Die Oesterreichische Nationalbank hat für 2025 einen Anstieg der Schadenssumme durch betrügerische Transaktionen um fast 18 Prozent auf 115,4 Millionen Euro gemeldet. Betroffen sind vor allem Überweisungen, bei denen der durchschnittliche Schaden laut OeNB bei rund 3.000 Euro liegt, in Einzelfällen bei über einer Million Euro. Besonders auffällig ist demnach die zunehmende Bedeutung sozialer Manipulation: 83 Prozent der Verluste bei Überweisungen 2025 gingen darauf zurück, dass Opfer gezielt getäuscht und zur eigenständigen Auslösung der Zahlung gebracht wurden.
Zu den häufigen Maschen zählen laut OeNB Kauf- und Anlagebetrug, Liebesbetrug, Rechnungs- und Überweisungsbetrug, Paketdienst- und Zustellbetrug, CEO-Betrug, Behördenbetrug sowie der Enkel- oder Neffentrick. Die Zahlen wurden von der OeNB selbst bekanntgegeben und von mehreren unabhängigen Medien übereinstimmend berichtet, gelten damit als gut abgesichert.
Offen bleibt, wie sich die Schadenssumme im Detail auf einzelne Betrugsarten und mehrere Jahre verteilt, welche Rolle Künstliche Intelligenz laut OeNB konkret spielt, und welche Gegenmaßnahmen Banken oder Behörden planen. Eine eigenständig eingesehene Originalquelle der OeNB lag für diesen Artikel nicht vor.
Was passiert ist
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat am 20. August 2026 ihre Jahresstatistik zu Zahlungsbetrug vorgelegt. Demnach ist die Schadenssumme durch betrügerische Transaktionen in Österreich 2025 um fast 18 Prozent auf 115,4 Millionen Euro gestiegen. Laut OeNB bringen Betrügerinnen und Betrüger Menschen in Österreich zunehmend um ihr Erspartes – etwa durch gefälschte Anrufe und Nachrichten oder das Vortäuschen einer Notlage.
Wie die Betrugsmaschen funktionieren
Den größten Anteil am Gesamtschaden verursachten laut OeNB betrügerische Überweisungen, mit einem Durchschnittsschaden von rund 3.000 Euro pro Fall. In Einzelfällen seien sogar Schäden von mehr als einer Million Euro beobachtet worden. Auffällig sei vor allem die wachsende Bedeutung sozialer Manipulation: 83 Prozent der Verluste bei Überweisungen 2025 gingen laut Nationalbank darauf zurück, dass Betrügerinnen und Betrüger ihre Opfer gezielt täuschten und dazu brachten, eine Zahlung selbst auszulösen und freizugeben. Zu den häufigen Maschen zählt die OeNB Kauf- und Anlagebetrug, Liebesbetrug, Rechnungs- und Überweisungsbetrug, Paketdienst- und Zustellbetrug, CEO-Betrug sowie sogenannten „Behörden“-Betrug. Auch der klassische Enkel- oder Neffentrick ist weiterhin verbreitet: Dabei geben sich Kriminelle als Familienmitglied aus, um an Geld oder Wertsachen zu gelangen.
Was die Quellenlage zeigt
Die Zahlen wurden von der OeNB selbst über eine Aussendung veröffentlicht und in der Folge von mehreren österreichischen Medien – darunter ORF, Der Standard, Kurier und Kleine Zeitung – übereinstimmend berichtet. Da es sich um eine eigene Institutionenstatistik handelt, die zusätzlich von unabhängigen Redaktionen bestätigt wurde, gilt der zentrale Befund – der Anstieg auf 115,4 Millionen Euro – als gut abgesichert. Eine eigenständig eingesehene Originalquelle, etwa das vollständige OeNB-Dokument oder die vollständige Presseaussendung, lag für diesen Artikel nicht vor; alle Angaben stammen aus Medienberichten, die sich auf die OeNB-Ankündigung stützen.
Was unklar bleibt
Offen bleibt, wie sich die Gesamtschadenssumme im Detail auf die einzelnen Betrugsarten verteilt und wie sich diese Anteile über mehrere Jahre entwickelt haben – die vorliegenden Berichte nennen nur den Gesamtanstieg von fast 18 Prozent. Die Kleine Zeitung erwähnt zudem, dass Künstliche Intelligenz Betrügern neue Möglichkeiten eröffne, ohne dies näher auszuführen; diese Einschätzung ist daher nicht abschließend einordenbar. Auch fehlen in den ausgewerteten Quellen Stellungnahmen von Verbraucherschutzorganisationen, Polizei oder Banken zu geplanten Gegenmaßnahmen sowie Angaben zur Zahl der betroffenen Personen oder zur Aufklärungsquote.

