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Servus Media, das Medienhaus hinter ServusTV, plant gemeinsam mit dem Salzburger Sender Welle 1 den Einstieg ins Radiogeschäft. Noch heuer soll der bundesweite Privatsender „Servus Radio“ starten, wie beide Unternehmen in einer gemeinsamen Presseaussendung ankündigten. Welle 1 bringe seine Radioerfahrung in die Partnerschaft ein und soll auch nach dem Start als eigener Sender sowie für den technischen Sendebetrieb bestehen bleiben. Red-Bull-Media-Manager Dietmar Otti sprach von einem „klaren Bekenntnis zum Medienstandort Österreich“.

Offen ist ein zentrales Detail: Berichten zufolge könnte dafür die Lizenz von oe24 Radio übernommen werden – einem von bislang nur drei bundesweiten Privatradiosendern neben Kronehit und 88.6. oe24-Geschäftsführer Niki Fellner dementierte einen Verkauf gegenüber dem Standard, eine Anfrage der Nachrichtenagentur APA blieb unbeantwortet. Auch Programm und genauer Starttermin sind noch nicht bekannt; laut den Betreibern werden Details erst kurz vor Sendestart veröffentlicht.

Was passiert ist

Servus Media, das für den TV-Sender ServusTV bekannte Medienhaus der Red-Bull-Gruppe, kündigt den Einstieg ins Radiogeschäft an. Gemeinsam mit dem Salzburger Privatsender Welle 1 soll noch heuer der bundesweite Radiosender „Servus Radio“ starten. Das geht aus einer gemeinsamen Presseaussendung beider Unternehmen hervor, über die zuerst die „Salzburger Nachrichten“ berichtet hatten. Dietmar Otti, Global Head von Red Bull Media, bezeichnete den Schritt als „klares Bekenntnis zum Medienstandort Österreich“. Welle-1-Geschäftsführer Stephan Prähauser sprach von der „langjährigen Erfahrung im österreichischen Privatradiomarkt“, die man in die Partnerschaft einbringe; gemeinsam wolle man ein „unverwechselbares, modernes Radioprogramm“ entwickeln. Welle 1 soll den Angaben zufolge auch nach dem Start von Servus Radio als eigener Sender bestehen bleiben und für den technischen Sendebetrieb verantwortlich sein.

Was die Quellen zeigen

Die Existenz des Projekts selbst gilt als belegt: Servus Media und Welle 1 haben den Schritt in einer eigenen Presseaussendung verkündet, und mehrere voneinander unabhängige Medien – ORF, Kleine Zeitung, Salzburger Nachrichten und Der Standard – berichten übereinstimmend darüber. Offen beziehungsweise umstritten ist dagegen ein zentrales Detail: Berichten zufolge, die auf die ursprüngliche SN-Recherche zurückgehen, könnte für Servus Radio die bundesweite Sendelizenz von oe24 Radio übernommen werden – einem von bislang nur drei österreichweiten Privatradiosendern neben Kronehit und 88.6. oe24-Geschäftsführer Niki Fellner dementierte gegenüber dem Standard einen Verkauf der Lizenz; eine Anfrage der Nachrichtenagentur APA ließ er unbeantwortet. Die Presseaussendung von Servus Media und Welle 1 selbst äußert sich zur Lizenzfrage nicht.

Was unklar bleibt

Wie das Programm von Servus Radio inhaltlich aussehen soll, wollen die Betreiber laut eigenen Angaben erst kurz vor Sendestart bekanntgeben. Auch ein genaues Startdatum ist bislang nicht genannt – lediglich „noch heuer“, also 2026, gilt als Zielmarke. Unklar ist zudem, wie ein möglicher Lizenzwechsel bei oe24 Radio regulatorisch ablaufen würde und ob die zuständige Medienbehörde bereits damit befasst ist. Zu finanziellen oder strukturellen Details der Kooperation zwischen Servus Media und Welle 1 liegen ebenfalls keine Angaben vor.

Einordnung

Der Schritt fügt sich in eine langfristige Expansionsstrategie von Servus Media: Neben ServusTV betreibt das Unternehmen bereits Online-, Print- und Social-Media-Angebote; mit einem eigenen Radiosender wäre erstmals auch dieser Kanal abgedeckt. Der österreichische Markt für bundesweite Privatradios ist mit bislang nur drei Anbietern – Kronehit, 88.6 und oe24 Radio – überschaubar; ein vierter Sender würde den Wettbewerb um Werbe- und Hörermarktanteile verändern. Sollte tatsächlich die oe24-Lizenz übergehen, wäre dies zugleich ein Rückzug der oe24 Media Group aus dem Radiogeschäft – was den Widerspruch ihres Geschäftsführers erklären könnte, ohne ihn zu bestätigen.