María Corina Machado hat in einem Interview mit dem “Wall Street Journal” angekündigt, in absehbarer Zeit nach Venezuela zurückkehren zu wollen. Der Zeitpunkt sei gekommen, sagte die Friedensnobelpreisträgerin laut übereinstimmenden Medienberichten; sie könne den politischen Prozess nicht länger aus dem Ausland leiten. Ein konkretes Datum nannte sie nicht.
Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der Machado – wie im bisherigen Bericht zu den seit 1. August laufenden Gesprächen zwischen Opposition und Übergangsregierung dargestellt – von diesen Verhandlungen ausgeschlossen bleibt. Ihre Reaktion darauf scheint eine direkte, persönliche Rückkehr statt einer Rolle aus dem Exil zu sein.
Mehrere Detailangaben sind vorerst nicht abschließend verifiziert: Laut nur einer Quelle warnte die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez vor Konsequenzen für Machado, laut einer anderen Einzelquelle signalisierte US-Außenminister Rubio ihr freies Geleit. Offen bleibt daher, wann, wie und mit welchen Folgen eine tatsächliche Rückkehr erfolgen würde.
„Der Zeitpunkt ist gekommen“
María Corina Machado hat in einem Interview mit dem “Wall Street Journal” angekündigt, in absehbarer Zeit nach Venezuela zurückkehren zu wollen. Der Zeitpunkt dafür sei gekommen, sagte die Friedensnobelpreisträgerin laut übereinstimmenden Medienberichten; sie könne den politischen Wandel im Land nicht länger aus dem Ausland heraus gestalten. Ein konkretes Datum nannte sie dabei nicht – laut einem Bericht sprach sie davon, das Signal für ihre Abreise könne “in zehn Minuten oder in zehn Tagen” oder auch erst später kommen.
Machado hält sich seit Monaten außerhalb Venezuelas auf. Ihre Ankündigung erfolgt, während sie von den seit 1. August laufenden Gesprächen zwischen Teilen der Opposition und der Übergangsregierung ausgeschlossen bleibt – eine der offenen Fragen aus der bisherigen Berichterstattung. Mit der angekündigten Rückkehr signalisiert Machado offenbar, den Prozess trotz ihres Ausschlusses persönlich vor Ort mitgestalten zu wollen, anstatt sich auf eine Rolle aus dem Exil zu beschränken.
Reaktion der Übergangsregierung – nicht abschließend verifiziert
Laut einem Bericht warnte die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez, Machado müsse sich im Fall einer Rückkehr “verantworten”. Eine im Wortlaut einsehbare offizielle Erklärung dazu liegt bisher nicht vor, weshalb diese Angabe als nicht unabhängig bestätigt gilt. Uneinheitlich ist auch die Darstellung zur Haltung der US-Regierung: Nach früheren Erdbeben im Juni soll Washington eine Rückkehr Machados demnach für unpassend gehalten haben, während US-Außenminister Marco Rubio ihr laut einem weiteren Bericht später signalisiert habe, sie könne jederzeit zurückkehren. Beide Angaben stammen aus einzelnen Sekundärquellen und sind damit vorsichtig zu lesen.
Vorgeschichte
Wie im bisherigen Bericht zu den Gesprächen zwischen Opposition und Übergangsregierung dargestellt, verhandelt seit 1. August eine Gruppe um Dinorah Figuera unter US-Vermittlung mit der Übergangsregierung in Caracas – Machado nimmt daran nicht teil. Warum sie ausgeschlossen bleibt und ob die Gespräche zu überprüfbaren Reformen führen, war dort offen geblieben. Die aktuelle Ankündigung liefert dazu keine Klärung der Verhandlungsfrage, zeigt aber erstmals öffentlich, wie Machado selbst auf ihre Randposition reagiert: mit der Ansage einer eigenen, direkten Rückkehr.
Was weiterhin unklar bleibt
Offen bleibt, wann und auf welchem Weg eine Rückkehr tatsächlich stattfinden würde, welche konkreten Schritte die Übergangsregierung im Ernstfall setzen würde und wie die US-Regierung – die zuvor laut Berichten Zurückhaltung signalisiert hatte – auf eine tatsächliche Rückkehr reagiert. Auch ob Machado nach einer Rückkehr Berührungspunkte zu der laufenden Verhandlungsgruppe sucht, ist derzeit nicht bekannt.

