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Zwei Männer haben am Donnerstagnachmittag im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) ein Schmuckstück gestohlen. Sie betraten das Haus gegen 14.00 Uhr als gewöhnliche Besucher, wo derzeit die Ausstellung „Glanzstücke“ mit Preziosen von Van Cleef & Arpels und Objekten aus der MAK-Sammlung läuft. Später schlugen sie eine Glasvitrine ein und nahmen das Exponat mit, ehe sie flüchteten. Mehrere unabhängige Medien berichten inzwischen übereinstimmend, dass es sich um ein Platin-Collier mit 673 Diamanten und rund 200 Karat Gesamtgewicht handelt. Die Landespolizeidirektion Wien hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Fahndungsfotos der beiden mutmaßlichen Täter veröffentlicht und bittet um Hinweise.

Das Landeskriminalamt ermittelt wegen räuberischen Diebstahls, auch die Kulturgutfahndung des Bundeskriminalamts ist eingeschaltet. Laut Medienrecherchen zu einer Auktionsdatenbank soll das Collier ursprünglich aus dem Besitz der ägyptischen Königsfamilie stammen und 2015 bei einer Auktion in New York rund 4,3 Millionen US-Dollar erzielt haben – ein historischer Verkaufswert, keine aktuelle Wert- oder Versicherungsangabe des MAK. Ein einzelner Bericht spricht davon, der Ausstellungsbetrieb sei fortgesetzt worden; das ist mangels zweiter Quelle nicht bestätigt.

Offen bleiben weiterhin die Identität der Täter über die veröffentlichten Fotos hinaus, wie sie von Wert und Standort des Stücks erfuhren, der aktuelle Ermittlungsstand sowie eine eigene Stellungnahme des MAK zu Sicherheitsvorkehrungen und zum Schadensausmaß.

Was passiert ist

Zwei Männer haben am Donnerstagnachmittag im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) ein Schmuckstück gestohlen. Die beiden dürften gegen 14.00 Uhr als gewöhnliche Besucher das Haus in der Wiener Innenstadt betreten haben, wo derzeit die Ausstellung „Glanzstücke“ läuft – eine Schau, die Preziosen des Pariser Juweliers Van Cleef & Arpels mit Objekten aus der MAK-Sammlung kombiniert. Nach einiger Zeit schlugen sie eine Glasvitrine ein und nahmen ein Exponat mit, ehe sie flüchteten. Wie mittlerweile mehrere Medien übereinstimmend berichten, handelt es sich bei dem gestohlenen Stück um ein Platin-Collier mit 673 Diamanten und einem Gesamtgewicht von rund 200 Karat. Die Landespolizeidirektion Wien hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Fahndungsfotos der beiden mutmaßlichen Täter veröffentlicht und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Was die Quellen zeigen

Die Grunddarstellung des Ablaufs stützt sich weiterhin auf eine Bestätigung der Polizei gegenüber der APA, ergänzt durch zahlreiche voneinander unabhängige Medien – darunter Die Presse, Der Standard, Kurier, ORF Wien, die Kleine Zeitung und vienna.at. Laut Polizeisprecherin verhielten sich die beiden Männer zunächst wie normale Besucher, ehe es zu der Tat kam; Zeugen sollen die Täter dabei beobachtet haben. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen räuberischen Diebstahls, auch die auf gestohlenes Kulturgut spezialisierte Fahndungseinheit des Bundeskriminalamts wurde eingeschaltet. Neu ist, dass die Landespolizeidirektion Wien im Auftrag der Staatsanwaltschaft mittlerweile Fahndungsfotos der Verdächtigen veröffentlicht hat und um Hinweise bittet. Zur Identität des gestohlenen Stücks liegen inzwischen konkrete Angaben vor: Es soll sich laut Medienrecherchen um ein historisches Collier handeln, das ursprünglich für die ägyptische Königsfamilie gefertigt und 1939 von Königin Nazli bei der Hochzeit ihrer Tochter Fawzia mit dem späteren iranischen Schah Mohammad Reza Pahlavi getragen worden sein soll. Bei einer Auktion 2015 in New York soll es laut einer Auktionsdatenbank rund 4,3 Millionen US-Dollar erzielt haben – dieser Betrag stammt jedoch aus einem Verkauf vor rund einem Jahrzehnt und ist keine aktuelle Wert- oder Versicherungsangabe des MAK. Ein einzelner Artikel berichtet zudem, der Ausstellungsbetrieb sei nach dem Diebstahl fortgesetzt worden; da dazu nur die Schlagzeile, aber kein Artikeltext vorliegt und keine zweite Quelle diese Angabe bestätigt, wird das hier als unbestätigt behandelt.

Was unklar bleibt

Offen bleibt weiterhin, wie die Täter im Voraus gewusst haben sollen, welches Exponat besonders wertvoll und wo genau es platziert war. Eine belastbare, öffentlich zugängliche Täterbeschreibung über die veröffentlichten Fotos hinaus liegt nicht vor, ebenso wenig eine Bestätigung, ob es bereits Festnahmen gibt oder die Auswertung von Videoaufnahmen neue Erkenntnisse gebracht hat. Der aktuelle Markt- bzw. Versicherungswert des Colliers ist offiziell nicht beziffert; bekannt ist nur der historische Auktionspreis von 2015. Ob der Ausstellungsbetrieb tatsächlich fortgesetzt wurde und mit welchen zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, ist unklar. Eine eigene Stellungnahme des MAK zu Sicherheitsvorkehrungen oder zum Ausmaß des Schadens liegt weiterhin nicht vor.

Einordnung

Der Vorfall reiht sich in eine Serie spektakulärer Museumsdiebstähle ein, bei denen Täter gezielt einzelne, besonders wertvolle Objekte aus laufenden Ausstellungen entwenden. Dass neben dem Landeskriminalamt auch die auf Kulturgut spezialisierte Fahndungseinheit des Bundeskriminalamts eingebunden wurde und die Polizei nun öffentlich mit Fotos fahndet, unterstreicht die Einschätzung der Behörden, es handle sich um ein Stück von besonderem materiellem und kulturhistorischem Wert. Die kursierende Zahl von rund 4,3 Millionen US-Dollar bezieht sich auf einen Auktionsverkauf vor rund einem Jahrzehnt und sollte nicht mit dem heutigen Schaden gleichgesetzt werden, den bislang weder Polizei noch Museum offiziell beziffert haben. Begleitende Medienberichte zu Versicherungsfragen bei Kunstdiebstählen sind allgemeine Einordnungsstücke und keine MAK-spezifischen Auskünfte zum konkreten Fall.