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Die NASA hat am 30. August 2026 das Weltraumteleskop „Nancy Grace Roman Space Telescope“ mit einer SpaceX-Falcon-Heavy-Rakete vom Kennedy Space Center gestartet. Benannt ist die Mission nach der ersten Chefastronomin der NASA, die maßgeblich am Zustandekommen des Hubble-Teleskops beteiligt war. Laut NASA befindet sich Roman nun auf einer rund dreimonatigen, etwa 1,6 Millionen Kilometer langen Reise zum Sonne-Erde-Lagrangepunkt L2, wo es künftig operieren soll. Über den erfolgreichen Start berichteten mittlerweile auch weitere Medien wie Der Standard und Golem.de übereinstimmend, ohne zusätzliche eigenständige Fakten beizutragen.

Roman soll ein rund 100-mal größeres Sichtfeld als Hubble haben, den Himmel etwa 1000-mal schneller durchmustern und dank einer 300-Megapixel-Infrarotkamera sowie eines Coronagraph-Systems auch Exoplaneten direkt abbilden können. Mit Übersichtsaufnahmen und Gravitationslinsen-Messungen soll die Mission die Verteilung dunkler Materie kartieren und Hinweise auf die Natur dunkler Energie liefern. Erste wissenschaftliche Bilder werden für Anfang 2027 erwartet.

Für die Gesamtkosten der Mission nennen mehrere Medien übereinstimmend rund 4,3 Milliarden Dollar, eine explizite NASA-Bestätigung dieser Zahl aus der Startmitteilung selbst liegt aber nicht vor. Offen bleiben zudem Reaktionen der europäischen Forschungscommunity und der ESA sowie eine unabhängige Einordnung der ersten Forschungsergebnisse.

Was passiert ist

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat am 30. August 2026 das Weltraumteleskop „Nancy Grace Roman Space Telescope“ gestartet. Die Rakete vom Typ Falcon Heavy des privaten Anbieters SpaceX hob vom Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida ab. Das Teleskop trennte sich planmäßig von der zweiten Raketenstufe. Benannt ist die Mission nach Nancy Grace Roman, die als erste Chefastronomin der NASA gilt und maßgeblich am Zustandekommen des Hubble-Weltraumteleskops beteiligt war. Über den erfolgreichen Start berichteten neben den bereits genannten Quellen inzwischen auch weitere Medien wie Der Standard und Golem.de übereinstimmend, ohne dass sich daraus zusätzliche eigenständige Fakten zum Ablauf ergeben.

Wohin die Reise geht

Nach eigenen Angaben der NASA befindet sich Roman nun auf einer rund dreimonatigen Reise über etwa 1,6 Millionen Kilometer zum zweiten Sonne-Erde-Lagrangepunkt L2, einem Ort im All, an dem sich die Anziehungskräfte von Sonne und Erde die Waage halten. Während dieser Reise sollen laut NASA Instrumente ausgefahren, kalibriert und getestet werden. Erste wissenschaftliche Aufnahmen erwartet die Behörde für Anfang 2027. Ein Bericht des ORF hatte für das Erreichen der Umlaufbahn abweichend von rund einem Monat gesprochen – die direkt eingesehene NASA-Mitteilung nennt hingegen explizit einen dreimonatigen Zeitraum, an dem sich diese Darstellung orientiert.

Was das Teleskop leisten soll

Roman soll laut NASA ein Sichtfeld haben, das rund 100-mal größer ist als jenes des Hubble-Teleskops, und den Himmel etwa 1000-mal schneller durchmustern können. Möglich macht das unter anderem eine 300-Megapixel-Infrarotkamera. Ein zusätzliches Coronagraph-System soll das Licht ferner Sterne abschirmen und so direkte Aufnahmen von Exoplaneten ermöglichen, auch von kleineren, älteren und kühleren Planeten in Sternnähe. Mit denselben Übersichtsaufnahmen und Methoden der Gravitationslinsen-Messung will die Mission die Verteilung dunkler Materie kartieren und Hinweise darauf sammeln, wie dunkle Energie die Entwicklung des Universums beeinflusst hat. Roman ergänzt damit die bestehende Teleskop-Flotte der NASA: Hubble ist seit 1990 im All, aber altersschwach, während das 2021 gestartete James-Webb-Teleskop in anderen Wellenlängenbereichen arbeitet.

Zeitplan und Budget

Für die Gesamtkosten der Mission werden in mehreren Medienberichten übereinstimmend rund 4,3 Milliarden Dollar genannt, die Entwicklung, Bau, Start und rund fünf Jahre Betrieb abdecken sollen. Eine explizite Bestätigung dieser Summe findet sich in der direkt eingesehenen NASA-Pressemitteilung zum Start selbst nicht, weshalb dieser Punkt als durch mehrere Quellen gestützt, aber nicht primärquellenbestätigt gilt. Zum jährlichen Datenaufkommen wird laut ORF unter Berufung auf NASA-Angaben mit mehr als 500 Terabyte gerechnet – zum Vergleich habe Hubble in mehr als 35 Betriebsjahren rund 400 Terabyte gesammelt.

Was unklar bleibt

Offen ist bislang, wie die europäische Forschungscommunity und die europäische Weltraumorganisation ESA den Start einordnen, da entsprechende Stellungnahmen in den gesichteten Quellen fehlen. Ebenso liegt noch keine unabhängige wissenschaftliche Einordnung der konkreten Erkenntnisse vor, die Roman liefern könnte – dazu sind die für Anfang 2027 angekündigten ersten Bilder abzuwarten. Auch der genaue Ablauf der einzelnen Instrumententests während der dreimonatigen Anreise zu L2 ist aus den vorliegenden Berichten nicht im Detail bekannt. Die zusätzlich gesichteten Medienberichte (Der Standard, Golem.de) bestätigen den bereits gemeldeten Ablauf, tragen aber keine neuen Fakten zu diesen offenen Punkten bei.