Der Österreichische Fußballbund hat am 21. September 2026 sein finales Bewerbungskonzept für die U21-Fußball-Europameisterschaft 2029 fristgerecht bei der UEFA eingereicht. Für die Austragung nennt der ÖFB acht Stadien von Wien bis Altach, darunter das Franz-Horr-Stadion, das Weststadion, die Stadien in St. Pölten, Linz, Ried und Innsbruck sowie das Stadion Schnabelholz in Altach. Laut ÖFB-Funktionären wurde bei der Auswahl auf kompakte, regional verankerte Spielstätten geachtet, das Konzept selbst deckt infrastrukturelle, organisatorische, wirtschaftliche und nachhaltige Aspekte ab.
Über die Vergabe entscheidet das UEFA-Exekutivkomitee nach vorliegenden Angaben am 7. Dezember 2026. Auch Spanien hat Interesse an der Austragung bekundet, Details zum spanischen Bewerbungsstand liegen aber nicht vor. Österreich war bisher nur 2019 in Italien bei einer U21-EM vertreten und richtete zuletzt 2007 mit der U19-EM ein internationales Nachwuchsturnier aus.
Wie die UEFA die Bewerbung letztlich bewertet und wie es um die spanische Konkurrenz konkret steht, ist derzeit offen. Unabhängige Einschätzungen zu wirtschaftlichen oder infrastrukturellen Effekten einer möglichen Austragung liegen ebenfalls nicht vor.
Was passiert ist
Der Österreichische Fußballbund (ÖFB) hat am Montag, den 21. September 2026, sein finales Bewerbungskonzept für die Ausrichtung der U21-Fußball-Europameisterschaft 2029 fristgerecht bei der UEFA eingereicht. Damit ist ein weiterer formaler Schritt im Bewerbungsprozess um das Nachwuchsturnier abgeschlossen. ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll bezeichnete die mögliche Ausrichtung als große Chance für den österreichischen Fußball, die internationalen Spitzenfußball ins Land bringe und der nächsten Spielergeneration eine Bühne verschaffe.
Die Bewerbung im Detail
Für die Austragung nennt der ÖFB acht Stadien quer durchs Land: das Franz-Horr-Stadion (Austria Wien) und das Weststadion (Rapid Wien) in der Bundeshauptstadt, dazu das Stadion St. Pölten, das Donauparkstadion in Linz, die Oberösterreich Arena des LASK, die Innviertel Arena des SV Ried, das Tivoli Stadion Tirol in Innsbruck sowie das Stadion Schnabelholz des SCR Altach. Laut ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold sei bei der Auswahl bewusst auf kompakte, atmosphärische Spielstätten mit regionaler Verankerung geachtet worden, die von den Kapazitäten her zu den Rahmenbedingungen eines U21-Turniers passen. Erarbeitet wurde das Konzept, das laut ÖFB infrastrukturelle, organisatorische, wirtschaftliche, soziale und nachhaltige Aspekte umfasst, von einem siebenköpfigen Organisationsteam unter externer Leitung von Wolfgang Gramann, in Abstimmung mit Vereinen, Stadionbetreibern und den möglichen Austragungsstädten.
Weg zur Entscheidung
Über die Vergabe des Turniers entscheidet das UEFA-Exekutivkomitee nach vorliegenden Angaben am 7. Dezember 2026. Neben Österreich hat auch Spanien Interesse an der Ausrichtung der U21-EM 2029 bekundet – zum aktuellen Stand der spanischen Bewerbung liegen in den vorliegenden Quellen keine Details vor. Österreich war bislang erst einmal, 2019 in Italien, bei einer U21-EM vertreten; bei einer Heimausrichtung 2029 wäre die Mannschaft automatisch qualifiziert. Das bisher letzte internationale Nachwuchsturnier im Land war die U19-EM 2007 in Oberösterreich, bei der unter anderem der heutige Nationalspieler Marko Arnautovic mitwirkte. Zum Vergleich: Die Spiele der U21-EM 2025 in der Slowakei verfolgten im Schnitt knapp über 8.000 Zuschauer pro Partie vor Ort.
Was unklar bleibt
Offen ist, wie die UEFA die österreichische Bewerbung im Vergleich zur spanischen Konkurrenz einschätzt und wie weit die spanische Bewerbung formal fortgeschritten ist. Ebenso liegen keine unabhängigen wirtschaftlichen oder infrastrukturellen Bewertungen der geplanten Austragung vor, und Stellungnahmen der beteiligten Stadionbetreiber oder Kommunen über die vom ÖFB selbst kommunizierten Angaben hinaus fehlen bislang.

