Der Österreichische Krimipreis 2026 geht an den Wiener Autor Marc Elsberg. Das teilten die Veranstalter des Krimifestes Kärnten per Presseaussendung mit, ORF.at und Der Standard berichteten übereinstimmend. Die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung wird Elsberg am 13. Oktober beim Krimifest Kärnten in Velden überreicht – laut Veranstalter bereits die achte Vergabe des Preises.
Elsberg reagierte mit typischer Selbstironie auf die Ehrung: Es sei merkwürdig, für das Erfinden von Katastrophen ausgezeichnet zu werden, noch merkwürdiger sei, wie oft die Realität seine Bücher hinterher einhole. Er würde lieber öfter danebenliegen – dafür gebe es aber vermutlich keinen Preis.
Der 59-jährige Autor gilt als Meister des Science-Thrillers und widmet sich in seinen Büchern den Folgen globaler Vernetzung und wirtschaftlicher Machtstrukturen, zuletzt in seinem Roman “Eden – Wenn das Sterben beginnt”. Offen bleiben Details zur Jury und zum Auswahlverfahren des Preises.
Was passiert ist
Der Österreichische Krimipreis 2026 geht an den Wiener Schriftsteller Marc Elsberg. Das gaben die Veranstalter des Krimifestes Kärnten am 6. August per Presseaussendung bekannt, wenig später berichteten auch ORF.at und Der Standard übereinstimmend darüber. Die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung wird Elsberg am 13. Oktober im Rahmen des Krimifestes Kärnten in Velden überreicht. Laut Veranstalter ist es bereits die achte Vergabe des Preises, der die österreichische Kriminalliteratur würdigen soll.
Reaktion des Autors
Der 59-jährige Elsberg zeigte sich nach eigenen Angaben “geschmeichelt”, kommentierte die Ehrung aber mit der ihm eigenen Selbstironie: Es sei “etwas merkwürdig, einen Preis dafür zu bekommen, sich Katastrophen auszudenken”. Noch eigenartiger finde er, wie oft die Wirklichkeit seinen fiktiven Szenarien hinterherlaufe – das spreche weniger für seine Weitsicht als dafür, dass seine Stoffe nie besonders weit hergeholt gewesen seien. Er würde, so Elsberg, lieber öfter danebenliegen, “aber dafür gibt es vermutlich keinen Preis”.
Einordnung
Elsberg gilt als einer der bekanntesten deutschsprachigen Autoren des Science-Thrillers. In seinen Romanen beschäftigt er sich wiederholt mit den Folgen ausbeuterischer Wirtschafts- und Machtsysteme sowie globaler Vernetzung und entwirft dabei Szenarien, die nahe an gegenwärtigen oder absehbaren Entwicklungen liegen. Sein jüngster Roman “Eden – Wenn das Sterben beginnt” reiht sich in dieses Themenfeld ein. Die Auszeichnung fügt sich damit in eine Karriere, in der gesellschaftspolitische Zuspitzung und literarischer Erfolg eng zusammenhängen.
Was unklar bleibt
Aus den vorliegenden Quellen geht nicht hervor, wer die Jury des Österreichischen Krimipreises bildet und nach welchen Kriterien der diesjährige Preisträger ermittelt wurde. Auch frühere Preisträgerinnen und Preisträger sowie das genaue Rahmenprogramm der Verleihung in Velden am 13. Oktober sind bislang nicht näher bekannt.

