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Der Festspielsommer 2026 der Salzburger Festspiele geht laut mehreren Medien mit einer deutlich positiven Bilanz zu Ende – und markiert zugleich das Ende der Ära von Markus Hinterhäuser, der sich im Frühjahr 2026 nach einer Trennung von den Festspielen verabschiedete, aber bis zum offiziellen Vertragsende im Herbst als Programmverantwortlicher wirkte. Die Presse berichtet von gefeierten Opern-Produktionen wie Olivier Messiaens „Saint François d’Assise“ unter Romeo Castellucci und Christof Loys „Così fan tutte“ unter Joana Mallwitz; die „Carmen“-Produktion mit Teodor Currentzis fand demnach ein gemischteres Echo. Der Kurier bestätigt die insgesamt positive Einschätzung, deutet aber eine nicht näher ausgeführte Einschränkung an. Eine Einordnung von DER STANDARD beschreibt den Sommer trotz Hinterhäusers überraschendem Abgang als „Kurve gekratzt“: Befürchtete Proteste gegen ihn blieben weitgehend aus, er selbst war im Sommer präsent und absolvierte zwei vom Publikum gefeierte Klavierauftritte. Zugleich mahnt die Zeitung an, die Schauspielsparte brauche dringend eine neue, motivierte Leitung – eine Einzeleinschätzung, die bislang nicht durch weitere Quellen gestützt ist.

Unabhängig davon würdigten die Festspiele die Pianistin Martha Argerich, die nach 55 Jahren Verbindung zum Festival mit der „Festspielnadel mit Rubinen“ ausgezeichnet wurde – ein Punkt, den derStandard und ORF Salzburg übereinstimmend berichten. Offen bleiben konkrete Besucher- und Einnahmenzahlen für den Sommer 2026, eine direkte Stellungnahme Hinterhäusers selbst zu seinem Abschied sowie die Frage, wer künftig die Leitung der Festspiele und insbesondere der Schauspielsparte übernimmt.

Was passiert ist

Bei den Salzburger Festspielen 2026 klingt mit dem Ende des Sommerprogramms zugleich die Ära des scheidenden Programmverantwortlichen Markus Hinterhäuser aus. Mehrere österreichische Medien ziehen für den Festspielsommer eine deutlich positive Bilanz: Die Presse beschreibt zwei gefeierte Opern-Triumphe, bejubelte Uraufführungen im Schauspielprogramm und durchwegs starke Konzerte. Der Kurier kommt in einer eigenen Bilanz zu einem ähnlichen Ergebnis, formuliert die insgesamt positive Einschätzung in seiner Überschrift aber mit einer nicht näher spezifizierten Einschränkung. DER STANDARD ordnet den Sommer in einer weiteren Bilanz als „rumpelndes Jahr“ ein, das die Festspiele aber insgesamt „die Kurve gekratzt“ hätten – trotz des überraschenden Abgangs Hinterhäusers. Übereinstimmend geht aus den Berichten hervor, dass dieser Sommer der letzte war, den Hinterhäuser als Programmplaner vollständig geprägt hat – er hatte sich bereits im März 2026 im Streit von den Festspielen getrennt, blieb aber bis zum Ende seines Vertrags im Herbst 2026 offiziell zuständig.

Gefeierte Produktionen

Im Zentrum der Berichterstattung steht laut Die Presse die Wiederbegegnung mit Olivier Messiaens monumentaler Oper „Saint François d’Assise“, die nach rund drei Jahrzehnten erneut auf die Bühne kam – in der Felsenreitschule, inszeniert von Romeo Castellucci und musikalisch geleitet von Maxime Pascal am Pult der Wiener Philharmoniker. Als weiteren Höhepunkt beschreibt die Zeitung Christof Loys Inszenierung von Mozarts „Così fan tutte“ mit Joana Mallwitz am Pult als eine der stärksten Mozart-Deutungen der jüngeren Zeit. Zur groß angelegten „Carmen“-Produktion mit Teodor Currentzis, Asmik Grigorian und Jonathan Tetelman fällt das Urteil gemischter aus: Die Titelinterpretin habe bei ihrer Erstbegegnung mit der Partie nicht durchwegs überzeugt. Diese Einzelheiten stammen aus einer einzelnen Kritik und sind bislang nicht durch weitere Medien bestätigt.

Ehrung für Martha Argerich

Unabhängig von der allgemeinen Bilanz berichten derStandard und ORF Salzburg übereinstimmend, dass die Pianistin Martha Argerich nach ihrem Solistenkonzert mit dem Geiger Renaud Capuçon im Haus für Mozart mit der „Festspielnadel mit Rubinen“ ausgezeichnet wurde. Das Festivaldirektorium erklärte laut derStandard, man sei dankbar, dass Argerich dem Festival seit 55 Jahren als Festspielkünstlerin verbunden sei und jedes ihrer Konzerte zu einer „singulären Sternstunde“ mache. Die Auszeichnung wurde am Montag überreicht.

Ruhiger Abschied ohne große Proteste

Nach Hinterhäusers Abgang hatte es im Vorfeld des Sommers Sorge vor Unmut gegeben: Ein Aufstand von Künstlerinnen und Künstlern schien nicht ganz ausgeschlossen, ebenso wenig ein Aufruhr unter treuen Fans. Laut einer Einordnung von DER STANDARD blieb dieser große Zorn jedoch weitgehend aus. Hinterhäuser selbst war im Juli und August mit häufiger Präsenz vor Ort sichtbar und absolvierte wider Erwarten auch zwei eigene Klavierauftritte – Abende, für die ihn das Publikum demnach wie einen „Intendanten der Herzen“ feierte, während offene Proteste in seinem Namen weitgehend unterblieben. Diese Beobachtungen stammen aus einer einzelnen Medienanalyse und sind bislang nicht durch weitere Quellen bestätigt.

Wechsel an der Festspielspitze

Der Festspielsommer 2026 fällt mit einem Führungswechsel zusammen: Hinterhäuser hatte sich bereits im März 2026 von den Salzburger Festspielen getrennt, blieb aber bis zum Ende seines Vertrags im Herbst 2026 offiziell in Programmverantwortung. Wie in einem früheren Artikel dieser Redaktion zu einer Auszeichnung für Hinterhäuser berichtet, liegt diese Trennung rund ein halbes Jahr zurück. DER STANDARD mahnt in seiner Bilanz an, dass insbesondere die Schauspielsparte der Festspiele dringend eine motivierte Leitung brauche – eine subjektive Einschätzung eines einzelnen Kommentators, die bislang nicht durch weitere Quellen oder eine offizielle Stellungnahme des Festivaldirektoriums bestätigt ist. Wie es mit der künstlerischen Leitung der Festspiele insgesamt nach Hinterhäusers endgültigem Abgang konkret weitergeht, bleibt Teil einer separaten, noch offenen Entwicklung.

Was unklar bleibt

Trotz der insgesamt positiven Berichterstattung liefern die vorliegenden Quellen keine belastbaren Zahlen zur wirtschaftlichen Bilanz des Sommers 2026: Die Presse spricht lediglich vage davon, der Sommer sei „wohl auch wirtschaftlich“ erfolgreich gewesen, ohne Besucherzahlen oder Einnahmen zu nennen. Welche konkrete Einschränkung der Kurier mit seiner Formulierung „mit dieser Einschränkung“ meint, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht erschließen. Auch die von DER STANDARD aufgeworfene Forderung nach einer neuen Schauspielsparten-Leitung bleibt eine Einzelmeinung ohne weitere Bestätigung. Bislang liegt zudem keine direkte Stellungnahme Hinterhäusers zu seinem Abschied vor, und wer die künstlerische Leitung der Festspiele nach seinem endgültigen Ausscheiden konkret übernimmt, ist offen.