Im aktuellen Academic Ranking of World Universities (Shanghai-Ranking), das jährlich von der Jiaotong-Universität Shanghai erstellt wird, sind fünf österreichische Universitäten unter den weltweit besten 500 gelistet. Bestplatzierte heimische Hochschule ist die Universität Wien auf den Rängen 101 bis 150. Dahinter folgen die Medizinische Universität Wien und die Universität Innsbruck auf 201 bis 300, die TU Wien auf 301 bis 400 und die Universität Graz auf 401 bis 500. Die Medizinischen Universitäten Graz und Innsbruck liegen mit 501 bis 600 knapp außerhalb der Top 500.
Weltweit angeführt wird das Ranking erneut von Harvard, Stanford und dem MIT. Beste europäische Universität ist Cambridge auf Platz vier, Paris-Saclay ist als Erste aus einem nicht englischsprachigen Land auf Platz 13 gelistet. Die Bewertung stützt sich zu je 40 Prozent auf die Qualität der Forschenden und den Forschungs-Output, zu je zehn Prozent auf Ausbildungsqualität und Produktivität pro Kopf.
Offen bleibt, wie sich die Platzierungen gegenüber dem Vorjahr verändert haben und ob es Stellungnahmen der betroffenen österreichischen Universitäten gibt. Die offizielle Ranking-Website wurde für diesen Artikel nicht direkt eingesehen.
Was passiert ist
Im aktuellen „Academic Ranking of World Universities“ (ARWU), das jährlich von der Jiaotong-Universität Shanghai erstellt wird, sind fünf österreichische Universitäten unter den weltweit besten 500 gelistet. Bestplatzierte heimische Hochschule ist die Universität Wien, die auf den Rängen 101 bis 150 aufscheint. Das Ranking gilt weithin als eines der einflussreichsten globalen Hochschulrankings und wird von ORF und derStandard übereinstimmend berichtet.
Die österreichischen Platzierungen im Detail
Laut dem ORF-Bericht, der sich auch auf Agenturmaterial stützt, folgen hinter der Universität Wien die Medizinische Universität Wien und die Universität Innsbruck auf den Rängen 201 bis 300. Die Technische Universität Wien liegt auf den Plätzen 301 bis 400, die Universität Graz auf Rang 401 bis 500. Die Medizinischen Universitäten Graz und Innsbruck werden nicht mehr unter den Top 500 geführt, sondern im Bereich 501 bis 600. Ab Rang 101 wird im ARWU nicht mehr einzeln durchnummeriert, sondern in 50er-Schritten, ab Rang 201 in 100er-Schritten gruppiert.
Weltweite Spitze und Methodik
An der Spitze des Rankings liegen wie in den Vorjahren die US-Universitäten Harvard, Stanford und das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Beste europäische Universität ist die britische University of Cambridge auf Platz vier weltweit, insgesamt dominieren englischsprachige Länder das vordere Feld. Die französische Universität Paris-Saclay auf Platz 13 ist laut den vorliegenden Berichten die erste Universität aus einem nicht englischsprachigen Land. Das Ranking stützt sich vor allem auf öffentlich verfügbare Datenbanken: Je 40 Prozent der Bewertung entfallen auf die Qualität der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einer Institution — gemessen an Nobelpreis- und Fields-Medaillen-Trägern sowie viel zitierten Forschenden — und auf den Forschungs-Output, gemessen an Publikationen in „Science“ und „Nature“ sowie Zitierungen. Je zehn Prozent entfallen auf die Qualität der Ausbildung und auf die Produktivität pro Forschungsperson. Insgesamt wurden laut den Berichten 2.500 Hochschulen bewertet, veröffentlicht wurden die besten 1.000.
Was unklar bleibt
Die vorliegenden Quellen enthalten keine Angaben dazu, wie sich die Platzierungen der österreichischen Universitäten gegenüber dem Vorjahr konkret verändert haben. Auch eine Stellungnahme der Universität Wien oder anderer betroffener Hochschulen zur aktuellen Platzierung liegt bislang nicht vor. Die offizielle Ranking-Website von ShanghaiRanking wurde für diesen Artikel nicht direkt eingesehen; die Detailzahlen zu den einzelnen österreichischen Universitäten stammen aus einem Medienbericht, der sich zusätzlich auf Agenturmaterial beruft.
