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Ein Mann in seinen 60ern aus Stockport hat sich vor dem Manchester Minshull Street Crown Court in 60 Anklagepunkten schuldig bekannt. Laut Polizei Greater Manchester geht es um mehrfache Vergewaltigung, sexuelle Übergriffe und das vorsätzliche Verabreichen einer Substanz, um seine Ehefrau über mehr als 20 Jahre hinweg – zwischen 2004 und 2025 – zu betäuben und zu missbrauchen. Ein Teilgeständnis hatte er bereits im Sommer abgelegt, am Montag kamen die restlichen 45 Anklagepunkte hinzu.

Ein Polizeivertreter sprach von einer schrecklichen Missbrauchsserie und betonte die Unterstützung des Opfers in einer komplexen Ermittlung. Zwölf weitere Männer zwischen 28 und 74 Jahren aus dem gesamten Vereinigten Königreich sind wegen sexueller Straftaten gegen dieselbe Frau angeklagt, bestreiten laut Nachrichtenagentur PA aber die Vorwürfe. Die Identität von Mann und Frau bleibt zum Schutz des lebenslangen Opferschutzes ungenannt.

Österreichische Medien ziehen thematische Parallelen zu anderen bekannt gewordenen Missbrauchsfällen. Offen bleiben das Strafmaß für den geständigen Mann sowie der Ausgang des separaten Verfahrens gegen die zwölf mitangeklagten Männer.

Was passiert ist

Vor dem Manchester Minshull Street Crown Court hat sich ein Mann in seinen 60ern aus Stockport in insgesamt 60 Anklagepunkten schuldig bekannt. Laut der Polizei Greater Manchester und übereinstimmenden Medienberichten geht es um mehrfache Vergewaltigung, sexuelle Übergriffe, Eindringen sowie das vorsätzliche Verabreichen einer Substanz, um seine Ehefrau zu betäuben und wehrlos zu machen. Bereits im Sommer hatte er sich zu einem Teil der Vorwürfe bekannt – darunter fünf Fälle von Vergewaltigung, sechs Fälle des Eindringens, drei sexuelle Übergriffe sowie die Weitergabe intimer Aufnahmen ohne Zustimmung. Am Montag kamen die restlichen 45 Anklagepunkte hinzu, womit sich das Geständnis auf alle 60 Punkte der Anklage erstreckt. Die Taten sollen sich zwischen 2004 und 2025 zugetragen haben, also über mehr als zwei Jahrzehnte.

Was die Quellen zeigen

Die Polizei Greater Manchester bestätigte den Fall in einer eigenen Mitteilung. Ein Vertreter der Polizei sprach von einer schrecklichen Missbrauchsserie und betonte, der Fokus liege nun auf der Unterstützung des Opfers in einer komplexen Ermittlung. Nach Angaben aus dem Gerichtssaal brach der Mann bei der Verlesung der Anklagepunkte zeitweise in Tränen aus; seine Frau saß den Berichten zufolge gemeinsam mit Familienangehörigen in der ersten Reihe der Zuschauertribüne. Neben dem Ehemann sind zwölf weitere Männer im Alter zwischen 28 und 74 Jahren aus verschiedenen Teilen des Vereinigten Königreichs wegen sexueller Straftaten gegen dieselbe Frau angeklagt. Sie bestreiten laut der Nachrichtenagentur PA sämtliche Vorwürfe; ihr separates Verfahren soll den Berichten zufolge mehrere Wochen dauern. Die Identität des Mannes wurde nicht veröffentlicht, um Rückschlüsse auf die – rechtlich lebenslang geschützte – Anonymität der Frau zu verhindern.

Einordnung

Österreichische Medien stellen im Zusammenhang mit dem Fall einen Bezug zu anderen international bekannt gewordenen Fällen her, in denen Frauen über Jahre hinweg betäubt und missbraucht wurden – etwa dem Verfahren um Gisèle Pelicot in Frankreich sowie einem zum Zeitpunkt der Berichterstattung laufenden Prozess in der Region Hannover in Deutschland. Diese Einordnung stammt aus der Medienberichterstattung selbst und beschreibt eine thematische Ähnlichkeit, nicht einen belegten inhaltlichen Zusammenhang zwischen den einzelnen Fällen.

Was unklar bleibt

Offen ist, wann das Strafmaß gegen den geständigen Mann verkündet wird und zu welchem Ergebnis das separate Verfahren gegen die zwölf mitangeklagten Männer kommt. Aus den vorliegenden Quellen geht auch nicht hervor, wie die Ermittlungen nach mehr als 20 Jahren zur Anklage führten. Eine eigene, über die knappen Polizeiangaben hinausgehende Stellungnahme der betroffenen Frau oder ihrer Vertretung liegt nicht vor.