Ein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Lissabon musste am Samstagabend wegen einer brennenden Powerbank nach Lyon umgeleitet werden. Das Gerät gehörte laut Unternehmensangabe einem Fluggast und geriet im Bereich eines Sitzes in Brand. Lufthansa bestätigte den Vorfall gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Die Crew sicherte die Powerbank in einer Lithium Safe Bag, entschied sich aber zur Sicherheit für die Landung in Lyon gegen 22 Uhr.
Die 198 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder verbrachten die Nacht in Hotels und wurden am Folgetag auf alternative Flüge nach Lissabon umgebucht. Verletzte gab es den Berichten zufolge keine. Es war bereits der zweite sicherheitsbedingte Zwischenfall einer Lufthansa-Maschine aus Frankfurt an diesem Wochenende: Ein Flug nach Toronto war wegen Geruchs in der Kabine über Manchester umgeleitet worden.
Der Vorfall fällt in eine Phase verschärfter Vorgaben: Bei der Lufthansa-Gruppe, zu der auch die AUA gehört, sind Nutzung und Aufladen von Powerbanks an Bord seit Anfang 2026 verboten. Offen bleibt, wie genau es zum Brand kam und welches Gerät betroffen war.
Was passiert ist
Ein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Lissabon musste am Samstagabend wegen einer brennenden Powerbank nach Lyon umgeleitet werden. Das Gerät gehörte laut Unternehmensangabe einem Fluggast und geriet im Bereich eines Sitzes in Brand. Lufthansa bestätigte den Vorfall auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa, nachdem zuvor deutsche Medien wie RTL und “Bild” darüber berichtet hatten. Die Besatzung sicherte die brennende Powerbank in einer dafür vorgesehenen Lithium Safe Bag, entschied sich aber aus Sicherheitsgründen dazu, nicht bis Lissabon weiterzufliegen, sondern nach Lyon auszuweichen. Die Maschine landete dort gegen 22 Uhr sicher.
Nacht im Hotel, dann Weiterreise
An Bord befanden sich 198 Passagiere sowie sechs Besatzungsmitglieder. Sie wurden für die Nacht in Hotels in Lyon untergebracht und am Folgetag auf alternative Flugverbindungen Richtung Lissabon umgebucht. Zu Verletzten kam es den vorliegenden Berichten zufolge nicht.
Zweiter Vorfall am selben Wochenende
Es war bereits der zweite sicherheitsbedingte Zwischenfall bei einer Lufthansa-Maschine aus Frankfurt an diesem Wochenende: Ebenfalls am Samstag kehrte ein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Toronto mit 371 Passagieren an Bord über Schottland um und landete in Manchester. Grund war laut Unternehmensangabe eine Geruchsentwicklung in der Kabine. Ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen ist aus den vorliegenden Quellen nicht ersichtlich.
Regeln für Powerbanks an Bord
Der Vorfall fällt in eine Phase verschärfter Regeln: Bei der Lufthansa-Gruppe, zu der auch die österreichische Tochter AUA gehört, ist das Aufladen und die Nutzung von Powerbanks an Bord seit Anfang 2026 verboten, ausgenommen genehmigte medizinische Geräte. Powerbanks dürfen zudem, wie auch E-Zigaretten, nicht im Aufgabegepäck transportiert werden. Im Handgepäck sind sie bei der Lufthansa-Gruppe nicht in den Gepäckfächern über den Sitzen erlaubt, sondern nur in der Sitztasche des Vordersitzes, am eigenen Körper oder im Handgepäck unter dem Sitz.
Was unklar bleibt
Offen ist nach den vorliegenden Quellen, wie genau es zum Brand der Powerbank kam, welcher Hersteller oder Gerätetyp betroffen war und wie stark sich die Reisepläne der Passagiere durch Umbuchungen insgesamt verzögerten. Auch eine Einschätzung von Luftfahrtbehörden zur Häufung zweier sicherheitsbedingter Vorfälle bei Lufthansa am selben Wochenende liegt bislang nicht vor.

