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Meta hat am 10. August 2026 mit „Muse Glimmer“ ein offenes KI-Modell mit rund 30 Milliarden Parametern unter der Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht. Einen Tag später zog Nvidia mit „Nemotron 3.5 Lightning“ nach, einem Mixture-of-Experts-Modell, dessen Gewichte unter der Lizenz OpenMDW-1.1 auch kommerziell frei nutzbar sind. Mehrere unabhängige Medien berichten übereinstimmend über Zeitpunkt, Größe und Lizenzbedingungen beider Modelle.

Eingeordnet werden beide Schritte als Reaktion auf die wachsende Popularität chinesischer Open-Weight-Modelle von Anbietern wie DeepSeek, Alibaba und Moonshot AI, die zuletzt an Metas früherer Llama-Reihe vorbeigezogen waren. Diese geopolitische Rahmung stützt sich allerdings überwiegend auf US-amerikanische Wirtschaftspresse, ohne dass chinesische Anbieter selbst zu Wort kommen. Nvidia arbeitet Berichten zufolge zusätzlich an einem deutlich größeren, noch nicht fertig trainierten Modell namens Nemotron 4.

Unklar bleibt, was genau hinter einem in einer weiteren Golem-Kolumne angedeuteten China-bezogenen Strategiewechsel bei Google steckt, da der zugehörige Artikeltext nicht zugänglich war. Offen sind zudem Zeitpunkt und Lizenz des künftigen Nemotron-4-Modells sowie mögliche Reaktionen chinesischer Anbieter auf die neuen offenen Modelle.

Was passiert ist

Innerhalb weniger Tage haben zwei der größten US-Technologiekonzerne neue KI-Modelle mit offen zugänglichen Gewichten veröffentlicht. Meta stellte am 10. August 2026 „Muse Glimmer“ vor, ein rund 30 Milliarden Parameter großes multimodales Modell, das unter der freizügigen Apache-2.0-Lizenz auf der Plattform Hugging Face bereitsteht und auch auf einzelnen Consumer-Grafikkarten lauffähig sein soll. Einen Tag später zog Nvidia mit „Nemotron 3.5 Lightning“ nach: einem Mixture-of-Experts-Modell mit rund 30 Milliarden Parametern, von denen jeweils drei Milliarden aktiv sind, das unter der Lizenz OpenMDW-1.1 auch kommerziell frei genutzt und verändert werden darf.

Was die Quellen zeigen

Mehrere voneinander unabhängige Wirtschafts- und Technikmedien – darunter CNBC, VentureBeat, TechCrunch und InfoQ – berichten übereinstimmend über Zeitpunkt, Modellgröße und Lizenzbedingungen beider Veröffentlichungen. Diese Übereinstimmung mehrerer unabhängiger Redaktionen stützt die Kernfakten zu den beiden Modellstarts solide. Weniger klar belegt ist der größere geopolitische Rahmen: Die Einordnung, wonach Meta und Nvidia damit gezielt auf den Aufstieg chinesischer Open-Weight-Modelle reagieren, stammt überwiegend aus US-amerikanischer Wirtschaftspresse und wird nicht durch Stellungnahmen der genannten chinesischen Anbieter ergänzt.

Einordnung: der Wettlauf um offene Gewichte

Laut den ausgewerteten Berichten hatten chinesische Anbieter wie DeepSeek, Alibaba, Moonshot AI und Zhipu (Z.ai) in den vergangenen Monaten deutlich an Popularität bei offenen KI-Modellen gewonnen, während Metas Llama-Reihe – lange Zeit Vorreiter bei offenen Gewichten – auf Rankings wie OpenRouter an Boden verlor. Die neuen Veröffentlichungen von Meta und Nvidia werden in diesem Kontext als Versuch beschrieben, wieder eine sichtbare Position im Open-Weight-Segment zu besetzen. Nvidia soll laut einem Bericht zusätzlich an einem deutlich größeren Flaggschiff-Modell namens Nemotron 4 mit voraussichtlich mehr als einer Billion Parametern arbeiten, dessen Training aber noch nicht abgeschlossen ist. Eine ähnliche China-bezogene Neuausrichtung wird auch für Google angedeutet, allerdings nur in einer Schlagzeile einer weiteren Golem-Kolumne, deren Inhalt nicht zugänglich war.

Was unklar bleibt

Offen ist, welche konkreten Inhalte hinter dem in einer zweiten Golem-Kolumne angedeuteten China-bezogenen Strategiewechsel bei Google stehen – der Artikeltext lag für diese Einordnung nicht vor. Ebenso unklar sind Zeitpunkt und Lizenzbedingungen von Nvidias größerem Nemotron-4-Modell sowie die Frage, wie chinesische Anbieter auf die neuen offenen Modelle von Meta und Nvidia reagieren werden und ob sich dies in Downloadzahlen oder Marktanteilen niederschlägt.