersonen wurden zuletzt auch anderswo beobachtet: „Neue Nachrichten“ berichtete etwa über einen Fall in Wien-Meidling, bei dem sich ein Anrufer als Leiter des Landeskriminalamts ausgab und eine 75-Jährige um 70.000 Euro brachte. Solche Fälle zeigen, dass Betrüger unterschiedliche vorgetäuschte Rollen – vom Piloten bis zur Behördenperson – nutzen, um Vertrauen zu erschleichen oder Druck aufzubauen.

