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Netflix erhöht erstmals seit April 2024 die Abo-Preise in Österreich und Deutschland. In Österreich steigt das „Basis“-Abo von 8,99 auf 10,99 Euro pro Monat, das „Standard“-Abo von 13,99 auf 15,99 Euro und das „Premium“-Abo mit 4K-Bildqualität und 3D-Sound von 19,99 auf 21,99 Euro. Damit kostet laut futurezone erstmals kein Netflix-Abo in Österreich mehr weniger als 10 Euro pro Monat. Ein werbefinanziertes Abo soll in Österreich laut den Berichten erst im kommenden Jahr eingeführt werden.

In Deutschland, wo das Werbe-Abo bereits existiert, steigt dessen Preis von 4,99 auf 6,99 Euro. Auch die Zusatzgebühr für Nutzerinnen und Nutzer außerhalb des Haushalts des Hauptaccounts wird teurer: im Werbe-Abo von 3,99 auf 4,99 Euro, in den anderen Modellen von 4,99 auf 5,99 Euro.

Netflix begründet solche Erhöhungen üblicherweise mit einem gestiegenen Mehrwert für Mitglieder; eine eigene Netflix-Pressemitteilung dazu haben wir trotz gezielter Suche nicht gefunden. Offen bleibt, wie Kundschaft und Konsumentenschützer auf die neuen Preise reagieren und wie sie sich im Vergleich zu Konkurrenzdiensten einordnen.

Was passiert ist

Netflix hebt die Abo-Preise in Österreich und Deutschland an – die erste Erhöhung seit April 2024. Der Streamingdienst ist in beiden Ländern mit Abstand der meistgenutzte Anbieter und greift regelmäßig zu solchen Schritten. Die neuen Beträge sind laut übereinstimmenden Medienberichten, darunter futurezone, Die Presse, Kurier und Kleine Zeitung, bereits auf der Netflix-Website hinterlegt.

Die neuen Preise in Österreich

In Österreich steigt das „Basis“-Abo von 8,99 auf 10,99 Euro pro Monat. Das „Standard“-Abo mit Full-HD-Bild verteuert sich von 13,99 auf 15,99 Euro. Am stärksten betroffen ist das „Premium“-Abo mit 4K-Bildqualität und 3D-Sound: Es kostet künftig 21,99 statt bisher 19,99 Euro. Damit liegt erstmals kein Netflix-Abo in Österreich mehr unter der Marke von 10 Euro pro Monat, worauf futurezone in seiner Berichterstattung eigens hinweist. Ein werbefinanziertes Abo, wie es in Deutschland bereits existiert, soll in Österreich laut den Berichten erst im kommenden Jahr eingeführt werden.

Die neuen Preise in Deutschland

In Deutschland, wo es das Werbe-Abo bereits gibt, steigt dessen Preis von 4,99 auf 6,99 Euro pro Monat. Zusätzlich verteuert sich dort die Gebühr für Nutzerinnen und Nutzer, die laut Netflix nicht im selben Haushalt leben wie der Hauptaccount und daher gesondert bezahlen müssen: Im Werbe-Abo steigt dieser Aufschlag von 3,99 auf 4,99 Euro, in den beiden anderen Modellen von 4,99 auf 5,99 Euro.

Einordnung

Netflix begründet Preiserhöhungen regelmäßig mit einem gestiegenen Angebot für Mitglieder und lässt dazu stets eine ähnliche Formulierung verlauten, wonach man Kundinnen und Kunden „gelegentlich“ bitte, etwas mehr zu bezahlen. Trotz wiederholter Erhöhungen wächst das Geschäft des Unternehmens laut den vorliegenden Berichten weiter, was darauf hindeutet, dass bislang ein Großteil der Kundschaft die höheren Preise akzeptiert. Eine gezielte Suche nach einer eigenen Netflix-Pressemitteilung oder Preisübersicht zu dieser Erhöhung blieb ergebnislos; die Faktenlage stützt sich weiterhin ausschließlich auf übereinstimmende Medienberichte, die auf die Netflix-Website verweisen.

Was unklar bleibt

Offen ist, wie Konsumentenschutzorganisationen und Nutzerinnen und Nutzer in Österreich und Deutschland auf die Erhöhung reagieren, welche Auswirkungen sie auf Abonnentenzahlen und Kündigungen hat und wie sich die neuen Netflix-Preise im Vergleich zu Konkurrenzdiensten wie Disney+ oder Amazon Prime Video einordnen. Auch ein genauer Starttermin für das Werbe-Abo in Österreich liegt bislang nicht vor.