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Bei einem Rave-Event im Kanton Aargau in der Schweiz sind in der Nacht auf Sonntag Schüsse gefallen. Eine 22-jährige Italienerin wurde getötet, die Zahl der Verletzten stieg auf insgesamt sechs Personen. Die Kantonspolizei Aargau hat den Angriff am 2. September offiziell als Amoklauf eingestuft und geht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einem Einzeltäter aus: dem bereits am Montag festgenommenen 43-jährigen Schweizer ohne Migrationshintergrund. Er hatte sich in seinem Heimatkanton Jura der Polizei gestellt.

Bei der ersten Einvernahme verweigerte der Verdächtige die Aussage zur Sache, machte aber Angaben zur Person. Die Ermittler gehen aktuell von einer psychischen Erkrankung aus; der Mann selbst habe angegeben, es gehe ihm seit längerer Zeit nicht gut. Zuvor kursierende Theorien zu einem Terroranschlag oder einer Abrechnung im kriminellen Milieu gelten laut Polizei nicht mehr, die konkreten Beweggründe für die Tat wurden aber nicht genannt.

Offen bleiben Auslöser und Krankheitsbild des Täters, Herkunft der Tatwaffen, der weitere Verfahrensverlauf sowie der aktuelle Gesundheitszustand der sechs Verletzten. Alle Angaben stammen aus Medienberichten über Polizei-Pressekonferenzen, eine offizielle Mitteilung im Volltext wurde nicht ausgewertet.

Was passiert ist

Bei einem Rave-Event im Kanton Aargau in der Schweiz sind in der Nacht auf Sonntag Schüsse gefallen. Eine 22-jährige Italienerin wurde getötet, die Zahl der Verletzten stieg nach vorliegenden Berichten auf insgesamt sechs Personen – zusätzlich zu fünf zunächst gemeldeten Verletzten hatte sich am Montag nach der Tat eine weitere Person mit einer Verletzung durch einen Querschläger bei der Polizei gemeldet. Laut Polizeiangaben feuerte der mutmaßliche Täter zahlreiche Schüsse aus mindestens zwei unterschiedlichen Waffen ab. Bei der Polizei gingen kurz nach dem Ende der Veranstaltung erste Notrufe ein, in denen von zahlreichen Schüssen die Rede war; die Einsatzkräfte rückten daraufhin mit einem Großaufgebot aus. Zum Zeitpunkt der Schüsse sollen sich laut Polizei noch weit über 100 Personen auf dem Gelände aufgehalten haben, der Veranstalter hatte für den Rave rund 3.500 Besucherinnen und Besucher erwartet. Der veranstaltende Verein sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Amoklauf durch Einzeltäter bestätigt

Die Kantonspolizei Aargau hat den Angriff am 2. September bei einer Pressekonferenz offiziell als Amoklauf eingestuft. Polizeikommandant Michael Leupold erklärte, man gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich bei dem festgenommenen 43-jährigen Schweizer – einem Mann ohne Migrationshintergrund – um den alleinigen Täter handle. Es gebe keinerlei Hinweise auf weitere tatbeteiligte Personen, und im Zusammenhang mit der Tat bestehe keine Gefahr mehr für die Bevölkerung. Der Mann hatte sich bereits am Montag in seinem Heimatkanton Jura der Polizei gestellt; zu diesem Zeitpunkt war das Tatfahrzeug bereits bekannt, Einsatzkräfte waren dort bereits im Einsatz. Bei der ersten Einvernahme verweigerte der Verdächtige laut dem leitenden Staatsanwalt Christoph Rüedi die Aussage zur Sache, machte aber Angaben zur Person. Die Ermittler gehen aktuell davon aus, dass der Mann an einer psychischen Erkrankung leidet; er selbst habe angegeben, es gehe ihm seit längerer Zeit nicht gut.

Frühere Theorien zu Terror und Abrechnung ausgeräumt

In den ersten Tagen nach der Tat hatte die Polizei nach eigenen, von Medien wiedergegebenen Angaben noch in mehrere Richtungen ermittelt und einen Terroranschlag, eine Amoktat sowie eine Abrechnung im kriminellen Milieu als mögliche Szenarien genannt – gestützt unter anderem auf am Tatort gefundene Patronenhülsen, die auf zwei unterschiedliche Tatwaffen hindeuteten. Mit der Einstufung als Amoklauf durch einen psychisch beeinträchtigten Einzeltäter gelten die Theorien eines Terroranschlags oder einer kriminellen Abrechnung nach Polizeiangaben nicht mehr. Die konkreten Beweggründe des Täters für die Tat selbst benannte die Polizei bislang nicht.

Was weiterhin unklar bleibt

Offen bleibt, welche konkreten Auslöser oder welches Krankheitsbild hinter der vermuteten psychischen Erkrankung des Täters stehen, da er zur Sache selbst keine Aussage machte. Auch die Herkunft der beiden mutmaßlich verwendeten Waffen und wie der Verdächtige an sie gelangte, ist nach den ausgewerteten Quellen nicht geklärt. Unklar ist zudem, wie es im Verfahren gegen den Mann weitergeht und wie der aktuelle Gesundheitszustand der sechs Verletzten ist. Eine offizielle Polizei- oder Staatsanwaltschaftsmitteilung im Volltext wurde bislang nicht ausgewertet, alle Angaben stammen aus Medienberichten über die Pressekonferenzen der Behörden.