Der Neusiedler See nähert sich wegen anhaltender Hitze und Trockenheit einem historischen Tiefststand. Am 13. August 2026 lag der Pegel bei 115,05 Metern über Adria – nur zehn Zentimeter über dem bisherigen Mitte-August-Tief von 2022 (114,95 Meter). Eine Abfrage des amtlichen Wasserportals Burgenland bestätigte am selben Tag einen nahezu identischen Wert.
Zum Vorjahr fehlen 25 Zentimeter, zum langjährigen Mittel 37 Zentimeter, zum Höchststand für diese Jahreszeit aus 1996 sogar 71 Zentimeter. Den niedrigsten Stand der vergangenen 61 Jahre erreichte der See im Oktober 2022 mit 114,87 Metern. Trotzdem gab es am See selbst zuletzt keine größeren Probleme: Baden, Segeln und Surfen waren weiterhin möglich.
Kritischer war die Lage am Darscho, einer Sodalacke im Seewinkel, wo der Wasserstand für Fische zu niedrig wurde – Schuppenkarpfen mussten in umliegende Teiche umgesiedelt werden. Offen bleiben mögliche behördliche Maßnahmen, eine wissenschaftliche Einordnung zum Klimawandel sowie Folgen für Tourismus und Fischerei.
Was passiert ist
Der Neusiedler See nähert sich angesichts anhaltender Hitze und Trockenheit einem historischen Tiefststand. Am 13. August 2026 lag der Wasserstand bei 115,05 Metern über Adria – nur zehn Zentimeter über dem bisher tiefsten für Mitte August gemessenen Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1965. Dieser Vergleichswert stammt aus dem Jahr 2022 und liegt bei 114,95 Metern über Adria. Eine Abfrage des amtlichen Wasserportals Burgenland am selben Tag zeigte einen nahezu identischen Stand von rund 115,04 Metern, was den von mehreren Medien berichteten Wert bestätigt.
Was die Quellen zeigen
Zum Vorjahreswert fehlen dem See mittlerweile 25 Zentimeter, zum langjährigen Mittel 37 Zentimeter. Noch deutlicher fällt der Abstand zum bisherigen Höchststand für diese Jahreszeit aus, der 1996 gemessen wurde: Hier klafft eine Lücke von 71 Zentimetern. Den mit Abstand niedrigsten Stand der vergangenen 61 Jahre verzeichnete der See im Oktober 2022 mit 114,87 Metern über Adria – also 18 Zentimeter niedriger als der aktuelle Wert. Die Zahlen werden von Die Presse und Kurier übereinstimmend unter Berufung auf das burgenländische Wasserportal genannt, Der Standard und die Kleine Zeitung griffen die Meldung ebenfalls auf.
Auswirkungen vor Ort
Trotz des niedrigen Pegels gab es am See selbst zuletzt keine größeren Probleme: Baden, Segeln, Surfen und teils auch Bootsfahrten waren weiterhin möglich. Kritischer stellte sich die Lage am Darscho dar, einer Sodalacke im Seewinkel, wo der Wasserstand mittlerweile selbst für Fische zu niedrig ist. Die dort lebenden Schuppenkarpfen wurden deshalb zu Beginn der Woche aus dem Gewässer geholt und in umliegende Teiche gebracht.
Einordnung
Der niedrige Pegel des Neusiedler Sees reiht sich in eine Serie von Berichten über die Folgen der diesjährigen Hitze- und Trockenperiode für Gewässer im Osten Österreichs ein, wie „Neue Nachrichten“ zuletzt auch am Beispiel des Niedrigwassers in der Donau bei Ardagger berichtet hat. Eine gesonderte wissenschaftliche Einschätzung, in welchem Ausmaß der aktuelle Rückgang am Neusiedler See auf den Klimawandel zurückzuführen ist, liegt den vorliegenden Quellen jedoch nicht vor.
Was unklar bleibt
Offen ist, ob Land Burgenland oder Bund als Reaktion auf die Entwicklung konkrete Maßnahmen planen, etwa zum Schutz der Sodalacken im Seewinkel. Auch eine vertiefte wissenschaftliche Einordnung des Zusammenhangs mit dem Klimawandel sowie eine Prognose zur weiteren Pegelentwicklung fehlen bislang. Unklar bleiben zudem mögliche wirtschaftliche Folgen für Tourismus und Fischerei sowie das Ausmaß ökologischer Auswirkungen über die Situation am Darscho hinaus.

