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Elon Musks Unternehmen X Corp. und X.AI haben beantragt, ihre vor gut einem Jahr eingebrachte Kartellklage gegen Apple einzustellen – mit Verzicht auf eine erneute Klage. Ein bei der Rechtsdatenbank CourtListener eingesehener Docket-Eintrag zum Verfahren am US-Bundesbezirksgericht in Fort Worth (Texas) bestätigt den Antrag vom 14. September 2026 sowie, dass Apple ihm nicht widersprochen hat. Details zu den Gründen der Einigung nennt der Eintrag nicht.

Ursprünglich hatte Musk Apple vorgeworfen, seinen Chatbot Grok im App Store zu benachteiligen, während ChatGPT von OpenAI beworben und exklusiv in iOS integriert wurde – aus Musks Sicht ein Hinweis auf eine Absprache zwischen beiden Konzernen zulasten von Wettbewerbern. Die Klage gegen die OpenAI-Gruppe wird davon ausdrücklich nicht berührt und läuft laut mehreren Medien unverändert weiter.

Offen bleibt, welche Bedingungen Musks Firmen und Apple konkret vereinbart haben und warum der Rückzug gerade jetzt erfolgt. Auch wie es im separaten, parallel laufenden Streit mit OpenAI weitergeht – zu dem laut heise auch eine Gegenklage OpenAIs gegen Musk zählt –, ist derzeit nicht absehbar.

Was passiert ist

Elon Musks Unternehmen X Corp. und X.AI haben vor dem zuständigen US-Bundesbezirksgericht im texanischen Fort Worth beantragt, ihre Kartellklage gegen Apple einzustellen – und zwar mit Verzicht auf eine erneute Klage in derselben Sache. Die Klage war vor gut einem Jahr eingebracht worden und richtete sich ursprünglich sowohl gegen Apple als auch gegen die OpenAI-Gruppe. Gegen OpenAI wird das Verfahren ausdrücklich fortgesetzt, wie mehrere Medien und ein Gerichts-Docket-Eintrag übereinstimmend zeigen.

Worum es in der Klage ging

Im Zentrum der ursprünglichen Klage stand laut heise-Recherche der Vorwurf, Apple habe Grok, den Chatbot von Musks Firma X.AI, im App Store benachteiligt, während ChatGPT von OpenAI dort beworben und zugleich exklusiv in das Betriebssystem iOS integriert worden sei. Musk vermutete dahinter eine Absprache zwischen Apple und OpenAI, um jeweilige Marktmacht bei Smartphones und KI-Chatbots abzusichern – ein Vorwurf, den die Klageschrift als Verstoß gegen US-Wettbewerbsrecht sowie gegen texanisches Recht wertete. Auch die Kleine Zeitung bestätigt diese Grundlinie der Klage.

Was die Quellen zeigen

Ein bei der Rechtsdatenbank CourtListener eingesehener Docket-Eintrag zum Verfahren X Corp. v. Apple Inc. (Az. 4:25-cv-00914) bestätigt, dass der Antrag auf Einstellung der Klage gegen Apple am 14. September 2026 gestellt wurde und Apple ihm nicht widersprochen hat. Details zu den Gründen oder etwaigen finanziellen beziehungsweise vertraglichen Vereinbarungen enthält der öffentlich zugängliche Eintrag nicht. Übereinstimmend berichten heise, Kleine Zeitung, futurezone und Der Standard, dass die Klage gegen OpenAI unverändert weiterläuft.

Was unklar bleibt

Offen ist, worauf sich Musks Firmen und Apple konkret geeinigt haben – etwa ob es Zusagen zur künftigen App-Store-Praxis, eine Zahlung oder lediglich eine stillschweigende Beilegung gab. Auch die Gründe, warum ausgerechnet jetzt und nur gegenüber Apple ein Rückzug erfolgt, sind aus den vorliegenden Quellen nicht ersichtlich. Unklar bleibt zudem, wie sich der parallel laufende Streit mit OpenAI weiterentwickelt, zu dem laut heise auch eine Gegenklage OpenAIs gegen Musk gehört.

Einordnung

Der Fall ist nach Angaben von heise nicht mit dem separaten Verfahren Musk gegen (OpenAI-Chef) Sam Altman zu verwechseln, in dem es um die Umwandlung von OpenAI in ein gewinnorientiertes Unternehmen geht. Dass Musk seine Firmen nur gegenüber Apple zurückzieht, während der Streit mit OpenAI weitergeht, deutet nach Einschätzung mehrerer Medien eher auf eine strategische Neuausrichtung als auf ein Eingeständnis in der Sache hin – eine abschließende Bewertung ist ohne Kenntnis der Einigungsbedingungen jedoch nicht möglich.