Bei den Salzburger Festspielen hat der deutsche Regisseur Ulrich Rasche Goethes „Faust I“ inszeniert. Premiere war am Samstagabend, dem 25. Juli 2026, auf der Pernerinsel in Hallein. Rasche zeigt Faust, gespielt von Steven Scharf, als verbitterten, mit sich ringenden Mann, der sich mit dem Teufel Mephisto, verkörpert von Valery Tscheplanowa, einlässt und gemeinsam mit ihm die junge Margarethe (Anna Drexler) verführt. Begleitet werden beide von einer abgespaltenen jüngeren Persönlichkeit Fausts, gespielt von Johannes Nussbaum.
Anders als in früheren, für aufwendige Bühnenmaschinerien bekannten Inszenierungen wie „Maria Stuarda“ oder „Nathan der Weise“ setzt Rasche diesmal auf ein reduziertes Konzept: Statt großer Aufbauten dreht sich lediglich der Bühnenboden im Kreis, auch Bühnenbild und Kostüme sind stark zurückgenommen. Regisseur und Hauptdarsteller äußerten sich bei einem Probeneinblick zu diesem Ansatz.
Die Kernfakten sind durch die direkte ORF-Berichterstattung und die offizielle Produktionsseite der Festspiele belegt. Wie Kritik und Publikum die Premiere aufgenommen haben und wie viele Vorstellungen exakt angesetzt sind, lässt sich derzeit nur teilweise beziehungsweise nur aus einer Quelle bestätigen.
Was passiert ist
Bei den Salzburger Festspielen hat der deutsche Regisseur Ulrich Rasche Goethes „Faust I“ inszeniert. Premiere war am Samstagabend, dem 25. Juli 2026, auf der Pernerinsel in Hallein im Tennengau. Rasche zeigt Faust, gespielt von Steven Scharf, als verbitterten, mit sich selbst ringenden Mann, der auf der Suche nach einem Ausweg an den Teufel Mephisto gerät, verkörpert von Valery Tscheplanowa. Gemeinsam verführen die beiden die junge Margarethe, gespielt von Anna Drexler, deren Schicksal an den Pakt gebunden ist. Begleitet werden Faust und Mephisto von einer abgespaltenen, jüngeren Persönlichkeit Fausts, gespielt vom österreichischen Schauspieler Johannes Nussbaum.
Konzept und Bühnenbild
Rasche ist für seine aufwendigen, sich ständig bewegenden Bühnenmaschinerien bekannt, mit denen er in Salzburg zuletzt bei „Maria Stuarda“ und 2023 bei „Nathan der Weise“ für Aufsehen sorgte. Bei „Faust“ fällt die Technik nach eigener Aussage bewusst reduzierter und weniger sichtbar aus: Statt aufwendiger Aufbauten dreht sich lediglich der Boden im Kreis. Rasche sagte bei einem Probeneinblick, er wolle den Fokus auf das Wesentliche legen und zeigen, dass die für ihn typische Ästhetik auch in reduzierter Form funktioniere – mit den Schauspielenden selbst als Kern des Theaters. Auch Bühnenbild und Kostüme sind stark zurückgenommen: Die Darstellenden treten zunächst in Businessanzügen auf, im Lauf des über dreistündigen Stücks werden mit steigender Eskalation zunehmend Kleidungsstücke abgelegt.
Was die Quellen zeigen
Die Kernfakten zur Produktion – Regie, Besetzung, Spielort und Premierentermin – werden durch zwei voneinander unabhängige Quellen gestützt: die direkte Vor-Ort-Berichterstattung von ORF Salzburg, die auf einem Probeneinblick mit O-Tönen von Regisseur und Hauptdarsteller beruht, sowie die offizielle Produktionsseite der Salzburger Festspiele selbst. Einzelheiten wie die genaue Zahl von neun Vorstellungen bis Anfang August oder die konkrete Umsetzung der Kostümreduktion stammen bislang nur aus der ORF-Berichterstattung und sind nicht unabhängig gegengeprüft.
Was unklar bleibt
Offen ist, wie Fachkritik und Publikum die Inszenierung nach der Premiere aufgenommen haben – entsprechende Reaktionen lagen zum Redaktionsschluss nicht vor. Ebenso ließ sich die genaue Vorstellungszahl bis Anfang August nur aus einer einzelnen Quelle bestätigen, und Details zum konkreten Ablauf der schrittweisen Kostümreduktion im Stück sind ebenfalls nur einfach belegt.
Einordnung
Rasches Arbeitsweise mit sich drehenden oder verschiebenden Bühnenplattformen gilt seit Jahren als sein Markenzeichen und wurde bei früheren Salzburg-Produktionen wie „Maria Stuarda“ und „Nathan der Weise“ als eigenständige Bild- und Textsprache wahrgenommen. Die bewusste Reduktion bei „Faust“ lässt sich als Fortführung dieser Handschrift lesen, bei der diesmal explizit weniger technischer Aufwand betrieben wird. Eine vergleichende Einordnung zu diesen früheren Inszenierungen oder zur Kritikaufnahme der neuen Produktion liegt derzeit nicht vor.

