Am Flugplatz Mauterndorf im Salzburger Lungau ist in der Nacht auf Montag der Hubschrauber des früheren Skisprung-Olympiasiegers Thomas Morgenstern gestohlen worden. Unbekannte Täter brachen laut Polizei Salzburg gegen 1.50 Uhr in den Hangar ein und starteten die Maschine vom Typ Robinson R44. Ein Mitglied des örtlichen Flugvereins hörte die Startgeräusche, erreichte den Piloten jedoch nicht und entdeckte anschließend Einbruchsspuren am Hangar. Morgenstern bestätigte den Vorfall gegenüber den „Salzburger Nachrichten“.
Die letzte gesicherte Spur führt in den Luftraum über Kroatien: Dort wurde der Hubschrauber gegen 4.20 bis 4.30 Uhr geortet. An der Fahndung beteiligen sich neben der Polizei auch Austro Control und das Bundesheer, die Ermittlungen laufen laut Polizei „in alle Richtungen“. Täter, Motiv und aktueller Verbleib der Maschine sind bislang unbekannt. Vereinzelte Berichte nennen einen Wert von rund 600.000 Euro und eine Ortung nahe der kroatischen Insel Pag – diese Angaben sind bislang nicht durch mehrere Quellen bestätigt.
Was passiert ist
In der Nacht auf Montag ist am Flugplatz Mauterndorf im Salzburger Lungau der Hubschrauber des früheren Skisprung-Olympiasiegers Thomas Morgenstern gestohlen worden. Nach Angaben der Polizei Salzburg brachen unbekannte Täter gegen 1.50 Uhr in den Hangar ein und starteten die Maschine vom Typ Robinson R44. Ein zu dieser Zeit auf dem Flugplatz anwesendes Mitglied des örtlichen Flugvereins hörte die Startgeräusche eines Hubschraubers, konnte den fliegenden Piloten jedoch nicht erreichen. Erst danach entdeckte er Beschädigungen und Einbruchsspuren an der Eingangstür des Hangars und verständigte die Polizei. Morgenstern selbst bestätigte den Diebstahl gegenüber den „Salzburger Nachrichten“.
Wohin die Spur führt
Übereinstimmenden Berichten von ORF Salzburg und Kurier zufolge wurde der Hubschrauber zuletzt gegen 4.20 bis 4.30 Uhr in der Früh im Luftraum über Kroatien geortet – danach fehlt jede weitere gesicherte Spur. An der Fahndung sind laut Kurier neben der Polizei auch Austro Control und das Bundesheer beteiligt. Wer die Maschine entwendet hat und welches Ziel damit verfolgt wurde, ist bislang nicht bekannt; die Ermittlungen würden laut ORF „in alle Richtungen“ geführt. Morgensterns Firma nutzt den Hubschrauber laut ORF sonst für Transport- und Fotoflüge.
Was unklar bleibt
Ein einzelner Bericht, der nicht Teil der hier ausgewerteten Kernquellen ist (Tiroler Tageszeitung), nennt einen Zeitwert der Maschine von rund 600.000 Euro, eine Übernahme der Ermittlungen durch das Landeskriminalamt sowie eine letzte Ortung nahe der kroatischen Ferieninsel Pag. Diese Details sind bislang nur von dieser einen Quelle wiedergegeben und wurden von den übrigen ausgewerteten Medien nicht bestätigt – sie sind daher mit Vorsicht zu lesen. Ebenfalls offen sind der aktuelle Verbleib des Hubschraubers, die Identität möglicher Täter, ein Motiv sowie der Stand einer allfälligen grenzüberschreitenden Fahndung mit kroatischen Behörden.
Einordnung
Morgenstern gilt laut Kurier als dreifacher Olympiasieger im Skispringen und ist seit Jahren passionierter Hubschrauber-Pilot; 2015 wurde er sogar Junioren-Weltmeister im Helikopter-Fliegen. Der Diebstahl eines Hubschraubers direkt aus einem gesicherten Hangar ist ungewöhnlich und dürfte einige technische und logistische Kenntnis vorausgesetzt haben. Auf „Neue Nachrichten“ wurde jüngst über einen anders gelagerten Fall aus Saalfelden berichtet, bei dem zwei mutmaßliche E-Bike-Diebe rasch auf frischer Tat gefasst wurden – im vorliegenden Fall bleibt die Tätersuche dagegen bislang ergebnislos.


