Die Salzburger Festspiele ziehen zum Ende ihrer 106. Ausgabe eine überaus positive Bilanz. Laut Mitteilung des Direktoriums – Festivalpräsidentin Kristina Hammer, Intendantin Karin Bergmann und Kaufmännischer Direktor Lukas Crepaz – lag die Auslastung der 172 Aufführungen und der 37 Vorstellungen im Jugendprogramm bei mehr als 99 Prozent. Bis zum Festspielende am 30. August werden mehr als 261.300 Gäste aus 84 Ländern erwartet, durch den Kartenverkauf wurden 31,45 Millionen Euro eingenommen.
Künstlerisch standen unter anderem die Uraufführungen „Schnee von gestern, Schnee von morgen“ von Peter Handke und „Unter Tieren“ von Elfriede Jelinek, neun Opernproduktionen und 84 Konzerte auf dem Programm. Erstmals wurde das Archivfestival „Staging Realities – The Living Archive“ ausgerichtet, für das Young Singers Project gab es 1.007 Bewerbungen.
Die Zahlen stammen ausschließlich aus der Selbstauskunft des Festspiel-Direktoriums, wiedergegeben von einem einzigen Medium. Vergleichsdaten zu früheren Jahrgängen und eine unabhängige künstlerische Bewertung liegen nicht vor.
Was passiert ist
Die Salzburger Festspiele ziehen zum Ende ihrer 106. Ausgabe eine überaus positive Bilanz. Das Direktorium – Festivalpräsidentin Kristina Hammer, Intendantin Karin Bergmann und der Kaufmännische Direktor Lukas Crepaz – teilte mit, dass die Auslastung der 172 Aufführungen sowie der 37 Vorstellungen im Jugendprogramm „jung & jede*r“ bei mehr als 99 Prozent liegt. Die Festspiele enden am kommenden Sonntag, dem 30. August.
Zahlen zur Saison
Bis zum Festspielende werden inklusive Einlass- und Generalproben mehr als 261.300 Gäste aus 84 Ländern die Festspiele besucht haben. Hinzu kommen mehr als 45.000 Besucherinnen und Besucher der „Siemens-Festspielnächte“ auf dem Kapitelplatz sowie rund 28.500 Gäste beim dreitägigen Eröffnungsfest. Durch den Verkauf der Eintrittskarten nahmen die Festspiele 31,45 Millionen Euro ein. Das Direktorium zeigte sich laut eigener Angabe sowohl mit dem Publikumszuspruch als auch kaufmännisch zufrieden.
Programm-Highlights
Im Schauspiel standen neben der Wiederaufnahme des „Jedermann“ die Uraufführungen „Schnee von gestern, Schnee von morgen“ von Peter Handke und „Unter Tieren“ von Elfriede Jelinek auf dem Programm, dazu Neuinszenierungen von „Faust I“ und „Der Menschenfeind“. Von 15 „Jedermann“-Vorstellungen fanden acht auf dem Domplatz statt, zweimal musste wetterbedingt ins Große Festspielhaus ausgewichen werden. In der Oper gab es neun Produktionen, darunter die Neuinszenierungen „Carmen“, „Ariadne auf Naxos“ und „Saint François d’Assise“. Im Konzertbereich standen 84 Aufführungen auf dem Programm, acht davon in der Reihe „Ouverture spirituelle“ unter dem Thema „Miserere“. Nach seiner Trennung von der Intendanz trat der frühere Intendant Markus Hinterhäuser mit seinen beiden angekündigten Klavierabenden auf. Für das Young Singers Project gab es 1.007 Bewerbungen, 14 Sängerinnen und Sänger nahmen an den öffentlichen Meisterklassen teil. Erstmals wurde zudem das Archivfestival „Staging Realities – The Living Archive“ ausgerichtet, begleitet von acht TV- und Streamingproduktionen sowie 21 Hörfunkaufzeichnungen.
Was unklar bleibt
Wie sich die diesjährige Auslastung und die Besucherzahlen konkret zu früheren Festspieljahrgängen verhalten, geht aus der vorliegenden Mitteilung nicht hervor. Ebenso fehlt eine unabhängige künstlerische Einschätzung des Programms – etwa durch Kulturkritik – jenseits der Selbstbewertung des Direktoriums. Da die Bilanz bereits vor dem eigentlichen Festspielende am 30. August veröffentlicht wurde, beruhen die Besucherzahlen bis zu diesem Termin teils auf einer Hochrechnung des Direktoriums.
Einordnung
Die vorliegenden Angaben stammen aus einer einzigen medialen Quelle, die ihrerseits eine offizielle Mitteilung des Festspiel-Direktoriums wiedergibt. Da es sich um die Selbstauskunft der veranstaltenden Institution über ihre eigene Veranstaltung handelt, gelten die Kernzahlen als belegt, eine zweite, unabhängige Bestätigung oder kritische Gegenperspektive liegt aber nicht vor.
