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NASA-Forscher haben auf dem Mond einen neuen Krater namens „McGetchin“ mit 222 Metern Durchmesser identifiziert. Laut einer in „Science Advances“ veröffentlichten Studie handelt es sich um den größten bekannten, kürzlich entstandenen Einschlagskrater im gesamten Sonnensystem. Entdeckt wurde er vom NASA-Wissenschaftler Robert Wagner anhand von Aufnahmen der Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter.

Die Forscher führen die Entstehung auf den Einschlag eines Kometen oder Asteroiden von der Größe eines drei- bis sechsstöckigen Hauses im Frühjahr 2024 zurück; der Krater blieb danach rund eineinhalb Jahre unentdeckt. Solche Einschläge dieser Größenordnung kämen nach Einschätzung der Forschenden nur etwa einmal pro Jahrhundert oder seltener vor. Nach der Entdeckung wiesen Wärmebildaufnahmen eine auffällig kühlere Zone rund um den Krater nach, was auf frisch verteiltes Material hindeutet.

Medienberichte stellen einen Zusammenhang zu geplanten bemannten Mondmissionen der NASA ab 2028 und Chinas ab 2030 her. Eine offizielle, konkrete Verknüpfung der Studie mit diesen Missionsplänen liegt nach vorliegender Quellenlage jedoch nicht vor, ebenso wenig eine im Volltext eingesehene Fassung der zugrundeliegenden Studie.

Was passiert ist

Forschende der US-Raumfahrtbehörde NASA haben auf dem Mond einen neuen Einschlagskrater identifiziert. Der auf den Namen „McGetchin“ getaufte Krater hat einen Durchmesser von 222 Metern und ist nach vorliegenden Angaben rund 43 Meter tief. Er gilt laut einer in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlichten Studie als der größte bekannte, erst kürzlich entstandene Einschlagskrater, der je im Sonnensystem beobachtet wurde. Entdeckt wurde er vom NASA-Wissenschaftler Robert Wagner, der mit Aufnahmen der Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) arbeitet.

Was die Quellen zeigen

Übereinstimmend berichten futurezone, Kurier und Der Standard, dass der Krater als „großer heller Punkt, umgeben von einem dunklen Halo“ auffiel, ehe seine Herkunft geklärt war. Die Forscher führen seine Entstehung auf den Einschlag eines Kometen oder Asteroiden von der Größe eines drei- bis sechsstöckigen Hauses zurück. Nach NASA-Angaben ereignete sich der Einschlag in einem Zeitfenster zwischen 11. April und 22. Mai 2024 nahe dem östlichen Mondrand, blieb aber zunächst rund eineinhalb Jahre unbemerkt – entdeckt wurde er erst bei einer gezielten Suche im Oktober 2025. Nach der Ersterkennung nahmen Forschende mit dem Wärmebild-Instrument Diviner an Bord der Sonde eine auffällig kühlere Zone rund um den Krater ins Visier, was auf frisch aufgeworfenes Material hindeutet. Die Formation wurde zu Ehren des früheren Direktors des Lunar and Planetary Institute, Tom McGetchin, benannt.

Einordnung

Der Mond ist übersät mit weit größeren Kratern als McGetchin. Besonders macht den Fund, dass sich seine Entstehung nahezu in Echtzeit nachvollziehen lässt – ein Ereignis, das Forschende nach eigener Einschätzung nur etwa einmal pro Jahrhundert oder noch seltener erwarten. Solche zeitnah dokumentierten Einschläge liefern nach Darstellung der beteiligten Wissenschaftler Anhaltspunkte zur Beschaffenheit der Mondoberfläche und zu Ausbreitungsmustern von Auswurfmaterial. Medienberichte stellen einen möglichen Nutzen für künftige bemannte Mondmissionen her, für die NASA ab 2028 und China ab 2030 planen; eine offizielle, konkrete Verknüpfung der Studie mit diesen Missionsplänen liegt nach vorliegender Quellenlage nicht vor.

Was unklar bleibt

Offen ist nach aktueller Quellenlage, wie genau die Analyseergebnisse in die Planung der angekündigten bemannten Mondmissionen einfließen sollen und ob dazu weitere Studien oder offizielle NASA-Stellungnahmen folgen. Auch zu Zusammensetzung und Ursprung des einschlagenden Körpers – Komet oder Asteroid – liegt bislang keine abschließende Einordnung vor. Die genaue Studie in „Science Advances“ wurde nicht im Volltext eingesehen, sodass Detailangaben ausschließlich auf Medienberichten und einer NASA-Zusammenfassung beruhen.