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Der österreichische Sportjournalist Michael Kuhn ist in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 88 Jahren gestorben. Der ORF würdigte ihn in einer Presseaussendung, mehrere große österreichische Medien veröffentlichten Nachrufe. Laut einem Bericht teilte seine Tochter den Tod der APA mit; als Sterbeort wird dort Kärnten genannt, was andere Berichte nicht gesondert bestätigen.

Kuhn prägte über Jahrzehnte zwei der größten Medienhäuser des Landes: Ab 1959 arbeitete er für die Kronen Zeitung, wo er bis zum geschäftsführenden Chefredakteur aufstieg und 2006 nach Streitigkeiten fristlos entlassen wurde. Parallel dazu kommentierte er von 1965 bis 1993 für den ORF Fußballspiele und Skirennen.

Ab 1997 war Kuhn Präsident und zuletzt Ehrenpräsident des Verbands Sports Media Austria, 2019 wurde er von der Internationalen Sportjournalistenvereinigung AIPS für sein Lebenswerk geehrt. Offen bleiben die genauen Todesumstände sowie eine eigene Stellungnahme der Kronen Zeitung.

Was passiert ist

Der österreichische Sportjournalist Michael Kuhn ist gestorben. Nach übereinstimmenden Berichten des ORF und mehrerer großer österreichischer Medien starb Kuhn in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 88 Jahren. Der ORF würdigte ihn in einer Presseaussendung als langjährigen Kommentator; am selben Tag veröffentlichten unter anderem Kurier, Der Standard, Die Presse und die Kleine Zeitung Nachrufe. Laut ORF Sport teilte Kuhns Tochter den Tod der APA mit; diese Quelle nennt auch Kärnten als Sterbeort, eine Angabe, die in den übrigen uns vorliegenden Berichten nicht gesondert bestätigt wird.

Die Karriere zwischen Kronen Zeitung und ORF

Kuhn prägte über Jahrzehnte zwei der größten Medienhäuser des Landes. Ab 1959 war er bei der Kronen Zeitung tätig, stieg zum stellvertretenden und 2003 zum geschäftsführenden Chefredakteur auf und leitete lange Zeit das Sportressort. 2006 wurde er nach Streitigkeiten mit Hans Dichand fristlos entlassen, es folgten laut den vorliegenden Berichten langwierige juristische Auseinandersetzungen. Parallel dazu kommentierte Kuhn von 1965 bis 1993 für den ORF Fußballspiele und Skirennen, wodurch er über die Zeitungswelt hinaus bekannt wurde. Seine journalistischen Anfänge hatte er als freier Mitarbeiter bei Wiener Publikationen, bevor er zur Krone wechselte.

Auszeichnungen und Funktionen

Kuhn war Autor mehrerer Fachpublikationen, darunter die als „Kuhn’s Sport-Chronik“ bekannte Werksreihe. Ab 1997 war er Gründungsmitglied und Präsident des Verbands Sports Media Austria und hatte bis zuletzt dessen Ehrenpräsidentschaft inne; ein Bericht nennt dabei präziser die Jahre 1997 bis 2014 als aktive Präsidentschaft. Für sein Lebenswerk wurde er 2019 von der Internationalen Sportjournalistenvereinigung AIPS geehrt, zudem erhielt er laut einem der Berichte 1997 das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Stadt Wien und 2024 eine Auszeichnung des Branchenblatts „Österreichs Journalist:in“.

Was unklar bleibt

Die genauen Umstände von Kuhns Tod sind aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend zu klären, ebenso wenig die Angabe zum Sterbeort, die nur ein Bericht nennt. Eine eigene Stellungnahme der Kronen Zeitung zum Tod ihres langjährigen Redakteurs liegt bislang nicht vor. Auch das genaue Geburtsdatum Kuhns stützt sich derzeit nur auf eine einzelne Quelle. Ob weitere Sportverbände oder Weggefährten sich noch öffentlich äußern werden, ist offen.