Die Gruppe Sofortmaßnahmen und die Finanzpolizei haben am vergangenen Donnerstag bei einer Schwerpunktaktion gegen illegales Glücksspiel Lokale und eine Wohnung in den Wiener Bezirken Ottakring, Hernals und Rudolfsheim-Fünfhaus kontrolliert. Beteiligt waren unter anderem das Landeskriminalamt Wien, das AMS, die Wiener Netze und mehrere Magistratsabteilungen.
In einer Wohnung in Ottakring wurden mehrere illegale Glücksspielautomaten beschlagnahmt, nachdem die Finanzpolizei die Tür behördlich geöffnet hatte; zudem war dort seit Jahren illegal Strom bezogen worden, um Wohnung und Automaten zu betreiben. In einem Lokal in Hernals wurde ebenfalls illegal Glücksspiel betrieben und Gas unrechtmäßig bezogen. In einem Lokal in Rudolfsheim-Fünfhaus wurde ein Schwarzarbeiter aufgrund des Fremdenrechts festgenommen und wegen Abgabenrückständen gepfändet. Der Magistrat erstattete mehrere Anzeigen, unter anderem wegen Verstößen gegen das Tabak- und Nichtraucherschutzgesetz sowie die Gewerbeordnung.
Offen bleiben Details wie die genaue Zahl der beschlagnahmten Automaten, der geschätzte Wert oder Gewinn sowie Stellungnahmen der Betroffenen. Der weitere Verfahrensausgang ist derzeit nicht bekannt.
Was passiert ist
Bei einer Schwerpunktaktion gegen illegales Glücksspiel haben die Gruppe Sofortmaßnahmen und die Finanzpolizei am vergangenen Donnerstag Lokale und eine Wohnung in drei Wiener Bezirken kontrolliert: Ottakring, Hernals und Rudolfsheim-Fünfhaus. Wie die Behörden im Anschluss mitteilten, kam es dabei zu mehreren Anzeigen und einer Festnahme. Beteiligt an der Aktion waren neben Finanzpolizei und Gruppe Sofortmaßnahmen auch das Landeskriminalamt Wien, das AMS, die Wiener Netze sowie mehrere Magistratsabteilungen, darunter der Erhebungs- und Vollstreckungsdienst, die Veranstaltungsbehörde und das Marktamt.
Details der Kontrollen
In einer Wohnung in Ottakring entdeckten die Einsatzkräfte mehrere illegale Glücksspielautomaten. Da niemand anwesend war, öffnete die Finanzpolizei die Tür behördlich. Dabei stellte sich laut den Behörden heraus, dass in der Wohnung seit Jahren illegal Strom bezogen wurde, um sowohl die Automaten als auch die Wohnung selbst zu betreiben. Die Automaten wurden beschlagnahmt, der Strombezug vor Ort unterbrochen.
In einem Lokal in Hernals wurde ebenfalls illegales Glücksspiel betrieben, zusätzlich wurde dort unrechtmäßig Gas bezogen. In einem weiteren Lokal in Rudolfsheim-Fünfhaus trafen die Einsatzkräfte auf einen Schwarzarbeiter, der aufgrund des Fremdenrechts festgenommen und wegen bestehender Abgabenrückstände gepfändet wurde. Der Magistrat erstattete in der Folge mehrere Anzeigen, unter anderem wegen Verstößen gegen das Tabak- und Nichtraucherschutzgesetz sowie gegen die Gewerbeordnung, darunter ein Vorwurf der unbefugten Gewerbeausübung.
Was unklar bleibt
Weder aus der Aussendung noch aus den Medienberichten geht hervor, wie viele Automaten insgesamt beschlagnahmt wurden oder welchen Wert sie beziehungsweise der mutmaßliche Gewinn aus dem illegalen Betrieb hatten. Ebenso liegt keine Stellungnahme der Wohnungs- oder Lokalbetreiber sowie des festgenommenen Schwarzarbeiters vor. Offen ist zudem, wie sich das Verfahren gegen die Beteiligten weiterentwickelt und welche konkreten Strafen oder Bußgelder aus den Anzeigen resultieren.
Einordnung
Die Aktion reiht sich in eine Serie ähnlicher behördlicher Schwerpunktkontrollen in Wien ein, bei denen mehrere Ämter und Dienststellen gebündelt gegen Schwarzarbeit, illegale Energie- und Gewerbeausübung sowie andere Verwaltungsverstöße vorgehen. Wie in solchen Fällen üblich, stammt die vorliegende Darstellung ausschließlich von den handelnden Behörden und den darauf aufbauenden Medienberichten; eine unabhängige Einordnung oder eine Sicht der Betroffenen fehlt bislang.

