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Eine Auswertung der Pro-Kopf-Verschuldung auf Landes- und Gemeindeebene zeigt deutliche Unterschiede zwischen Österreichs Bundesländern. Die Steiermark weist laut einer Statistik-Austria-Erhebung mit 8.611 Euro pro Kopf die höchste Schuldenlast auf, vor Kärnten (8.201 Euro) und dem Burgenland (7.783 Euro). Diese Zahlen werden von mehreren unabhängigen Medien übereinstimmend wiedergegeben.

Am unteren Ende liegen laut Berichten Tirol und Oberösterreich mit den niedrigsten Werten, konkret genannt werden rund 3.285 beziehungsweise 3.336 Euro pro Kopf. Salzburg wird mit rund 4.300 Euro im unteren Mittelfeld verortet. Für Niederösterreich, Wien und Vorarlberg kursieren zusätzliche Zwischenwerte, die sich jedoch nur über eine ergänzende Recherche und nicht anhand einzeln gelesener Artikel bestätigen ließen.

Offen bleibt, welchen bundesweiten Durchschnitt Statistik Austria ausweist, wie sich die Werte über die Jahre entwickelt haben und welche strukturellen Gründe die Unterschiede erklären. Die Original-Erhebung der Behörde wurde nicht im Volltext eingesehen; die Darstellung stützt sich auf mehrere übereinstimmende Medienberichte.

Was passiert ist

Eine Auswertung der Pro-Kopf-Verschuldung auf Landes- und Gemeindeebene zeigt deutliche Unterschiede zwischen den österreichischen Bundesländern. Wie DER STANDARD unter Berufung auf eine Erhebung von Statistik Austria berichtet, weist die Steiermark mit 8.611 Euro pro Einwohnerin und Einwohner die höchste Schuldenlast aller Bundesländer auf. Dahinter folgen Kärnten mit 8.201 Euro und das Burgenland mit 7.783 Euro. Die Kleine Zeitung bestätigt diese drei Werte in einem eigenen Bericht unabhängig.

Die Rangliste der Bundesländer

Am unteren Ende der Skala liegen laut mehreren Medienberichten Tirol und Oberösterreich, die als Schlusslichter des Vergleichs gelten. Konkrete Zahlen dazu nennen Regionalmedien: Oberösterreich soll bei rund 3.336 Euro pro Kopf liegen, Tirol bei rund 3.285 Euro. Salzburg wird von ORF Salzburg mit rund 4.300 Euro pro Kopf im unteren Mittelfeld verortet. Für Niederösterreich, Wien und Vorarlberg kursieren in weiteren Berichten Zwischenwerte von rund 7.507, 7.342 beziehungsweise 5.012 Euro pro Kopf – diese Angaben ließen sich im Rahmen der Recherche jedoch nur über eine zusätzliche Suche und nicht anhand eines einzeln gelesenen Artikels ermitteln, weshalb sie hier mit Vorbehalt wiedergegeben werden.

Was die Quellen zeigen

Die zentralen Zahlen zu Steiermark, Kärnten und Burgenland finden sich übereinstimmend bei DER STANDARD und der Kleinen Zeitung, die beide auf dieselbe Statistik-Austria-Erhebung Bezug nehmen. Die Einordnung von Tirol und Oberösterreich als Bundesländer mit der niedrigsten Verschuldung wird von den Salzburger Nachrichten sowie von Regionalberichten aus beiden betroffenen Bundesländern gestützt. Keine der vorliegenden Quellen ist die Statistik-Austria-Publikation selbst – die Redaktion hat den Originalbericht der Behörde nicht im Volltext eingesehen, sondern stützt sich auf dessen Wiedergabe in mehreren voneinander unabhängigen Medien.

Was unklar bleibt

Offen bleibt, welchen bundesweiten Durchschnittswert Statistik Austria ausweist und wie sich die einzelnen Länder dazu verhalten. Ebenso unklar ist, wie sich die Pro-Kopf-Verschuldung der Bundesländer in den vergangenen Jahren entwickelt hat und welche strukturellen oder wirtschaftspolitischen Faktoren – etwa Investitionsprogramme, Bevölkerungsentwicklung oder frühere Budgetdefizite – die teils großen Unterschiede erklären. Auch die für Niederösterreich, Wien und Vorarlberg genannten Zwischenwerte sind nicht abschließend verifiziert. Stellungnahmen der Landesfinanzverantwortlichen zu den Zahlen liegen bislang nicht vor.

Einordnung

Die Pro-Kopf-Verschuldung ist eine gängige Kennzahl, um die Schuldenlast von Ländern und Gemeinden vergleichbar zu machen, unabhängig von der jeweiligen Bevölkerungsgröße. Große Abweichungen zwischen Bundesländern wie der Steiermark und Tirol sind für die Landespolitik und letztlich für Steuerzahlerinnen und Steuerzahler relevant, etwa mit Blick auf künftigen finanziellen Spielraum. Ohne historische Vergleichswerte und ohne Angaben zu den Ursachen lässt sich aus der aktuellen Momentaufnahme allein aber noch keine Bewertung ableiten, ob sich die Lage einzelner Länder verbessert oder verschlechtert.